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West-Nil-Virus wütet in Europa: 241 Fälle

Italien führt mit 139 Infizierten, Griechenland verzeichnet 61 Fälle, und die WHO warnt Reisende vor erhöhter Vorsicht.

Foto: Wikipedia (Virus Zapadnog Nila)
Kurz gesagt
  • Das ECDC meldete am 8. August 2026, dass in dieser Saison in Europa 241 Fälle des West-Nil-Virus registriert wurden.
  • Italien führt mit 139 Fällen, Griechenland mit 61, während in sechs weiteren europäischen Ländern Fälle bestätigt wurden.
  • Für das Virus gibt es weder Impfstoff noch Medikamente, und die WHO warnt Reisende vor erhöhter Vorsicht und Schutz vor Mücken.
  • Wissenschaftler vermuten, dass die tatsächliche Zahl der Infizierten viel höher ist, da die meisten Menschen keine Symptome haben.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) veröffentlichte am Freitag, den 8. August 2026, einen besorgniserregenden Wochenbericht, wonach in Europa seit Beginn der Übertragungssaison des West-Nil-Virus insgesamt 241 Infektionsfälle registriert wurden. Die Daten wurden bis Mittwoch erfasst, und die am stärksten betroffenen Länder liegen in unmittelbarer Nachbarschaft Kroatiens.

Italien und Griechenland sind die größten Hotspots

Mit Abstand die meisten Erkrankungen, nämlich 139, wurden in Italien bestätigt. Es folgt Griechenland mit 61 Fällen, während die übrigen Infektionen über Süd- und Mitteleuropa verteilt sind. Spanien meldete 17 Fälle, Nordmazedonien 13, Rumänien sechs, Frankreich vier und Deutschland einen Fall.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte bereits Ende Juli zu erhöhter Vorsicht aufgerufen, nachdem sie einen Anstieg des West-Nil-Fiebers in Südeuropa festgestellt hatte. Das Virus wird normalerweise zwischen Mücken und Vögeln übertragen, aber infizierte Mücken können auch Menschen stechen, insbesondere in der Zeit von Juli bis September.

Hohe Dunkelziffer

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind sich die meisten Infizierten nicht bewusst, dass sie das Virus in sich tragen. Wissenschaftler gehen daher davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher ist als die offiziell gemeldete. Obwohl die meisten Fälle ohne Symptome oder mit milden Beschwerden verlaufen, kann die Krankheit in schweren Fällen das Nervensystem angreifen und schwerwiegende Komplikationen wie Enzephalitis und Meningitis verursachen.

Kein Impfstoff und keine Medikamente

Besonders besorgniserregend ist die Tatsache, dass es für das West-Nil-Virus weder einen Impfstoff noch ein spezifisches Medikament gibt. Ärzte können nur die Symptome der Erkrankten lindern. Die WHO rät Reisenden daher, sich vor Mückenstichen zu schützen, indem sie langärmelige Kleidung tragen und Insektenschutzmittel verwenden, insbesondere wenn sie in betroffene Gebiete in Italien, Griechenland und anderen Ländern mit bestätigten Fällen reisen.

Häufige Fragen
Wie wird das West-Nil-Virus übertragen? +
Das Virus wird normalerweise zwischen Mücken und Vögeln übertragen, aber infizierte Mücken können auch Menschen stechen und infizieren, meist zwischen Juli und September.
Gibt es einen Impfstoff oder Medikamente gegen dieses Virus? +
Es gibt weder einen Impfstoff noch ein spezifisches Medikament. Ärzte können nur die Symptome der Erkrankten behandeln.
Welche Länder sind am stärksten betroffen? +
Laut dem ECDC-Bericht hat Italien die meisten Fälle (139), gefolgt von Griechenland (61). Fälle wurden auch in Spanien, Nordmazedonien, Rumänien, Frankreich und Deutschland registriert.
Wie kann ich mich vor einer Infektion schützen? +
Die WHO empfiehlt das Tragen geeigneter Kleidung und die Verwendung von Insektenschutzmitteln, um das Risiko von Mückenstichen zu verringern.

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