Auf dem Gelände des ehemaligen Industriekomplexes PPK Velebit in Gospić haben Gutachter rund 37.000 Tonnen gemischten Abfalls registriert. Der Befund wurde von USKOK veröffentlicht und von Riportal übernommen, wodurch die Affäre um illegale Ablagerungen erneut in den Vordergrund rückte.
Es handelt sich um das Gelände in der Bilajska ulica, auf dem laut Gutachten Kontaminationen festgestellt wurden, die weit über das eigentliche Deponiegelände hinausreichen. Die Auswirkungen erstrecken sich nämlich auf einen Streifen von etwa 50 bis 200 Metern um den Komplex.
Wie ist der Zustand von Boden und Grundwasser
Die Befunde der Geotechnischen Fakultät bestätigten eine Bodenkontamination mit Mikroplastik und erhöhten Konzentrationen bestimmter Metalle. Im Grundwasser unterhalb des Komplexes wurden PFAS-Verbindungen, sogenannte "ewige Chemikalien", entdeckt.
Die Gutachter warnen, dass ohne eine durchgeführte Sanierung das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Kontamination über das Grundwasser besteht. Das Problem ist also nicht auf das Grundstück selbst beschränkt, sondern bedroht das weitere Umfeld.
Was wurde alles im Abfall gefunden
Unter den Materialien am Standort wurden Rückstände aus der Behandlung elektrischer und elektronischer Geräte, Kunststoffe, Bau- und mineralische Materialien sowie Teile von medizinischem Abfall gefunden. Einzelne analysierte Proben zeigten ökotoxische Eigenschaften.
Die Gutachter bestätigten jedoch nicht, dass alle 37.000 Tonnen in die Kategorie gefährlicher Abfälle fallen. Net.hr nennt in seinem Bericht die Zahl von 37.000 Tonnen, während in der Bildbeschreibung 35.000 erwähnt werden; der Unterschied resultiert wahrscheinlich aus Rundungen oder verschiedenen Berichtsphasen.
Anwohner fordern Sanierung, Behörden streiten
Die lokale Bevölkerung fordert seit längerem die Beseitigung des Abfalls und transparente Informationen über mögliche Umweltfolgen. Der Fall hat nun erneut starke Reaktionen ausgelöst.
Parallel dazu läuft eine politische Debatte. Premierminister Andrej Plenković hat in den letzten Tagen einen Teil der Opposition beschuldigt, Panik zu erzeugen und Desinformationen zu verbreiten, während Oppositionsparteien und Bürgerinitiativen eine sofortige Sanierung, eine kontinuierliche Überwachung der Gewässer und die Klärung der Verantwortlichkeit für die illegale Ablagerung fordern.
Während sich die Zuständigen um die Darstellung streiten, bleibt die Last von 37.000 Tonnen vor Ort, und mit ihr das Risiko, das die Gutachter nicht geleugnet haben.