Nach der Kollision eines Personen- und eines Güterzugs, die sich am Samstag bei Bjelovar ereignete, ergriffen alle Rettungskräfte schnelle und entschlossene Maßnahmen, um die Verletzten zu versorgen und einen möglichen Brand zu verhindern. Am Unfallort trafen bald der Vizepremier Tomo Medved, die Direktorin des Instituts für Notfallmedizin Maja Grba Bujević sowie der Feuerwehrkommandant Slavko Tucaković ein.
Vizepremier Medved lobte die Reaktion aller Beteiligten. "Sie sind schnell und menschlich an die Aufgabe herangegangen, um die Verletzten in kürzester Zeit zu retten und in geeignete Einrichtungen zu bringen. Sie haben auch alle Maßnahmen am Unfallort ergriffen, um einen eventuellen Brand zu stoppen und eine größere Katastrophe zu verhindern", betonte Medved in einer Stellungnahme für N1. Er dankte auch den Landräten, die alle Dienste in kürzester Zeit mobilisiert hatten.
Notfallmedizin mit sieben Teams aus drei Gespanschaften im Einsatz
Die Direktorin des Instituts für Notfallmedizin, Maja Grba Bujević, gab Details zur medizinischen Versorgung bekannt. "Wir haben 20 Patienten untersucht, sechs Personen wurden schwer verletzt und als Prioritätspatienten zur weiteren Behandlung transportiert, drei nach Rebro, einer nach Dubrava und einer in Bjelovar", sagte Grba Bujević. Sie fügte hinzu, dass die schwersten Verletzungen Kopf-, Wirbelsäulen- und Brustkorbverletzungen umfassten, während die übrigen Passagiere leichtere Verletzungen wie Prellungen, Schürfwunden und großen Stress erlitten. Zum Zeitpunkt der Stellungnahme hatte sie keine Information darüber, ob die Schwerverletzten lebensbedrohlich verletzt waren.
Der Notfallmedizinische Dienst mobilisierte sieben Bodenteams aus drei Gespanschaften, und auch der Hubschrauberdienst aus Zagreb war in die Aktion eingebunden und transportierte den am schwersten verletzten Passagier.
Feuerwehr verhinderte Brand und ökologischen Schaden
Der Feuerwehrkommandant Slavko Tucaković beschrieb den Verlauf des Feuerwehreinsatzes. Die Feuerwehr aus Križevci erhielt die Meldung über die Kollision um 10:05 Uhr und machte sich sofort auf den Weg, unterstützt von Kollegen aus Đurđevac mit einem Spezialfahrzeug für Unfallsituationen.
"Alle Passagiere wurden sehr schnell versorgt. Der Hubschrauber brachte den Schwerstverletzten weg, und sogar die Feuerwehrleute transportierten einige Leichtverletzte nach Koprivnica", berichtete Tucaković. Ein entscheidender Schritt war die vorbeugende Brandschutzmaßnahme. "Wir haben präventiv Schaum vor die beiden Lokomotiven aufgebracht, um einen Brand zu verhindern. Kraftstoff aus dem Tank der Lokomotive, etwa 1400 Liter, lief aus, wurde aber in Behälter umgefüllt und wird entsorgt", betonte der Kommandant.
Ermittlungen laufen, Staatsanwaltschaft eingeschaltet
Am Unfallort hat die Spurensicherung begonnen, die die Umstände des Unglücks klären soll. Der Leiter der Polizeidirektion Koprivnica-Križevci, Marijan Kirin, erklärte, er könne die Ergebnisse der Ermittlungen nicht vorwegnehmen. Neben der Polizei sind auch die Staatsanwaltschaft (DORH) und die Agentur für Eisenbahnunfälle an der Spurensicherung beteiligt.