Die Einwohner von Vinkovci müssen ab dem 1. September 2026 mit höheren Beträgen auf ihren Rechnungen für die Abholung von Hausmüll rechnen. Die Änderung erfolgt aufgrund eines neuen Konzessionsvertrags, wobei wichtig zu betonen ist, dass der grundlegende, feste Teil des Preises für die Dienstleistung unverändert bleibt. Dieser deckt die getrennte Sammlung von Papier, Kunststoff und Bioabfall ab und wurde zuletzt im Mai 2022 angepasst.
Was sich ändert, ist der variable Teil der Rechnung, der sich auf die Leerung der grünen Tonne für Restmüll bezieht. Ivan Bertić, Direktor des Unternehmens Nevkoš, das die Konzession für die Müllabfuhr in Vinkovci und den umliegenden Gemeinden innehat, präzisierte gegenüber Novosti.hr: "Für die Kategorie der Haushalte steigt der Preis für eine Leerung des grünen Behälters mit einem Fassungsvermögen von 120 Litern um 2,30 Euro."
Nach seinen Angaben leert ein durchschnittlicher Haushalt in der Stadt die Tonne 1,63 Mal pro Monat, was bedeutet, dass die durchschnittliche monatliche Rechnung um etwa 3,68 Euro steigen wird.
Deponiekosten in zwei Jahren um 64 Prozent gestiegen
Als Hauptgrund für die Preisanpassung nennt Bertić den starken Anstieg der Entsorgungskosten, auf den das lokale Unternehmen keinen Einfluss hat. "Der Preis für die Deponierung von Hausmüll betrug im Jahr 2023 noch 70 Euro pro Tonne. Heute liegt er bei 115 Euro pro Tonne, was einem Anstieg von ganzen 64 Prozent entspricht", betonte er.
Er wies auch darauf hin, dass der Preisdruck in naher Zukunft nicht nachlassen wird. "Darüber hinaus gibt es bereits jetzt Ankündigungen weiterer Preiserhöhungen für die Deponierung im Jahr 2027. Wenn man dazu die Unsicherheit auf dem Energiemarkt, steigende Kraftstoffpreise und die kontinuierlich steigenden Lohn- und Personalkosten hinzurechnet, wird deutlich, dass eine Preiskorrektur notwendig geworden ist, um die Dienstleistung auf dem gleichen Qualitätsniveau anbieten zu können", erklärte der Direktor von Nevkoš.
Die Rechnung liegt in den Händen der Bürger
Bertić betont dabei, dass die Höhe der Rechnung direkt vom Verhalten jedes Einzelnen abhängt. "Das ist vielleicht die wichtigste Botschaft. Jeder Nutzer kann durch richtige Mülltrennung die Höhe seiner Rechnung selbst beeinflussen. Je mehr Papier, Kunststoff, Bioabfall und andere recycelbare Abfälle aus dem Restmüll aussortiert werden, desto weniger Leerungen der grünen Tonne sind erforderlich, und entsprechend niedriger fällt die Rechnung aus", so seine Botschaft.
Die Statistiken des Unternehmens bestätigen, dass viele Bürger diesen Ansatz bereits übernommen haben. "Sogar 68 Prozent unserer Kunden lassen die grüne Tonne höchstens zweimal im Monat leeren. Das zeigt, dass die Bürger die Bedeutung der richtigen Mülltrennung erkannt haben und durch verantwortungsvolles Verhalten auch einen konkreten finanziellen Vorteil erzielen können. Genau deshalb möchten wir diese Praxis weiter fördern, denn sie bringt Vorteile für alle, sowohl für die Bürger als auch für das Abfallwirtschaftssystem und die Umwelt", schloss Bertić.