Die Abgeordnete Vesna Vučemilović hat am Montag, dem 10. August 2026, in den sozialen Medien die Vorsitzende der Partei Možemo, Sandra Benčić, scharf kritisiert. Anlass war Benčićs Engagement in Gospić, wo sie laut Vučemilović in "billiges politisches Taktieren" verwickelt ist, während sie gleichzeitig ihre eigenen Versäumnisse aus der Zeit ignoriert, als sie den Umwelt- und Naturschutzausschuss des Parlaments leitete.
"Während Sandra Benčić durch Gospić paradierte und sich mit billigem politischem Taktieren beschäftigt, vergisst sie einige unangenehme Tatsachen", schrieb Vučemilović in einem Facebook-Post, wie Narod.hr berichtet.
Fall Donji Miholjac: "Der Gestank des Zagreber Mülls störte sie nicht"
Vučemilović erinnerte an den Fall aus der Zeit, als Benčić den Ausschuss leitete. "Bioabfall gemischt mit Hausmüll aus Zagreb wurde in die Umgebung von Donji Miholjac gebracht, bis die Inspektionen Kontrollen durchführten und ein Verbot aussprachen. Der Gestank des Zagreber Mülls, der die Bewohner von Donji Miholjac vergiftete und über den ich mehrfach im Parlament gesprochen habe, störte sie nicht", behauptete die Abgeordnete.
Mit dieser Aussage deutet sie an, dass Benčić als damalige Vorsitzende des für Umwelt zuständigen Parlamentsgremiums angesichts des Problems, das die Bürger Slawoniens direkt betraf, passiv war.
"Selektives Gedächtnis der Možemo-Sekte"
In ihrem Beitrag wählte Vučemilović keine Blatt vor den Mund. Sie nannte die gesamte Partei Možemo eine "Sekte" und beschuldigte sie der Heuchelei. "Selektives Gedächtnis und selektives Handeln der Možemo-Sekte sind ihre Arbeitsweise. Das Verkaufen von PR-Nebel ist alles, was sie können. Natürlich mit Verboten für alles Patriotische", so ihre Botschaft.
Hintergrund: Umweltbombe in Lika
Die Polemik findet im Schatten des großen Umweltskandals in Gospić statt. Auf dem Gelände von PPK Velebit/Bilajska wurde eine illegale Deponie mit geschätzten 35.000 bis 45.000 Tonnen gefährlichen Abfalls entdeckt, darunter Plastik, medizinischer Infektionsabfall und Schwermetalle. Der Abfall wurde im Karstgebiet vergraben, was eine ernsthafte Bedrohung für das Grundwasser darstellt. Aktuelle Analysen bestätigten Ökotoxizität und hohe Konzentrationen von Kupfer, Blei und Antimon.
Obwohl die Entdeckung seit mehr als anderthalb Jahren öffentlich ist, hat die Sanierung noch nicht begonnen. Die Kosten werden auf bis zu 50 Millionen Euro geschätzt. Ausschreibungen für die erste Phase, die etwa 3.500 Tonnen Abfall umfassen sollte, scheiterten mangels Angeboten. Die Bürger der Region Lika, die sich in der Initiative "Hodaj za Liku" (Geh für Lika) zusammengeschlossen haben, protestieren für Transparenz und eine sofortige Sanierung, während die Ermittlungen von USKOK geführt werden.