Ukrainische Rekrutierungsbeamte in Odessa schlugen Zivilisten, 10 Verdächtige
Das Staatliche Ermittlungsbüro dokumentierte 15 Fälle systematischen Missbrauchs während der Mobilisierung, darunter Schläge, Tränengas und das Überfahren mit einem Auto.
Das Staatliche Ermittlungsbüro dokumentierte 15 Fälle systematischen Missbrauchs während der Mobilisierung, darunter Schläge, Tränengas und das Überfahren mit einem Auto.
Am Dienstag, dem 18. August 2026, berichtete das Staatliche Ermittlungsbüro der Ukraine (DBR), dass Mitarbeiter des Rekrutierungsbüros in der Region Odessa während der Mobilisierung regelmäßig Zivilisten misshandelten. Unter Berufung auf den Kyiv Post berichtet Index.hr, dass die Ermittler 15 Fälle registriert haben, in denen zehn Militärangehörige angeblich Bürger geschlagen, Tränengas eingesetzt und sie zwangsweise in das Rekrutierungszentrum gebracht haben.
Nach Angaben des Generalstaatsanwalts der Ukraine, Ruslan Kravchenko, werden zehn Militärangehörige aus einem Bezirks-Territorialzentrum für Rekrutierung und soziale Unterstützung (TCC) in Odessa verdächtigt, ukrainische Bürger illegal ihrer Freiheit beraubt und gefoltert zu haben. Die Fälle wurden im Rahmen einer Operation namens "Ehrliche Rekrutierung" aufgedeckt, die mit Unterstützung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte durchgeführt wird.
Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Gruppen des TCC in der Region Odessa. Laut DBR verhielten sich die Mitglieder dieser Gruppen gewalttätig gegenüber Zivilisten, schlugen sie, besprühten sie mit Tränengas und brachten sie gegen ihren Willen in die Räumlichkeiten des Zentrums. In einem Fall versuchte ein Mann, vor der Gruppe zu fliehen, die ihm einen Mobilisierungsbescheid übergeben wollte, und während der Verfolgung fuhr der Fahrer des Dienstfahrzeugs des TCC ihn mit dem Auto an.
Ein anderer Mann wurde laut Ermittlungen gewürgt, geschlagen, in Handschellen gelegt und unter Drohungen nach dem Passwort für sein Telefon gefragt. Bisher wurden mindestens acht Opfer identifiziert, berichtet RVvoenkor unter Berufung auf Angaben von Generalstaatsanwalt Kravchenko.
Das DBR erklärte, dass das Ziel der Ermittlungen darin besteht, Folter und illegale Gewalt zu unterbinden, die von offiziellen Personen während der Mobilisierung ausgeübt werden. Die Behörde hat bisher nicht bekannt gegeben, wer die verdächtigen Soldaten sind, und es wurde auch nicht bestätigt, ob formelle Anklagen gegen sie erhoben wurden.
Die Vorfälle in Odessa werfen Fragen zur Durchführung der Mobilisierung unter Kriegsbedingungen auf, während die ukrainischen Behörden versuchen, die Kontrolle über die Arbeit der Rekrutierungszentren zu verstärken.