Längere Exposition gegenüber hohen Temperaturen kann ernsthafte gesundheitliche Folgen haben, von Dehydrierung und Blutdruckabfall bis hin zu Hitzschlag und Verschlimmerung chronischer Erkrankungen. Obwohl die Empfehlungen zum Schutz vor Hitze jedes Jahr wiederholt werden, betont das Kroatische Institut für öffentliche Gesundheit (HZJZ), wie wichtig es ist, informiert zu sein und diese zu befolgen, insbesondere während Hitzewellen.
Wie wirkt sich Hitze auf den Körper aus?
Der Körper wehrt sich gegen Hitze, indem er die Blutgefäße erweitert und schwitzt, doch der Flüssigkeitsverlust kann seine Funktion stören. Menschen mit Asthma und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sind besonders empfindlich, da Hitze bei ihnen Atembeschwerden, Bronchospasmen und einen reizenden Husten auslösen kann.
Hohe Temperaturen belasten auch das Herz-Kreislauf-System. Durch die Gefäßerweiterung kann der Blutdruck sinken, und Dehydrierung macht das Blut dickflüssiger, was das Risiko von Blutgerinnseln, Schlaganfall und Herzinfarkt erhöht. Flüssigkeitsmangel belastet zusätzlich die Nieren und kann das Risiko von Nierensteinen erhöhen.
Gefahren durch die Sonne und Hitzschlag
Übermäßige UV-Strahlung verursacht Sonnenbrand, beschleunigt die Hautalterung, schwächt das Immunsystem und erhöht das Risiko von Hautkrebs, während langfristige Exposition der Augen zur Entstehung von Grauem Star beitragen kann. Besondere Vorsicht wird für Neugeborene und Kleinkinder empfohlen, deren Haut empfindlicher ist.
Ein Hitzschlag tritt auf, wenn der Körper seine Temperatur plötzlich erhöht und sich nicht mehr effektiv abkühlen kann. Es gibt zwei Formen: die klassische, die vor allem ältere und wenig bewegliche Menschen bei längerem Aufenthalt in der Hitze betrifft, und die durch Anstrengung verursachte, die typisch für Sportler, Bauarbeiter und andere ist, die im Freien arbeiten. Zu den Symptomen gehören heiße und trockene Haut, Kopfschmerzen, Schwindel, Verwirrtheit, Krämpfe und Bewusstlosigkeit; bei ernsthaften Anzeichen sollte sofort ärztliche Hilfe gerufen werden.
Wie schützt man sich?
Das HZJZ rät, regelmäßig Wasser zu trinken und Alkohol, zuckerhaltige und koffeinhaltige Getränke zu meiden, die Dehydrierung fördern können. Man sollte nicht auf das Durstgefühl warten, und besonders auf Kinder und ältere Menschen achten, die Durst weniger stark wahrnehmen. Gute Optionen sind Wasser, ungesüßte Getränke, verdünnte Säfte, Suppen und elektrolytreiche Getränke.
Es wird empfohlen, direkte Sonneneinstrahlung zwischen 10 und 17 Uhr zu vermeiden, insbesondere für Kinder, Schwangere, ältere Menschen und chronisch Kranke. Wer im Freien arbeiten muss, sollte sich regelmäßig im Schatten ausruhen und ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen.
Zur Abkühlung des Körpers helfen Duschen mit lauwarmem Wasser, kalte Umschläge, leichte Kleidung aus natürlichen Materialien, Hut, Sonnenbrille und der Aufenthalt in klimatisierten Räumen. Räume kühlt man am besten nachts und früh morgens, tagsüber Fenster geschlossen und Rollläden heruntergelassen halten. Wenn eine Klimaanlage verwendet wird, sollte die Raumtemperatur nicht mehr als etwa 7 Grad unter der Außentemperatur liegen.
Ernährung und Hilfe für Gefährdete
Während einer Hitzewelle werden kleinere, leichtere Mahlzeiten mit mehr Flüssigkeit empfohlen, wie frisches Obst, Gemüse, leichte Suppen und Smoothies. Schwere, proteinreiche Kost, die den Körper zusätzlich belastet, sollte vermieden werden.
Es ist wichtig, auf ältere Menschen, chronisch Kranke und Alleinlebende zu achten. Man sollte überprüfen, ob sie ausreichend hydriert sind, sich in gekühlten Räumen aufhalten und Medikamente einnehmen, die den Flüssigkeitshaushalt beeinflussen können. Bei starker Schwäche, Schwindel, starkem Durst, Kopfschmerzen oder Krämpfen sollte man sofort in einen kühleren Raum gehen und Flüssigkeit zu sich nehmen; bei Bewusstlosigkeit, Verhaltensstörungen oder heißer, trockener Haut sofort den Notruf wählen.