Busfahrer schlägt Drohne mit Sprengstoff mit dem Fuß zu Boden
Mutige Reaktion verhindert möglichen Angriff auf NATO-Logistikdrehkreuz in Leipzig, Behörden leiten Anti-Terror-Ermittlungen ein.
Mutige Reaktion verhindert möglichen Angriff auf NATO-Logistikdrehkreuz in Leipzig, Behörden leiten Anti-Terror-Ermittlungen ein.
Am Flughafen Leipzig/Halle in Deutschland hat ein Busfahrer einen möglicherweise schwerwiegenden Vorfall verhindert, als er eine mit Sprengstoff beladene Drohne mit dem Fuß traf und zu Boden schlug. Diese außergewöhnliche Situation ereignete sich spät am Dienstagabend, dem 4. August 2026, und die Einzelheiten wurden am Freitag, dem 7. August, veröffentlicht.
Detlef Seif, ein hochrangiger Abgeordneter der regierenden konservativen CDU, beschrieb das Vorgehen des Fahrers als "mutige, aber gefährliche Tat". Nach seinem Bericht, der bisher detailliertesten, bemerkte der Fahrer das Fluggerät, das in geringer Höhe flog, während er am Flughafen arbeitete. Ohne zu zögern trat er nach der Drohne, die daraufhin in der Nähe zu Boden fiel.
Die Bundesanwaltschaft hat Anti-Terror-Ermittlungen eingeleitet und bezeichnete den Vorfall als schweren Angriff, der die nationale und internationale Sicherheit hätte beeinträchtigen können. Der Drohnenvorfall wurde am Mittwoch, dem 5. August, gemeldet.
Nach Informationen, die eine Sicherheitsquelle dem Fernsehsender ZDF mitteilte, war die Drohne mit professionellem Sprengstoff, einem Zünder und 5G-Antennen ausgestattet. Dies deutet auf die Möglichkeit einer Fernsteuerung über das Mobilfunknetz hin.
"Der Pilot könnte theoretisch in einem Café in Leipzig oder sogar im Ausland sitzen, er braucht nur Internet auf seinem Gerät", sagte Kristijan Kajzer, ein Experte für unbemannte Luftfahrzeuge, dem ZDF.
Die Behörden haben den Fahrer nicht namentlich genannt und auch nicht bekannt gegeben, woher die Drohne kam und wie sie in den gesperrten Bereich des Flughafens gelangen konnte. Nur einen Tag zuvor, in der Nacht zum 5. August, wurde am Flughafen neben einem ukrainischen Frachtflugzeug vom Typ An-124 eine Drohne mit Sprengstoff gefunden. Nach Medienberichten transportierte dieses Flugzeug Munition.
Der Flughafen Leipzig/Halle ist kein gewöhnlicher Passagierflughafen. Er dient als Hauptoperationsbasis für das NATO-Programm SALIS (Strategic Airlift International Solution), das Antonov-Flugzeuge für den Transport von Ausrüstung nutzt, einschließlich der Verstärkung der Ostflanke des Bündnisses. Der Flughafen wird auch von Logistikunternehmen wie DHL genutzt.
Der Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem die NATO ihre Bemühungen verstärkt, die Zusammenarbeit in der Verteidigungsindustrie zu beschleunigen. Das Bündnis startete am 7. Juli 2026 neue Initiativen zur Vereinfachung der Beschaffung und zur Erhöhung der Transparenz.