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Gutachter messen in Gospić 37.000 Tonnen Abfall

Befunde der Geotechnischen Fakultät bestätigen Bodenkontamination mit Mikroplastik und Metallen, im Grundwasser wurden PFAS-Verbindungen gefunden. Die lokale Bevölkerung fordert eine sofortige Sanierung.

Foto: Wikipedia (Gospić)
Kurz gesagt
  • Auf dem Gelände des ehemaligen Komplexes PPK Velebit in Gospić wurden rund 37.000 Tonnen gemischten Abfalls gefunden.
  • Gutachter entdeckten im Boden Mikroplastik und erhöhte Metallwerte, im Grundwasser PFAS-Verbindungen.
  • Premierminister Plenković beschuldigt die Opposition, Panik zu verbreiten, während Anwohner eine sofortige Abfallbeseitigung und Sanierung fordern.

Auf dem Gelände des ehemaligen Industriekomplexes PPK Velebit in Gospić haben Gutachter rund 37.000 Tonnen gemischten Abfalls registriert. Der Befund wurde von USKOK veröffentlicht und von Riportal übernommen, wodurch die Affäre um illegale Ablagerungen erneut in den Vordergrund rückte.

Es handelt sich um das Gelände in der Bilajska ulica, auf dem laut Gutachten Kontaminationen festgestellt wurden, die weit über das eigentliche Deponiegelände hinausreichen. Die Auswirkungen erstrecken sich nämlich auf einen Streifen von etwa 50 bis 200 Metern um den Komplex.

Wie ist der Zustand von Boden und Grundwasser

Die Befunde der Geotechnischen Fakultät bestätigten eine Bodenkontamination mit Mikroplastik und erhöhten Konzentrationen bestimmter Metalle. Im Grundwasser unterhalb des Komplexes wurden PFAS-Verbindungen, sogenannte "ewige Chemikalien", entdeckt.

Die Gutachter warnen, dass ohne eine durchgeführte Sanierung das Risiko einer weiteren Ausbreitung der Kontamination über das Grundwasser besteht. Das Problem ist also nicht auf das Grundstück selbst beschränkt, sondern bedroht das weitere Umfeld.

Was wurde alles im Abfall gefunden

Unter den Materialien am Standort wurden Rückstände aus der Behandlung elektrischer und elektronischer Geräte, Kunststoffe, Bau- und mineralische Materialien sowie Teile von medizinischem Abfall gefunden. Einzelne analysierte Proben zeigten ökotoxische Eigenschaften.

Die Gutachter bestätigten jedoch nicht, dass alle 37.000 Tonnen in die Kategorie gefährlicher Abfälle fallen. Net.hr nennt in seinem Bericht die Zahl von 37.000 Tonnen, während in der Bildbeschreibung 35.000 erwähnt werden; der Unterschied resultiert wahrscheinlich aus Rundungen oder verschiedenen Berichtsphasen.

Anwohner fordern Sanierung, Behörden streiten

Die lokale Bevölkerung fordert seit längerem die Beseitigung des Abfalls und transparente Informationen über mögliche Umweltfolgen. Der Fall hat nun erneut starke Reaktionen ausgelöst.

Parallel dazu läuft eine politische Debatte. Premierminister Andrej Plenković hat in den letzten Tagen einen Teil der Opposition beschuldigt, Panik zu erzeugen und Desinformationen zu verbreiten, während Oppositionsparteien und Bürgerinitiativen eine sofortige Sanierung, eine kontinuierliche Überwachung der Gewässer und die Klärung der Verantwortlichkeit für die illegale Ablagerung fordern.

Während sich die Zuständigen um die Darstellung streiten, bleibt die Last von 37.000 Tonnen vor Ort, und mit ihr das Risiko, das die Gutachter nicht geleugnet haben.

Häufige Fragen
Wie viel Abfall wurde am Standort des ehemaligen Komplexes PPK Velebit gefunden? +
Laut Gutachten wurden rund 37.000 Tonnen gemischten Abfalls gefunden, obwohl Net.hr an einer Stelle 35.000 Tonnen angibt.
Welche gefährlichen Stoffe wurden im Boden und im Grundwasser entdeckt? +
Im Boden wurden Mikroplastik und erhöhte Metallkonzentrationen gefunden, im Grundwasser PFAS-Verbindungen, sogenannte ewige Chemikalien.
Was fordern die lokalen Anwohner und Oppositionsparteien? +
Sie fordern eine sofortige Sanierung, die Beseitigung des Abfalls, eine systematische Überwachung der Gewässer sowie die Klärung der Verantwortlichkeit für die illegale Ablagerung.

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