Ukrainischer Teenager tritt der russischen Armee bei
Gleichzeitig kündigt Präsident Selenskyj 'angemessene Antworten' an, nachdem ein russischer Angriff auf Odessa zu einem massiven Stromausfall geführt hat.
Gleichzeitig kündigt Präsident Selenskyj 'angemessene Antworten' an, nachdem ein russischer Angriff auf Odessa zu einem massiven Stromausfall geführt hat.
Russland hat in der Nacht zum Sonntag, dem 9. August 2026, einen heftigen Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen auf die ukrainische Küstenregion Odessa durchgeführt, der zu großen Unterbrechungen der Stromversorgung führte. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte in seiner abendlichen Videoansprache Vergeltung an und erklärte, die Ukraine sei zu "angemessenen Antworten" auf jeden russischen Angriff bereit.
"Heute Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; inzwischen ist ein Drittel wieder versorgt", sagte Selenskyj. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Personen verletzt, und die Arbeiten zur Schadensbehebung und vollständigen Wiederherstellung der Versorgung sind im Gange.
Präsident Selenskyj betonte, dass der Krieg für "alle Russen zu Hause" immer spürbarer werde. Er bestätigte die Fortsetzung ukrainischer Angriffe auf die russische Ölindustrie und andere kritische Infrastruktur. "Der einzige Grund, warum dies immer noch andauert, ist die mangelnde Bereitschaft Russlands, diesen Krieg zu beenden", sagte Selenskyj. Er betonte auch die dringende Notwendigkeit der Lieferung von Flugabwehrraketensystemen, insbesondere von Patriot-Systemen, durch die Verbündeten.
Während die Kämpfe andauern, berichtet die britische Zeitung The Times eine ungewöhnliche Geschichte, die die komplexen menschlichen Schicksale im Krieg widerspiegelt. Alexander Mustyace, ein Teenager aus dem Dorf Krynky in der Region Cherson, der von den ukrainischen Behörden als vermisst geführt wurde, trat nach Erreichen der Volljährigkeit der russischen Armee bei.
Die russischen Streitkräfte besetzten Krynky kurz vor seinem 15. Geburtstag. Danach war sein Schicksal unbekannt, bis Fotos auftauchten, auf denen der 19-jährige Mustyace in russischer Militäruniform mit dem "Z"-Symbol posiert. In einer Erklärung gegenüber The Times sagte der junge Mann, er betrachte sich nicht als Verräter der Ukraine, und erklärte, dass Russland nach seinen Worten schon immer einen wichtigen Platz in seinem Leben eingenommen habe.