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Zweiter Verdächtiger im Nord-Stream-Anschlag in Kroatien festgenommen

Der Taucher, den Deutschland bereits im vergangenen Jahr gesucht hatte und dessen Auslieferung Polen verweigerte, wurde von Ermittlern in Kroatien festgenommen. Deutschland wird seine Auslieferung beantragen.

Foto: Wikipedia (Nord Stream)
Kurz gesagt
  • In Kroatien wurde ein zweiter Verdächtiger im Zusammenhang mit dem Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines vom September 2022 festgenommen.
  • Es handelt sich um einen Mann, den Deutschland bereits im vergangenen Jahr gesucht hatte, dessen Auslieferung Polen jedoch verweigerte.
  • Deutschland wird nun seine Auslieferung aus Kroatien beantragen.
  • Der mutmaßliche Anführer des Anschlags, ein Ukrainer, wurde in Italien festgenommen; der Prozess soll in Hamburg beginnen.

In Kroatien ist ein zweiter Verdächtiger im Fall der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines festgenommen worden, wie der deutsche öffentlich-rechtliche Medienverbund ARD unter Berufung auf Ermittlerkreise berichtet. Es handelt sich um einen Mann, der verdächtigt wird, einer der Taucher gewesen zu sein, die die Sprengsätze an den Pipelines in der Ostsee angebracht haben.

Bereits im Fokus der Ermittlungen

Laut Tagesschau hatte der deutsche Generalbundesanwalt den Mann bereits im vergangenen Jahr in Polen geortet und die polnische Polizei um Festnahme gebeten. Die polnische Justiz jedoch verweigerte, entgegen zwischenstaatlicher Abkommen, seine Auslieferung an Deutschland, was zu erheblichen diplomatischen Spannungen führte. Der Verdächtige wurde damals auf freien Fuß gesetzt.

Nun gelang es den Ermittlern, ihn in Kroatien aufzuspüren. Deutschland wird, wie Tagesschau berichtet, seine Auslieferung beantragen.

Der Anschlag, der die Pipeline zerstörte

Der Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines ereignete sich im September 2022. Damals wurden drei der vier Röhren zerstört, wodurch die Pipeline vollständig außer Betrieb gesetzt wurde. Der Sprengstoff wurde von einem Segelboot aus in einer Tiefe von etwa 80 Metern angebracht.

Den deutschen Ermittlern gelang es, ein Team von Tatverdächtigen zu identifizieren. Der mutmaßliche Anführer des Anschlags, ein Ukrainer, wurde in Italien festgenommen; sein Prozess soll in den kommenden Wochen in Hamburg beginnen. Wer den Anschlag in Auftrag gegeben hat, ist nach vorliegenden Informationen weiterhin unklar.

Häufige Fragen
Wer wurde in Kroatien im Zusammenhang mit dem Nord-Stream-Anschlag festgenommen? +
Festgenommen wurde ein zweiter Verdächtiger, der verdächtigt wird, einer der Taucher gewesen zu sein, die den Sprengstoff an den Pipelines angebracht haben.
Warum ist die Festnahme in Kroatien bedeutsam? +
Sie ist bedeutsam, weil derselbe Verdächtige zuvor in Polen geortet worden war, die polnische Justiz jedoch seine Auslieferung an Deutschland verweigerte, was diplomatische Spannungen verursachte.
Was geschah mit der Nord-Stream-Pipeline im September 2022? +
Bei dem Anschlag wurden drei der vier Röhren der Pipeline zerstört, wodurch sie vollständig außer Betrieb gesetzt wurde. Der Sprengstoff wurde von einem Segelboot aus in einer Tiefe von etwa 80 Metern angebracht.
Wer ist der mutmaßliche Anführer des Nord-Stream-Anschlags und wo findet der Prozess statt? +
Der mutmaßliche Anführer ist ein Ukrainer, der in Italien festgenommen wurde; sein Prozess soll in den kommenden Wochen in Hamburg beginnen.

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