Yamal mit 19 Jahren Weltmeister, Spanien zum zweiten Mal Weltmeister
Ferran Torres erzielt in der Verlängerung des Finales in New York das einzige Tor, und Lamine Yamal schreibt sich als viertjüngster Weltmeister der Geschichte ein.
Ferran Torres erzielt in der Verlängerung des Finales in New York das einzige Tor, und Lamine Yamal schreibt sich als viertjüngster Weltmeister der Geschichte ein.
Spanien hat zum zweiten Mal in seiner Geschichte den Weltmeistertitel gewonnen, indem es Argentinien im Finale der Weltmeisterschaft 2026 in New York mit 1:0 besiegte. Mit der Trophäe, die nach Barcelona geht, kommt auch eine außergewöhnliche statistische Notiz: Lamine Yamal ist mit seinen 19 Jahren der viertjüngste Weltmeister der Geschichte.
Das in New York bzw. New Jersey ausgetragene Finale brachte in der regulären Spielzeit von 90 Minuten keine Tore, die Entscheidung fiel erst in der 106. Minute der Verlängerung. Williams köpfte den Ball zurück zu Ferran Torres, der ihn unter die Latte zum 1:0-Endstand beförderte. Spanien holte sich damit 16 Jahre nach dem Titel bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika erneut die goldene Trophäe, diesmal bei einem Turnier, das gemeinsam von Kanada, Mexiko und den Vereinigten Staaten ausgerichtet wurde.
Besondere Aufmerksamkeit erregte die Statistik rund um Lamine Yamal. Der spanische Flügelstürmer des FC Barcelona hat sich mit nur 19 Jahren in die exklusive Riege der jüngsten Weltmeister der Geschichte eingereiht. Laut Daten des Telegram-Kanals FIFA WC 2026 ist der junge Spanier Vierter auf dieser Liste, hinter Pelé, der die WM 1958 im Alter von 17 Jahren gewann, Ronaldo Nazário, dem dies 1994 im selben Alter gelang, und Giuseppe Bergomi, der 1982 mit Italien im Alter von 18 Jahren triumphierte.
Der Gewinn der Weltmeisterschaft ist nur das neueste Juwel in Yamals bereits beeindruckender Trophäensammlung. Den verfügbaren Daten zufolge hat der 19-Jährige in seiner Karriere bisher drei Meistertitel in der La Liga, einen Europameistertitel mit der spanischen Nationalmannschaft, die Copa del Rey, die Supercopa de España und nun auch den Weltmeistertitel gewonnen. Es handelt sich um eine Trophäensammlung, die viele erfahrene Spieler nicht einmal in ihrer gesamten Karriere zusammenbringen, und Yamal steht erst am Anfang seines Weges.
Das Finale kommentierte auch die brasilianische Fußballlegende Ronaldo Nazário, der gegenüber der kroatischen Tageszeitung Večernji list betonte, dass ihn die Dominanz Spaniens nicht überrascht habe.
"Es war ein historischer Tag, denn Spanien hat von Anfang bis Ende dominiert, genau wie ich es erwartet habe", sagte Ronaldo Nazário.Der ehemalige brasilianische Stürmer betonte besonders, dass der Qualitätsunterschied zwischen den beiden Mannschaften keinen Raum für Zweifel ließ, selbst mit Lionel Messi.
"Der Qualitätsunterschied zwischen Spanien und Argentinien war enorm. Selbst mit Messi konnten sie Spanien nicht Paroli bieten", so Ronaldo Nazário.
Ronaldo Nazário äußerte sich auch zum Auftritt Argentiniens und betonte, dass der Weltmeister von 2022 im Finale nicht die Aggressivität und Energie gezeigt habe, die ihn während des gesamten Turniers ausgezeichnet hätten.
"Argentinien hat nicht denselben Kampfgeist gezeigt, der während der Meisterschaft ihre größte Stärke war", fügte der ehemalige brasilianische Nationalspieler hinzu.Die brasilianische Legende lobte auch den Spielstil der spanischen Nationalmannschaft und schloss mit der Bemerkung, dass Spanien
"eine fußballerische DNA, einen wunderschönen Spielstil"habe und dass
"die Art und Weise, wie sie heute spielen, die beste ist".
Für Spanien ist dies der zweite WM-Titel nach 2010 und die Bestätigung des Status als eine der dominantesten Nationalmannschaften des modernen Fußballs. Besondere Bedeutung erhält dieser Erfolg durch die Generation von Spielern um Lamine Yamal, der mit 19 Jahren bereits Teil der Fußballgeschichte ist. Ob der junge Barça-Spieler seine Trophäensammlung weiter füllen wird, werden die kommenden Saisons zeigen, aber eines ist sicher: Zum Zeitpunkt des WM-Gewinns konnte sich kaum ein Spieler in der Geschichte dieses Sports in so jungen Jahren mit einem solchen Lebenslauf rühmen.