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Rentner aus Orahovica zahlt 80.000 Euro, verliert 120.000 Euro

Die Polizeistation Orahovica hat Strafanzeige gegen unbekannte Täter erstattet, und die Polizeidirektion Virovitica-Podravina warnt die Bürger vor immer häufigeren Online-Betrügereien.

Foto: Wikipedia (Orahovica)
Kurz gesagt
  • Ein Rentner (75) aus Orahovica wurde um 120.000 Euro in einem falschen Kryptowährungs-Investitionsschema betrogen.
  • Die Betrüger zogen 200 Euro von seiner Karte ab und überredeten ihn dann, 80.000 Euro in bar zu übergeben und weitere 40.000 Euro zu überweisen.
  • Die Polizeistation Orahovica hat Anzeige erstattet und führt kriminalpolizeiliche Ermittlungen durch.
  • Die Polizei warnt die Bürger vor Vorsicht und rät, keine Daten mit ungeprüften Quellen zu teilen.

Insgesamt 120.000 Euro, das ist der Betrag, den Betrüger unter Vorspiegelung lukrativer Krypto-Investitionen in mehreren Schritten von einem 75-jährigen Mann aus der Region Orahovica erbeutet haben. Als er erkannte, dass er auf einen ausgeklügelten Finanzbetrug hereingefallen war, meldete er den Fall der Polizei.

Von der Anzeige bis zur ersten Abbuchung von 200 Euro

Alles begann Mitte Juli 2026, als sich der Geschädigte auf eine Anzeige für den Handel mit Kryptowährungen meldete. Kurz darauf kontaktierte ihn eine Person, die sich als Broker ausgab und die Daten seiner Bankkarte verlangte; von seinem Konto wurde sofort ein Anfangsbetrag von 200 Euro abgebucht, ein bloßer Auftakt zu einem weitaus größeren Schaden.

Kurz darauf meldete sich ein zweiter Akteur bei dem Opfer, diesmal als Mitarbeiter einer Investmentgesellschaft. Er überzeugte den 75-Jährigen, dass sein Geld außergewöhnliche Gewinne erziele, und drängte ihn, weitere Zahlungen zu leisten, wobei er schnelle und leichte Gewinne versprach.

Kurier mit falschen Quittungen

Die Betrüger unternahmen dann einen ungewöhnlichen Schritt: Zweimal kam ein unbekannter Mann zur Wohnadresse in Orahovica, dem der Geschädigte persönlich insgesamt 80.000 Euro in bar übergab. Für jede Übergabe erhielt er gefälschte Quittungen über die Geldübergabe, Dokumente, die ihm ein trügerisches Sicherheitsgefühl gaben.

Den Restbetrag von etwa 40.000 Euro überwies der 75-Jährige auf Bankkonten. Die falschen Firmenvertreter überzeugten ihn, dass es sich um die Deckung erfundener Steuer- und Gebührenkosten handele, die angeblich notwendig seien, um ihm den angesammelten Gewinn auszuzahlen. Der versprochene Gewinn kam jedoch nie auf seinem Konto an.

Anzeige und kriminalpolizeiliche Ermittlungen

Der Geschädigte meldete den Vorfall der Polizeistation Orahovica, die Strafanzeige gegen unbekannte Täter wegen des Verdachts auf Betrug erstattete. Von der Polizeidirektion Virovitica-Podravina wurde bestätigt, dass Polizeibeamte kriminalpolizeiliche Ermittlungen durchführen und der zuständigen Staatsanwaltschaft einen Sonderbericht vorlegen werden.

Anlässlich dieses Falles richtete die Polizei auch eine Reihe von Ratschlägen an die Bürger, wobei sie besonders vor Investitionen in Kryptowährungen warnte und empfahl, jegliche Zahlungen an ungeprüfte Personen und Plattformen zu vermeiden. „Vertrauen Sie nicht unbekannten Personen, die Sie telefonisch oder über das Internet kontaktieren und schnellen Gewinn versprechen. Seien Sie vorsichtig, wenn jemand Sie zu sofortigen Zahlungen drängt“, so die Polizei, die die Bürger daran erinnert, niemals persönliche und finanzielle Daten mit ungeprüften Quellen zu teilen und stets die Glaubwürdigkeit der Plattform gründlich zu prüfen, bevor sie sich entscheiden, Geld zu investieren. Bei Verdacht auf Betrug sollte man sich umgehend an die nächste Polizeistation wenden.

Häufige Fragen
Wie begann der Betrug in Orahovica? +
Der 75-Jährige meldete sich Mitte Juli 2026 auf eine Anzeige für den Handel mit Kryptowährungen, woraufhin ihn ein falscher Broker kontaktierte und die Daten seiner Bankkarte verlangte.
Wie viel Geld hat der Rentner insgesamt verloren? +
Laut Polizeibericht wurde er um insgesamt 120.000 Euro betrogen. Davon übergab er 80.000 Euro in bar und überwies 40.000 Euro auf Konten.
Welche Ratschläge gibt die Polizei zum Schutz vor Online-Betrug? +
Die Polizei rät zu Vorsicht bei Investitionen in Kryptowährungen, zur Vermeidung von Zahlungen an ungeprüfte Personen und zum Teilen finanzieller Daten sowie zur Überprüfung der Glaubwürdigkeit von Plattformen.
Was tun, wenn Sie Betrug vermuten? +
Bei Verdacht auf Betrug wenden Sie sich sofort an die zuständige Polizeidienststelle und melden Sie den Fall.

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