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Zagreber meldet Sprengstoff und wird verhaftet

Die Polizei stellte fest, dass der 60-Jährige, der die 192 anrief und den Fund gefährlicher Gegenstände in Peščenica meldete, tatsächlich selbst einen TNT-Geschoss, eine Antipersonenmine, Zünder und 68 Stück Munition abgelegt hatte.

Foto: Wikipedia (Peščenica – Žitnjak)
Kurz gesagt
  • Ein 60-jähriger Zagreber meldete Sprengstoff und Munition in Peščenica und wurde dann verhaftet, als die Polizei entdeckte, dass er sie selbst abgelegt hatte.
  • Am Ort wurden ein TNT-Geschoss, eine Antipersonenmine, eine Zündschnur, Zünder und 68 Stück Munition gefunden.
  • Gegen ihn wurde eine Strafanzeige wegen falschen Alarms und unerlaubtem Besitz, Herstellung und Beschaffung von Waffen und Sprengstoffen eingereicht.
  • Die Polizei erinnert daran, dass Waffen freiwillig ohne Sanktionen durch Anruf bei 192 abgegeben werden können, aber Bürger sie nicht selbst zu den Dienststellen bringen dürfen.

Die Polizeidirektion Zagreb hat einen ungewöhnlichen Fall von falschem Alarm aufgeklärt, der am 4. August 2026 um 12:25 Uhr von einem 60-jährigen Zagreber durch einen Anruf bei der Nummer 192 ausgelöst wurde. Dem Operator des Einsatz- und Kommunikationszentrums der Polizeidirektion Zagreb sagte er: "Im Gebüsch in Zagreb, an der Bushaltestelle in Peščenica, habe ich Tüten mit explosiven weggeworfenen Vorrichtungen und Munition gefunden, die eine unbekannte Person hinterlassen hat."

Polizeibeamte aus mehreren Organisationseinheiten begaben sich sofort vor Ort, um die Meldung zu überprüfen und eine mögliche Gefahr für die Bürger zu beseitigen. Die Meldung erwies sich als wahr, doch die kriminalistische Untersuchung führte sie in eine ganz andere Richtung, und zwar direkt zum Melder selbst.

Vom Melder zum Verdächtigen

Wie die Zagreber Polizei mitteilt, wurde durch weitere Ermittlungen festgestellt, dass die gefährlichen Gegenstände an dem Ort an der Bushaltestelle in Peščenica genau von dem 60-Jährigen abgelegt wurden, der sie gemeldet hatte. Es handelt sich um einen TNT-Geschoss, eine Antipersonenmine, eine Zündschnur, Zünder und 68 Stück verschiedener Munition, die der Mann in seinem Haus aufbewahrt hatte und die er loswerden wollte, jedoch auf völlig unangemessene Weise.

"Damit hat er die Polizeibeamten der Polizeidirektion Zagreb aus mehreren Organisationseinheiten zu sofortigem Handeln gezwungen, die eine Reihe von Maßnahmen und Handlungen ergriffen haben, um die Wahrheit der Meldung festzustellen", so die Polizei.

Nach der Sammlung der Erkenntnisse wurde der 60-Jährige verhaftet und zur kriminalistischen Untersuchung vorgeführt. Nach Abschluss des polizeilichen Verfahrens wurde gegen ihn eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft in Zagreb eingereicht, und es besteht der Verdacht, dass er zwei Straftaten begangen hat: das Auslösen eines falschen Alarms sowie den unerlaubten Besitz, die Herstellung und die Beschaffung von Waffen und Sprengstoffen.

Appell der Polizei: Bringen Sie Waffen nicht selbst

Nach diesem Fall hat die Polizei erneut die Bürger gewarnt, Waffen, Munition und minen-explosive Mittel nicht selbst zu den Polizeidienststellen zu bringen. "Aber bringen Sie Waffen und explosive Mittel nicht selbst zu den Polizeidienststellen, um deren Aktivierung und unerwünschte Verletzungen zu vermeiden, sondern informieren Sie über Ihre Absicht zur Übergabe die 192 oder die nächste Polizeidienststelle", so die Polizei abschließend.

Das Innenministerium führt seit 2007 die Kampagne "Weniger Waffen, weniger Tragödien" durch, um Bürger zur freiwilligen Abgabe illegaler Waffen ohne Sanktionen zu ermutigen. "Wir erinnern die Bürger daran, dass die Aktion 'Weniger Waffen - weniger Tragödien' noch läuft, das heißt, nach dem Gesetz über den Erwerb und Besitz von Waffen für Bürger können Waffen jederzeit abgegeben werden, und gegen die Person, die sie freiwillig abgibt, wird weder ein Straf- noch ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, wenn sie die Waffe der zuständigen Behörde zur Abgabe meldet, bevor alle gesetzlichen polizeilichen Befugnisse angewendet werden", heißt es in der Mitteilung.

Für die Abgabe von Waffen können sich Bürger an die Telefonnummer 192 wenden oder persönlich zur nächsten Polizeidienststelle gehen. An einem vorher festgelegten Ort erscheinen geschulte Polizeibeamte, die die Gegenstände sicher übernehmen, wodurch die Möglichkeit einer versehentlichen Detonation von Sprengstoff, Verletzungen oder Gefährdung der Umgebung verringert wird.

Häufige Fragen
Was genau meldete der 60-jährige Zagreber? +
Er rief die 192 an und sagte, er habe im Gebüsch an der Bushaltestelle in Peščenica Tüten mit explosiven Vorrichtungen und Munition gefunden, die eine unbekannte Person hinterlassen habe.
Warum wurde der Melder verhaftet? +
Die polizeiliche Untersuchung zeigte, dass er selbst die gefährlichen Gegenstände an diesem Ort abgelegt hatte, woraufhin er wegen falschen Alarms und unerlaubtem Besitz von Waffen und Sprengstoffen angezeigt wurde.
Was wurde am Ort gefunden? +
Gefunden wurden ein TNT-Geschoss, eine Antipersonenmine, eine Zündschnur, Zünder und 68 Stück verschiedener Munition.
Wie können Bürger Waffen sicher abgeben? +
Sie dürfen sie nicht selbst zu den Polizeidienststellen bringen. Sie sollten die 192 oder die nächste Polizeidienststelle anrufen, und geschulte Polizeibeamte kommen zum vereinbarten Ort und übernehmen die Gegenstände sicher.

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