In Sunja wurden am Samstag, dem 1. August 2026, feierlich die Schlüssel für das neue Mehrfamilienhaus in der Ulica branitelja Sunje übergeben. Das Gebäude mit 19 Wohnungen markiert den Abschluss des großen Projekts zur Sanierung und zum Aufbau des Wohnungsbestands in der Gespanschaft Sisak-Moslavina, die von dem verheerenden Erdbeben schwer getroffen wurde.
Die Schlüssel wurden den künftigen Bewohnern vom Vizepräsidenten der Regierung und Minister für Raumordnung, Bauwesen und Staatseigentum Branko Bačić, dem Gespanschaftshauptmann Ivan Celjak, dem Staatssekretär Tonči Glavinić, der Gemeindevorsteherin von Sunja Ivanka Crnko und dem Direktor der Agentur für Rechtsverkehr und Immobilienvermittlung (APN) Dragan Hristov übergeben. Die Investition, die aus dem Staatshaushalt finanziert wurde, beläuft sich auf rund 3,3 Millionen Euro inklusive Mehrwertsteuer, und die Arbeiten wurden innerhalb der vereinbarten Frist abgeschlossen, wie Sisak.info berichtet.
Strategischer Ansatz für Wiederaufbau und Sicherheit
Minister Bačić betonte, dass im Gebiet der Erdbeben von Zagreb und Petrinja bisher mehr als 15.000 Standorte, also 57.000 Wohneinheiten, fertiggestellt wurden, und dass in den gesamten Wiederaufbauprozess rund fünf Milliarden Euro investiert wurden. Er hob hervor, dass sich der Wiederaufbau nicht nur auf die Schadensbehebung beschränkt.
"Die Regierung hat durch das Gesetz über den Wiederaufbau einen strategischen Ansatz gewählt, der auf dem modernen Konzept der konstruktiven Sanierung basiert. Das bedeutet, dass wir Gebäude und Häuser nicht nur sanieren, um die Folgen des Erdbebens zu beheben, sondern sie auf ein höheres Niveau der mechanischen Widerstandsfähigkeit und Sicherheit heben, um den Bürgern einen sichereren Ort zum Leben und Arbeiten zu bieten", sagte Bačić gegenüber Sisak.info.
Besonders lobte er die Initiative des Gespanschaftshauptmanns Ivan Celjak und des damaligen Staatssekretärs, heute Bürgermeister von Sisak, Domagoj Orlić, deren Idee es war, neben der Sanierung beschädigter Gebäude auch die Revitalisierung der Gespanschaft durch den Bau neuer Wohnhäuser zu fördern. Die Regierung nahm diese Initiative an und startete das Projekt zum Bau von insgesamt 59 Mehrfamilienhäusern, von denen bisher 57 errichtet wurden. Das gesamte Projekt, von der Idee bis zur Umsetzung, wurde in nur zwei Jahren durchgeführt.
Grundlage für die demografische Revitalisierung
Gespanschaftshauptmann Celjak erläuterte, dass die Wohnungen in Sunja in der ersten Phase für die vorübergehende Unterbringung von Erdbebenopfern genutzt werden, solange die Sanierung ihrer Immobilien dauert. Die Nutzer sind dabei von der Zahlung der Miete befreit, und auch die Nebenkosten werden mitfinanziert. Nach Abschluss der Sanierung wird das Gebäude Teil des Fonds für bezahlbares Wohnen.
"Nach der Rückkehr unserer Mitbürger in ihre sanierten Häuser werden wir diese Wohnungen jungen Familien und Berufen mit Fachkräftemangel zur Verfügung stellen. Dieser Wohnungsbestand ist eine starke Grundlage für die demografische Stärkung der Gespanschaft Sisak-Moslavina, wenn es um den Verbleib junger Menschen geht, aber auch um die Ankunft anderer Menschen, die derzeit außerhalb unserer Gespanschaft leben. Im Moment haben wir 57 Wohngebäude mehr als vor dem Erdbeben, und das bedeutet etwa tausend Wohnungen mehr als vor dem Erdbeben", betonte Celjak gegenüber Sisak.info.