Ritterliches Alkaren-Gesellschaft rettet einzigartige Kutsche von 1873
Nach mühsamer zehnmonatiger Restaurierung erstrahlt im Hof der Alkaren-Höfe in Sinj wahrscheinlich das einzige erhaltene Exemplar der Kutsche 'Viktorija' weltweit.
Nach mühsamer zehnmonatiger Restaurierung erstrahlt im Hof der Alkaren-Höfe in Sinj wahrscheinlich das einzige erhaltene Exemplar der Kutsche 'Viktorija' weltweit.
Im Hof der Alkaren-Höfe in Sinj wird seit dem 8. August 2026 ein außergewöhnliches Kulturexponat ausgestellt, die vollständig restaurierte, einzigartige Kutsche vom Typ 'Viktorija' aus dem Jahr 1873. Dieses wertvolle Artefakt, ganze 153 Jahre alt, wurde von der Ritterlichen Alkaren-Gesellschaft vor dem völligen Verfall gerettet, und die Restaurierung wurde vom Sinjer Meister Ognjen Kolak geleitet.
Es handelt sich höchstwahrscheinlich um das einzige erhaltene und funktionsfähige Exemplar dieser Kutsche weltweit. Sie wurde in der bekannten Fabrik 'Gustav Koller' im österreichischen Graz hergestellt, und ihr außergewöhnlicher Wert wird durch Daten aus österreichischen Museen bestätigt. Obwohl Koller für die Herstellung erstklassiger Kutschen bekannt war, besitzen sie in ihren Sammlungen kein einziges erhaltenes Exemplar. Eine weitere Bestätigung des Alters liefert die Tatsache, dass das Unternehmen, das die 'Federn' für diese Kutsche herstellte, bereits im Jahr 1900 in Konkurs ging.
Die Restaurierung dauerte mehr als zehn Monate, und die Kutsche befand sich in einem äußerst desolaten Zustand. Der Restaurator Ognjen Kolak beschrieb den Prozess als langwierig und mühsam und betonte, dass einige Techniken erst erlernt werden mussten, um sie anwenden zu können.
"Einige Dinge mussten wir erst lernen, wie sie gemacht werden, und erst als wir es gelernt hatten, haben wir es bei der Restaurierung angewendet, so wie es die Meister gemacht haben. Nicht alles ist völlig identisch, weil wir diese Bedingungen nicht erreichen konnten, zum Beispiel das Biegen der Kotflügel, die mit einer Dampfmaschine gebogen wurden, und das konnten wir nicht erreichen", erklärte Kolak gegenüber dem Portal Ferata.
Im gesamten Prozess wurde auf jedes Detail geachtet, um eine hundertprozentige Authentizität zu erhalten. Die Vision war, dass die Kutsche stolz im zukünftigen Museum der Sinjer Alka stehen würde. Aufgrund von Geldmangel wurden jedoch nur minimale, fast unmerkliche Zugeständnisse gemacht. So wurde für die Polsterung des Innenraums anstelle von zu teurem echtem Leder ein optisch identisches, aber erschwinglicheres Material verwendet.
Neben dem Hauptmeister Kolak spielten auch Marko Vuković Lača, der an der Mechanik arbeitete, und Miro Gusić, der für die präzise Polsterung des Innenraums zuständig war, Schlüsselrollen bei der Restaurierung.
Von den neuen Details an der Kutsche stechen nur der neue Bezug und die Inschrift mit dem Jahr der Restaurierung hervor, die neben dem restaurierten historischen Wappen der Ritterlichen Alkaren-Gesellschaft steht. Im Inneren der Struktur befindet sich auch eine Botschaft für diejenigen, die die Kutsche in Zukunft wieder zerlegen und warten werden. Obwohl der Rest des Textes der Öffentlichkeit unbekannt ist, verrät der letzte Satz die Emotion, die in die Arbeit gesteckt wurde: "Unser Wunsch ist, dass ihr die Alka genießt, so wie wir sie genossen haben."
An einem verborgenen Ort in der Kutsche haben sich die drei Restauratoren verewigt und unter ihre Namen auch den Namen ihres Freundes Goran Šabić aufgenommen, der kurz nach Abschluss der Restaurierung verstorben ist.