Zagreber Polizist vom Dienst suspendiert
Nach kriminalistischer Untersuchung wurde Strafanzeige gegen ihn eingereicht, und ein Disziplinarverfahren vor dem Disziplinargericht des Innenministeriums folgt.
Nach kriminalistischer Untersuchung wurde Strafanzeige gegen ihn eingereicht, und ein Disziplinarverfahren vor dem Disziplinargericht des Innenministeriums folgt.
Die Polizeidirektion Zagreb hat einen eigenen Mitarbeiter vom Dienst suspendiert, der verdächtigt wird, in den Besitz eines Autos gelangt zu sein, das wegen einer in Slowenien begangenen Straftat gesucht wurde. Nach Informationen der Večernji list handelt es sich um ein Fahrzeug mit slowenischen Kennzeichen, das der Polizist in das Gebiet von Dugo Selo gebracht, dort geparkt und zurückgelassen hat, für das er jedoch keinerlei Eigentumsdokumente besaß.
Während der kriminalistischen Bearbeitung wurde festgestellt, dass der Verdacht besteht, dass der Polizist, um sich einen illegalen finanziellen Vorteil zu verschaffen, auf bisher unbekannte Weise das Eigentum an dem fraglichen Fahrzeug erlangt hat. Sein Ziel war es, so der Verdacht, das Fahrzeug widerrechtlich an sich zu bringen. Die Polizei wirft ihm die Straftat der Hehlerei vor, da er als befugter Beamter wusste oder hätte wissen müssen, dass nach diesem Auto als Gegenstand einer in der Republik Slowenien begangenen Straftat gefahndet wurde.
Nach Abschluss der kriminalistischen Ermittlungen wurde gegen den Verdächtigen bei der Staatsanwaltschaft in Zagreb Strafanzeige eingereicht, woraufhin er dem Haftrichter übergeben wurde. Der Fall erhielt sofort auch ein internes Nachspiel innerhalb der Polizeireihen. Die Polizeidirektion Zagreb erläutert, dass die Übergabe an den Haftrichter nicht automatisch die Anordnung von Untersuchungshaft bedeutet, sondern dass über einen etwaigen Antrag und diese Maßnahme die zuständigen Justizbehörden in einem separaten Verfahren entscheiden werden.
Wegen des begründeten Verdachts, eine schwere Dienstpflichtverletzung begangen zu haben, hat der Leiter der Polizeidirektion Zagreb die Entscheidung getroffen, ihn vom Dienst zu suspendieren. Darüber hinaus wird ein Antrag auf Einleitung eines Disziplinarverfahrens vor dem zuständigen Disziplinargericht des Innenministeriums gestellt, was das dauerhafte Ende seiner Polizeikarriere bedeuten könnte. Das Straf- und das Disziplinarverfahren werden getrennt geführt, und der Verdächtige gilt, wie die Polizei betont, bis zum rechtskräftigen Gerichtsurteil als unschuldig.
Die Polizei hat vorerst keine weiteren Details dazu bekannt gegeben, wie genau der Beamte in den Besitz des Fahrzeugs gelangt ist oder um welche Straftat in Slowenien es sich handelt. In der Mitteilung wurde auch nicht angegeben, wann das Fahrzeug gefunden wurde oder wie lange der Verdächtige es besessen hat.