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Ukraine befestigt die Tschernobyl-Zone

Der deutsche Spiegel berichtet über intensive Vorbereitungen des ukrainischen Militärs in der Sperrzone, wo Schützengräben ausgehoben und Drohnenabwehrnetze installiert werden, nur 15 Kilometer von der belarussischen Grenze entfernt.

Foto: Telegram
Kurz gesagt
  • Der deutsche Spiegel berichtete, dass die Ukraine die Tschernobyl-Sperrzone beschleunigt befestigt.
  • Das ukrainische Militär gräbt Schützengräben, installiert Drohnenabwehrnetze und baut geschützte 'Anti-Drohnen-Tunnel'.
  • Die Maßnahmen sind eine Reaktion auf die Bedrohung durch einen möglichen erneuten russischen Angriff aus dem Gebiet von Belarus, das nur 15 km entfernt ist.
  • Als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme wurde auch eine Eisenbahnbrücke zerstört, um Russland die Nutzung dieser Route für eine Offensive zu erschweren.

Die ukrainischen Streitkräfte bereiten die Tschernobyl-Sperrzone intensiv auf einen möglichen erneuten russischen Angriff aus dem Gebiet von Belarus vor, berichtete am Montag, dem 10. August 2026, das deutsche Medium Der Spiegel. In dem verlassenen Gebiet um das ehemalige Kernkraftwerk rüstet das Militär Verteidigungsstellungen aus, gräbt Schützengräben und errichtet Schutzgalerien, um für alle Szenarien gewappnet zu sein.

Nach Informationen, die von ukrainischen und russischen Telegram-Kanälen, darunter UNIAN und RVvoenkor, verbreitet wurden, zielen die Aktivitäten darauf ab, einen potenziellen Durchbruch russischer Kräfte aus Richtung Belarus zu verhindern, dessen Grenze nur 15 Kilometer entfernt ist.

Drohnenabwehrnetze und zerstörte Brücken

Neben klassischen Befestigungen werden entlang der Straßen in der Sperrzone hohe Metallkonstruktionen mit Netzen errichtet, die vor Angriffen unbemannter Flugkörper schützen sollen. Im Falle einer Verschlechterung der Sicherheitslage könnte die Region in direkter Reichweite russischer FPV-Drohnen liegen.

Eine weitere Dimension der Vorbereitungen offenbart der Bericht des Kanals NOELREPORTS UA, der besagt, dass das ukrainische Militär auch die Eisenbahnbrücke zerstört hat, die zuvor von den Arbeitern des Kraftwerks Tschernobyl genutzt wurde. Ziel dieser Aktion war es, Russland daran zu hindern, diese Route für Truppenverlegungen im Falle einer neuen Offensive im Norden der Ukraine zu nutzen.

"Anti-Drohnen-Tunnel" auf Aufnahmen

Die verstärkten Aktivitäten in der Tschernobyl-Zone sind nicht neu. Ende Juli 2026 tauchten in den Medien Aufnahmen auf, die den Bau mehrerer Kilometer langer "Anti-Drohnen-Tunnel" im unbewohnten Gebiet direkt an der Grenze zu Belarus zeigen. Diese mit Netzen bedeckten Strukturen sind als geschützte Korridore für die Bewegung von Personal und Ausrüstung gedacht, verborgen vor feindlicher Aufklärung und Luftangriffen.

Die intensive Befestigung der Zone, die jahrzehntelang ein Symbol für Verlassenheit und radioaktive Kontamination war, ist ein starkes Indiz dafür, dass Kiew die Möglichkeit einer Wiedereröffnung der Nordfront und eines russischen Vormarsches von belarussischem Territorium ernsthaft in Betracht zieht, ähnlich wie zu Beginn der Invasion.

Häufige Fragen
Warum befestigt die Ukraine gerade die Tschernobyl-Zone? +
Wegen ihrer strategischen Lage. Sie liegt nur 15 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt, das ein Verbündeter Russlands ist, was sie zu einer potenziellen Route für einen erneuten russischen Vorstoß im Norden der Ukraine macht.
Welche Verteidigungsmaßnahmen ergreift das ukrainische Militär? +
Es werden Schützengräben ausgehoben, Schutzgalerien errichtet und entlang der Straßen hohe Metallkonstruktionen mit Netzen zum Schutz vor Drohnenangriffen installiert. Außerdem wurde eine wichtige Eisenbahnbrücke zerstört, um deren Nutzung durch russische Streitkräfte zu verhindern.
Was sind 'Anti-Drohnen-Tunnel'? +
Das sind mehrere Kilometer lange geschützte Korridore, die mit Netzen bedeckt sind und deren Bau Ende Juli 2026 gefilmt wurde. Sie dienen der verdeckten Bewegung von Militär und Ausrüstung, außerhalb der Reichweite feindlicher Aufklärungs- und Angriffsdrohnen.
Woher stammen diese Informationen? +
Die Hauptquelle ist ein Bericht des deutschen Mediums Der Spiegel vom 10. August 2026, der von zahlreichen ukrainischen und internationalen Kanälen wie UNIAN, NOELREPORTS UA und RVvoenkor verbreitet wurde.

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