Die Polizeidirektion Zagreb hat einen ungewöhnlichen Fall von falschem Alarm aufgeklärt, der am 4. August 2026 um 12:25 Uhr von einem 60-jährigen Zagreber durch einen Anruf bei der Nummer 192 ausgelöst wurde. Dem Operator des Einsatz- und Kommunikationszentrums der Polizeidirektion Zagreb sagte er: "Im Gebüsch in Zagreb, an der Bushaltestelle in Peščenica, habe ich Tüten mit explosiven weggeworfenen Vorrichtungen und Munition gefunden, die eine unbekannte Person hinterlassen hat."
Polizeibeamte aus mehreren Organisationseinheiten begaben sich sofort vor Ort, um die Meldung zu überprüfen und eine mögliche Gefahr für die Bürger zu beseitigen. Die Meldung erwies sich als wahr, doch die kriminalistische Untersuchung führte sie in eine ganz andere Richtung, und zwar direkt zum Melder selbst.
Vom Melder zum Verdächtigen
Wie die Zagreber Polizei mitteilt, wurde durch weitere Ermittlungen festgestellt, dass die gefährlichen Gegenstände an dem Ort an der Bushaltestelle in Peščenica genau von dem 60-Jährigen abgelegt wurden, der sie gemeldet hatte. Es handelt sich um einen TNT-Geschoss, eine Antipersonenmine, eine Zündschnur, Zünder und 68 Stück verschiedener Munition, die der Mann in seinem Haus aufbewahrt hatte und die er loswerden wollte, jedoch auf völlig unangemessene Weise.
"Damit hat er die Polizeibeamten der Polizeidirektion Zagreb aus mehreren Organisationseinheiten zu sofortigem Handeln gezwungen, die eine Reihe von Maßnahmen und Handlungen ergriffen haben, um die Wahrheit der Meldung festzustellen", so die Polizei.
Nach der Sammlung der Erkenntnisse wurde der 60-Jährige verhaftet und zur kriminalistischen Untersuchung vorgeführt. Nach Abschluss des polizeilichen Verfahrens wurde gegen ihn eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Zagreb eingereicht, und es besteht der Verdacht, dass er zwei Straftaten begangen hat: das Auslösen eines falschen Alarms sowie den unerlaubten Besitz, die Herstellung und die Beschaffung von Waffen und Sprengstoffen.
Appell der Polizei: Bringen Sie Waffen nicht selbst
Nach diesem Fall hat die Polizei erneut die Bürger gewarnt, Waffen, Munition und minen-explosive Mittel nicht selbst zu den Polizeidienststellen zu bringen. "Aber bringen Sie Waffen und explosive Mittel nicht selbst zu den Polizeidienststellen, um deren Aktivierung und unerwünschte Verletzungen zu vermeiden, sondern informieren Sie über Ihre Absicht zur Übergabe die 192 oder die nächste Polizeidienststelle", so die Polizei abschließend.
Das Innenministerium führt seit 2007 die Kampagne "Weniger Waffen, weniger Tragödien" durch, um Bürger zur freiwilligen Abgabe illegaler Waffen ohne Sanktionen zu ermutigen. "Wir erinnern die Bürger daran, dass die Aktion 'Weniger Waffen - weniger Tragödien' noch läuft, das heißt, nach dem Gesetz über den Erwerb und Besitz von Waffen für Bürger können Waffen jederzeit abgegeben werden, und gegen die Person, die sie freiwillig abgibt, wird weder ein Straf- noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, wenn sie die Waffe der zuständigen Behörde zur Abgabe meldet, bevor alle gesetzlichen polizeilichen Befugnisse angewendet werden", heißt es in der Mitteilung.
Für die Abgabe von Waffen können sich Bürger an die Telefonnummer 192 wenden oder persönlich zur nächsten Polizeidienststelle gehen. An einem vorher festgelegten Ort erscheinen geschulte Polizeibeamte, die die Gegenstände sicher übernehmen, wodurch die Möglichkeit einer versehentlichen Detonation von Sprengstoff, Verletzungen oder Gefährdung der Umgebung verringert wird.