Am heutigen Tag, dem 9. August 1963, wurde in Newark, New Jersey, Whitney Elizabeth Houston geboren, eine Sängerin, deren Stimme nur einmal in einer Generation vorkommt. Ihr Weg vom Kirchenchor zum Weltstar war geprägt von Rekorden, Auszeichnungen und zeitlosen Hits, aber auch von tiefen persönlichen Schmerzen, die ihre glanzvolle Karriere letztlich überschatteten.
Von der Kirche auf die Titelseiten
Sie wuchs in einer musikalischen Familie auf, ihre Mutter Cissy Houston war eine bekannte Gospel- und Soulsängerin sowie Chorleiterin, und ihre Cousine ist die Musiklegende Dionne Warwick. Ihre ersten musikalischen Schritte machte sie in der New Hope Baptist Church. Ihr Talent war unbestreitbar, und schon als Teenager trat sie mit ihrer Mutter auf. Ihre natürliche Schönheit führte sie auch in die Modewelt, wo sie 1981 als eine der ersten Afroamerikanerinnen auf dem Cover der Zeitschrift Seventeen erschien.
Der entscheidende Moment kam, als der legendäre Produzent Clive Davis von Arista Records sie in einem New Yorker Club entdeckte. Mit nur 19 Jahren unterschrieb sie einen Vertrag und stellte sich 1983 mit einem Auftritt in der Show "The Merv Griffin Show" der breiten Öffentlichkeit vor.
Eine Reihe von Rekorden und Filmruhm
Ihr Debütalbum "Whitney Houston" aus dem Jahr 1985 wurde zu einem weltweiten Phänomen, und die Singles "Saving All My Love for You" und "How Will I Know" eroberten die Spitzen der Charts. Zwei Jahre später brachte das Album "Whitney" den Hit "I Wanna Dance With Somebody (Who Loves Me)". In dieser Zeit schrieb sie Billboard-Geschichte, als sie die erste Künstlerin wurde, die sieben aufeinanderfolgende Songs auf Platz eins der Billboard Hot 100 platzierte.
Der Höhepunkt ihrer Popularität kam 1992 mit dem Film "Bodyguard", in dem sie an der Seite von Kevin Costner spielte. Ihre Interpretation von "I Will Always Love You", das ursprünglich von Dolly Parton geschrieben wurde, verbrachte vierzehn Wochen an der Spitze der US-Charts. Der Soundtrack gewann drei Grammys, darunter für Album und Aufnahme des Jahres, und wurde zum meistverkauften Filmsoundtrack aller Zeiten.
Die Ehe mit Bobby Brown und die private Hölle
Im selben Jahr 1992 heiratete sie den R&B-Sänger Bobby Brown. Was zunächst harmonisch schien, entwickelte sich bald zu einer Beziehung, die von Drogenabhängigkeit, emotionaler Gewalt und öffentlichen Skandalen belastet war. Brown verriet in seiner Autobiografie: "Ich glaube, wir haben aus völlig falschen Gründen geheiratet. Unsere Ehe war von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Jetzt ist mir klar, dass ich Liebe wollte und sie nur ein anderes Bild von sich in der Öffentlichkeit."
Houston selbst beschrieb in einem Interview mit ABC einen erschütternden Moment: "Er hat mich angespuckt, wirklich angespuckt. Und meine Tochter kam gerade die Treppe herunter und sah alles." Die Probleme mit Sucht und Gesundheit überschatteten zunehmend ihre Karriere, und die Reality-Show "Being Bobby Brown" beschädigte ihren Ruf weiter, indem sie familiäre Konflikte offenlegte.
Comeback und tragisches Ende
Nach der Scheidung von Brown im Jahr 2007 unterzog sich Whitney mit Hilfe ihrer Mutter einer Behandlung und veröffentlichte 2009 das Album "I Look to You". Obwohl das Publikum ihre musikalische Rückkehr gut aufnahm, sorgten ihre Konzertauftritte für geteilte Reaktionen, da ihre Stimme nicht mehr die alte war.
Whitney Houston starb am 11. Februar 2012 im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles, am Vorabend der Grammy-Verleihung. Die Quellen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Alters zum Zeitpunkt ihres Todes, Hype TV nennt 48 Jahre, während 24sata von 49 Jahren schreibt. Der offizielle Befund ergab, dass die Todesursache versehentliches Ertrinken war, wobei Herzerkrankungen und das Vorhandensein von Kokain als weitere Faktoren genannt wurden. Ihre Tochter Bobbi Kristina Brown starb 2015 unter Umständen, die an das Schicksal ihrer Mutter erinnerten.
Ein Vermächtnis, das nicht verblasst
Auch mehr als ein Jahrzehnt nach ihrem Tod lässt das Interesse an Whitney Houston nicht nach. 2018 wurde der Dokumentarfilm "Whitney" veröffentlicht, der neue Details über ihr Leben enthüllte, und ihre langjährige Freundin Robyn Crawford sprach in ihrem Buch "A Song for You: My Life with Whitney Houston" erstmals offen über ihre frühere Liebesbeziehung. Ihre Stimme eroberte erneut die Spitzen der Charts mit einem Remix des Hits "Higher Love" mit dem norwegischen DJ Kygo. 2020 wurde sie posthum in die Rock & Roll Hall of Fame aufgenommen, und anlässlich ihres Geburtstags erscheint gerade das Album "WH1TNEY", das alle 11 ihrer Singles versammelt, die Platz eins der Billboard Hot 100 erreichten.