Ukrainische Drohnen treffen Lagerhaus 1700 km von der Grenze entfernt
Im Logistikzentrum von Wildberries in Jekaterinburg brach ein Feuer aus, das Unternehmen bestätigt die rechtzeitige Evakuierung der Mitarbeiter.
Im Logistikzentrum von Wildberries in Jekaterinburg brach ein Feuer aus, das Unternehmen bestätigt die rechtzeitige Evakuierung der Mitarbeiter.
Das Logistikzentrum des russischen Online-Händlers Wildberries in Jekaterinburg wurde am Morgen des 7. August 2026 von einem Feuer erfasst, nachdem es von ukrainischen Drohnen getroffen worden war. Der Angriff ereignete sich an einem Ort, der etwa 1700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt liegt, was erneut die Fähigkeit Kiews verdeutlicht, Ziele tief im russischen Hinterland zu treffen.
Die Information über den Vorfall wurde auch vom Unternehmen selbst über seinen offiziellen Telegram-Kanal bestätigt. "Am Logistikstandort des Unternehmens in Jekaterinburg sind Feuerwehrkräfte im Einsatz, aufgrund des Angriffs kam es zu einem Brand. Am Standort wurde eine rechtzeitige Evakuierung durchgeführt", teilte Wildberries mit. Der ukrainische Telegram-Kanal Operativno ZSU berichtete ebenfalls über das getroffene Lager und erklärte, dass "in Jekaterinburg am Morgen ein weiteres Wildberries-Lager getroffen wurde", das Feuer wird auch vom Pressedienst des Unternehmens bestätigt.
Auf der Social-Media-Plattform X veröffentlichte das Profil OSINTtechnical eine Aufnahme des Einschlags der Drohne FP-2 im Distributionszentrum. Nach Angaben des ukrainischen Telegram-Kanals Exilenova, der ebenfalls den Moment des Angriffs veröffentlichte, wurde für den Schlag eine Drohne namens "Ljutij" verwendet. UNIAN Ukraine kommentierte die Nachricht sarkastisch, dass "der Morgen in den Wildberries-Lagern in Jekaterinburg nicht gerade gut ist".
Dies ist kein isolierter Vorfall. Nach verfügbaren Informationen greifen ukrainische Drohnen fast täglich Logistikzentren von Wildberries an, und bisher wurden bereits mehr als 20 Lagerhäuser des Unternehmens in ganz Russland angegriffen, was auf eine systematische Kampagne zur Störung der russischen Logistikinfrastruktur hindeutet.