HR EN DE
NEWS SPORT BIZNIS SCENA LIFESTYLE TECH

Verband warnt: Neue Verordnung erschwert Installation von Heimladestationen für Elektroautos

Der Verband Stromkreis warnt, dass Besitzer von Heimladestationen komplizierte Verfahren durchlaufen und Hunderte Euro zahlen müssten, während Klimaanlagen und Tonnen von Gasflaschen ohne ein einziges Papier installiert werden.

Foto: Wikipedia (Električne mreže)
Kurz gesagt
  • Der Verband Stromkreis hat Anmerkungen zum Verordnungsentwurf eingereicht, der besondere Bedingungen für Heimladestationen für Elektrofahrzeuge einführt.
  • Hausbesitzer müssten mehrere hundert Euro an Zusatzkosten zahlen und monatelang auf die Genehmigung warten.
  • Dieselbe Verordnung erlaubt die Installation von Klimaanlagen bis 30 kW und Gasflaschen bis 4000 kg ohne jegliche Genehmigungen.
  • Die öffentliche Konsultation läuft bis zum 3. September 2026, und der Verband ruft alle Besitzer von Elektrofahrzeugen zur Teilnahme auf.

Am Mittwoch, dem 19. August 2026, hat der Verband Stromkreis, der Fahrer von Elektrofahrzeugen vereint, seine Kommentare zum Entwurf der Verordnung über Objekte und Arbeiten, für die keine Baugenehmigung erforderlich ist, eingereicht. Nach ihrer Warnung führt die neue Regelung erstmals ausdrücklich besondere Bedingungen, Anschlussbedingungen und Bescheinigungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften für die Installation von Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge ein.

Ein Hausbesitzer, der eine Ladestation für sein Auto an der Garagenwand installieren möchte, müsste nämlich ein Hauptprojekt, besondere Bedingungen, Anschlussbedingungen sowie Bescheinigungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften beschaffen. Zudem müsste er den Baubeginn anzeigen, einen GML-Datensatz der Koordinaten der Bruchpunkte beifügen und eine fachliche Bauaufsicht sicherstellen, heißt es in der Pressemitteilung des Verbands, die von 24sata übernommen wurde.

Zusatzkosten und monatelanges Warten

Der Verband warnt, dass diese Änderung konkrete finanzielle Folgen für die Bürger haben wird. "Diese Änderung wird für den Hausbesitzer, der sich für die Installation einer Wandladestation entscheidet, zusätzliche Kosten bedeuten. Neben geschätzten mehreren hundert Euro an Zusatzkosten kommt auch ein mögliches monatelanges Warten auf die Genehmigung zur Installation der Ladestation hinzu", heißt es in der Mitteilung.

Andererseits betont der Verband, dass derselbe Verordnungsentwurf die Installation von Heizungs-, Kühl- oder Klimaanlagen mit einer Leistung von bis zu 30 kW ohne Baugenehmigung und Hauptprojekt erlaubt. Ebenso können ohne jegliche Genehmigungen Paletten mit Flüssiggasflaschen mit einem Gesamtgewicht von bis zu 4000 Kilogramm aufgestellt werden.

Prpić: Eine Box an der Wand ist ein ernsthafter Eingriff, vier Tonnen Gas sind es nicht

Der Präsident des Verbands Stromkreis, Hrvoje Prpić, kritisierte die vorgeschlagenen Regeln scharf. "Der Staat hat entschieden, dass eine Box an der Garagenwand ein ernsthafter Bauvorhaben ist, vier Tonnen Gasflaschen jedoch nicht. Wir fordern nicht, dass irgendetwas ohne Kontrolle und ohne Fachkenntnisse ausgeführt wird, sondern nur, dass eine Autoladestation zumindest so mild behandelt wird wie eine Klimaanlage mit höherer Leistung, die dieselbe Verordnung ohne ein einziges Papier erlaubt", sagte Prpić.

Der Verband schlägt vor, dass Wechselstrom-Ladegeräte bis 22 kW, die typisch für den Hausgebrauch sind, ohne Baugenehmigung und Hauptprojekt installiert werden können, sofern sie an eine bestehende und geprüfte Installation angeschlossen werden. Stärkere Ladestationen und Gleichstromausrüstung sollten weiterhin strengeren Regeln unterliegen.

Aufruf zur öffentlichen Konsultation bis zum 3. September

Die öffentliche Konsultation zum Verordnungsentwurf auf dem Portal e-Savjetovanje ist bis zum 3. September 2026 geöffnet. Prpić ruft alle Besitzer von Elektrofahrzeugen auf, sich zu beteiligen und Anmerkungen zu Artikel 9 des Verordnungsentwurfs zu hinterlassen.

"Dies ist der günstigste und schnellste Weg, etwas zu ändern. Beschwerden und Verwaltungsstreitigkeiten dauern Jahre, aber jetzt haben wir die Gelegenheit, gehört zu werden, während die Verordnung noch geschrieben wird. Wenn wir genug sind, können unsere Anmerkungen nicht übergangen werden", so Prpić.

Unternehmer Cvetojević: 'Jetzt weiß ich, dass sie das alles absichtlich tun'

Auf die neue Verordnung reagierte auch der Unternehmer Saša Cvetojević, der in einem Beitrag in den sozialen Medien scharfe Kritik äußerte. "Früher dachte ich, wir sind ein Land, in dem Idioten regieren. Ich dachte, sie wüssten nicht, was sie tun, wenn sie Gesetze und Verordnungen schreiben, die alles verkomplizieren und letztendlich das Gegenteil von dem bewirken, was ein 'geordnetes Land' bedeuten sollte. Jetzt weiß ich, dass sie das alles absichtlich tun", schrieb Cvetojević.

Er fügte hinzu, dass es sich um "eine Unmenge von Genehmigungen" für die Installation einer Box handelt, die, wie er sagt, nichts anderes tut als ein intelligenter Schuko-Stecker. "Eine Box, die an deinen Strom an deinem Haus in deinem Hof angeschlossen ist, für die du bereits eine Standortgenehmigung, eine Baugenehmigung und eine elektroenergetische Zustimmung sowie Anschlussbedingungen und alle anderen idiotischen Genehmigungen erhalten hast, die du teuer bezahlt, jahrelang darauf gewartet und fast noch geschmiert hast", so Cvetojević.

Häufige Fragen
Was schlägt die neue Verordnung genau für Heimladestationen vor? +
Nach dem Verordnungsentwurf müsste ein Hausbesitzer, der eine Ladestation an der Garagenwand installiert, ein Hauptprojekt, besondere Bedingungen, Anschlussbedingungen und Bescheinigungen öffentlich-rechtlicher Körperschaften einholen sowie eine fachliche Bauaufsicht sicherstellen.
Wie hoch sind die zusätzlichen Kosten für Hausbesitzer? +
Der Verband Stromkreis schätzt, dass die zusätzlichen Kosten mehrere hundert Euro betragen würden, plus möglicherweise monatelanges Warten auf die Genehmigung.
Bis wann läuft die öffentliche Konsultation zur Verordnung? +
Die öffentliche Konsultation auf dem Portal e-Savjetovanje ist bis zum 3. September 2026 geöffnet.
Was schlägt der Verband als Lösung vor? +
Der Verband schlägt vor, dass Wechselstrom-Ladegeräte bis 22 kW ohne Baugenehmigung und Hauptprojekt installiert werden können, sofern sie an eine bereits bestehende und geprüfte Installation angeschlossen werden.

Anmelden

Zum Kommentieren müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Suchen
Beliebt
Anmelden
Startseite
5MIN.hr als bevorzugte Quelle festlegen
Folge uns in den sozialen Medien
Kategorien