Türkischer Minister warnt vor möglichem russischem Einsatz von Atomwaffen
Hakan Fidan sagt, der Krieg in der Ukraine könnte bis zu dem Punkt eskalieren, an dem Russland alle verfügbaren Mittel einsetzen würde, einschließlich der letzten Option.
Hakan Fidan sagt, der Krieg in der Ukraine könnte bis zu dem Punkt eskalieren, an dem Russland alle verfügbaren Mittel einsetzen würde, einschließlich der letzten Option.
Der türkische Außenminister Hakan Fidan warnte am Samstag, dass Russland zu Atomwaffen greifen könnte, wenn der Krieg in der Ukraine ein Niveau erreicht, auf dem das Überleben der Nation bedroht ist. Fidan erklärte, der Konflikt habe sich von einem zermürbenden Kampf an der Frontlinie zu einer Zerstörung entwickelt, die auch zivile Ziele betrifft.
"Wenn sich der zermürbende Kampf an der Front in einen zermürbenden Kampf hinter den Linien verwandelt, wird die Frage, ob man als Nation weiter existieren wird. Man nutzt alles, was einem zur Verfügung steht. Wenn die Zerstörung dieses Niveau erreicht, könnte Russland zur letzten Option greifen, die ihm zur Verfügung steht", sagte Fidan, wie die Anadolu Agency berichtet.
Fidan äußerte seine Beobachtungen nach einem Besuch in Russland, wo er, wie er sagte, den Eindruck gewonnen habe, dass das Thema des Einsatzes von Atomwaffen auf der Tagesordnung stehen könnte. "Während meines Besuchs in Russland schien es, als könnte diese Frage auftauchen, denn es wurde gesagt, dass die Öffentlichkeit nun so etwas fordert", erklärte der türkische Minister und fügte hinzu, es handele sich um eine "gefährliche Situation".
Ankara hat auch seine westlichen Partner über seine Bedenken informiert. Nach Fidans Worten muss die internationale Gemeinschaft eingreifen, um den Krieg zu stoppen, und warnte: "Alles, von dem gesagt wurde, dass es nicht passieren kann, passiert."
Der Minister betonte, dass der Krieg bereits geografisch sowie in Bezug auf Ziele und Methoden eskaliert sei. Der Konflikt habe sich nach seiner Einschätzung von einer Phase der Erschöpfung an der Frontlinie zu einer Zerstörung verlagert, die das Hinterland und zivile Ziele trifft, was die Frage auf die Ebene des nationalen Überlebens bringt.
Die Erklärung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Krieg in der Ukraine andauert, der mit der russischen Invasion 2022 begann. Die Warnung eines hochrangigen Beamten eines NATO-Mitgliedslandes vor einer möglichen nuklearen Eskalation erhöht die Besorgnis über die Sicherheit auf dem europäischen Kontinent weiter.