Der Urlaub wird für immer mehr Kroaten zum Luxus, besonders ausgeprägt ist dies bei Rentnern, die offen zugeben, dass sie wegen geringer Einkünfte seit Jahren nicht am Meer waren. Zagreb.info führte eine Umfrage unter Bürgern durch, und die Antworten zeigen geteilte Erfahrungen.
Vera: 'Kaffee in Rovinj billiger als in Zagreb'
Vera verbrachte dieses Jahr ihren Urlaub in Rovinj und sagt, dass die Preise für einige Dienstleistungen sogar günstiger sind als in der Hauptstadt. "Ja, in Rovinj. Die Preise sind für mich in Ordnung. Manche Dinge sind sogar billiger als in Zagreb, zum Beispiel Kaffee. In unserem Viertel dort kostet der Kaffee zwei Euro, hier ist er teurer", erzählte sie.
Josipa: '15 Jahre nicht am Meer gewesen'
Eine völlig andere Erfahrung macht die Rentnerin Josipa, die aus finanziellen Gründen seit 15 Jahren nicht im Urlaub war. "Nein, fünfzehn Jahre war ich nicht, weil ich kein Geld habe. Zu viel für uns Rentner, obwohl ich eine junge Rentnerin bin, aber es ist zu viel", sagte sie und fügte hinzu, dass sie sich einen Urlaub "vielleicht für einen Tag" leisten könnte.
Ähnlich äußert sich Dubravka, die das letzte Mal vor etwa zehn Jahren am Meer war. "Nein, nicht, aus finanziellen Gründen. Die Preise in Kroatien sind katastrophal. Wir können nicht mehr davon leben, geschweige denn noch etwas davon", sagte sie.
Emil: 700 Euro für drei Wochen bei Verwandten
Der junge Emil zeigte, dass man mit einem guten Verwandtschaftsnetzwerk deutlich günstiger davonkommen kann. Für einen Aufenthalt von drei Wochen am Meer gab er etwa 700 Euro aus. "Na ja, am Meer war ich meistens, etwa drei Wochen und ungefähr 700 Euro. Ich bin zu meinen Leuten gegangen, deshalb, zu meiner Cousine und meinem Cousin", erzählte er.
Günstig kam auch die Rentnerin Miljana davon, die von einer Freundin in Rijeka beherbergt wurde. "Ja, ja, bei einer Freundin in Rijeka. Ich habe nichts bezahlt, also so. Sie hat mich wirklich bewirtet, sonst könnte ich mit dieser Rente und den Einkünften auf keinen Fall", sagte sie. Auf die Frage nach den Preisen antwortete sie: "Schrecklich, und die Renten zu klein, also Leben Armut, hier."
Die andere Miljana geht erst ans Meer
Ihre Namensvetterin wird erst in den Urlaub in der Nähe von Vodice fahren, teilt aber eine ähnliche Meinung über die Preise. "Nein, erst Jahresurlaub ab nächster Woche. In der Nähe von Vodice. Die Preise sind teuer für das, was geboten wird", sagte sie.
Auf die Frage, was am teuersten sei, nannten die Passanten die Unterkunft als Hauptproblem. "Da wird richtig abkassiert bei der Unterkunft. Cafés sind okay", sagten einige, während andere hinzufügten: "Es kommt darauf an, ob man morgens einen Kaffee trinken geht, die Cafés in der Stadt oder abends, wenn man ausgeht."