Die amerikanischen Börsen verzeichneten den dritten Rückgangstag in Folge, und die wichtigsten Indizes schlossen am 18. August 2026 im Minus. Der Dow Jones verlor 0,22 Prozent auf 53.343 Punkte, der S&P 500 fiel um 0,69 Prozent auf 7.691 Punkte, während der Nasdaq um 1,33 Prozent auf 26.289 Punkte nachgab.
Öl und Anleihen drücken den Markt nach unten
Im Fokus der Anleger standen die Ölpreise, die weiter stiegen, da es keine Fortschritte bei den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran gibt. Aus diesem Grund bleibt die Straße von Hormus, ein wichtiger Weg für den Ölexport aus dem Nahen Osten, weiterhin geschlossen. Steigende Ölpreise könnten die Inflation anheizen, was die Zentralbanken weltweit, einschließlich der US-Notenbank Fed, zu Zinserhöhungen zwingen könnte.
Aus diesem Grund steigen die Renditen auf US-Staatsanleihen. Die Rendite auf 30-jährige Anleihen erreichte den höchsten Intraday-Wert seit 2007, nämlich 5,337 Prozent, berichtet das Wall Street Journal. Steigende Renditen wirken sich traditionell negativ auf den Aktienmarkt aus, insbesondere auf den Technologiesektor.
Dominoeffekt: Von Verhandlungen zu Technologieaktien
Burns McKinney, Portfoliomanager bei NFJ Investment Group, beschrieb die Kettenreaktion, die den Markt belastet.
"Das ist wie ein Dominoeffekt. Die Friedensverhandlungen kommen nicht voran, was zu steigenden Ölpreisen führt. Das wiederum führt zu höherer Inflation und steigenden Anleiherenditen. Und immer wenn die Renditen steigen, geraten Technologieaktien unter Druck", sagte McKinney gegenüber Tportal.
Seine Worte wurden auch in den Zahlen bestätigt. Die Aktien im Informations- und Technologiesektor fielen im Durchschnitt um 1,9 Prozent, wobei Chiphersteller wie Nvidia und Micron Technology am stärksten unter Druck gerieten. Der PHLX-Index der Chiphersteller stürzte sogar um 5 Prozent ab.
Energiesektor als einziger Gewinner
Auf der anderen Seite stiegen die Aktien im Energiesektor, angetrieben durch die steigenden Ölpreise, im Durchschnitt um 1,8 Prozent. Das war ein seltener Lichtblick auf einem ansonsten roten Markt.
Europa folgt dem negativen Trend
Auch die europäischen Börsen blieben nicht verschont. Eine Ausnahme war der Londoner FTSE-Index, der um 0,07 Prozent auf 10.728 Punkte zulegte. Der Frankfurter DAX verlor 0,80 Prozent auf 26.128 Punkte, und der Pariser CAC fiel um 0,82 Prozent auf 8.509 Punkte.
Obwohl die Nachricht keinen direkten Bezug zu Kroatien hat, wirken sich die global steigenden Ölpreise und Anleiherenditen indirekt auf die kroatische Wirtschaft aus, durch höhere Energiekosten und eine möglicherweise restriktivere Geldpolitik.