Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist am Freitag, dem 7. August 2026, zu seinem ersten offiziellen bilateralen Besuch in Serbien eingetroffen, wo ihn auf dem Belgrader Flughafen Nikola Tesla die serbische Ministerin für Bergbau und Energie, Dubravka Đedović Handanović, empfing. Die beiden Präsidenten, Selenskyj und Aleksandar Vučić, begannen bald darauf mit den bilateralen Gesprächen, und Vučić richtete ihm zu Ehren auch ein festliches Abendessen aus.
Vučić äußerte auf seinem Instagram-Profil seine Zufriedenheit darüber, Selenskyj empfangen zu dürfen. "Ich freue mich, den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, empfangen zu dürfen, der sich zum ersten Mal zu einem offiziellen Besuch in Serbien aufhält, in der Überzeugung, dass dieser Besuch zur weiteren Entwicklung der Beziehungen zwischen Serbien und der Ukraine und zur Zusammenarbeit in Bereichen von gemeinsamem Interesse beitragen wird", schrieb der serbische Präsident.
Europäischer Weg und wirtschaftliche Zusammenarbeit im Fokus
Das Abendessen diente als Gelegenheit, die zentralen Themen zu eröffnen, die die offiziellen Treffen dominieren werden. Vučić betonte, dass sie "insbesondere über den europäischen Weg unserer Länder gesprochen haben, aber auch darüber, den Gästen den Geist Serbiens näherzubringen, einen Teil der Tradition, auf die wir stolz sind". Nach anderen Quellen stehen auch Fragen der wirtschaftlichen und energetischen Zusammenarbeit auf der Tagesordnung.
Der Besuch wurde auch von der Serbischen Erneuerungsbewegung (SPO) begrüßt, die in ihrer Mitteilung die Hoffnung ausdrückte, dass dieser Besuch zum Frieden und zur Stärkung der Beziehungen beitragen wird. "Nach mehr als vier Jahren Kriegshandlungen in der Ukraine wird Serbien offiziell den Präsidenten eines nahen und befreundeten Landes empfangen. Wir hoffen, dass auch dieser Besuch zur baldigen Erreichung eines dauerhaften Friedens in der Ukraine beiträgt, wofür sich die SPO seit Beginn des Krieges einsetzt", heißt es in der Mitteilung.
Erwartungen der SPO und Ankündigung eines Abkommens
Aus der SPO wurde zudem mitgeteilt, dass dieser historische Besuch die langjährigen Positionen der Partei bestätige, insbesondere jene, die der frühere Präsident Vuk Drašković und die derzeitige Führung unter Aleksandar Cvetković vertreten haben. Besonderes Augenmerk legten sie auf den wirtschaftlichen Aspekt der Zusammenarbeit.
"Die SPO hofft, dass auch das Freihandelsabkommen mit der Ukraine gemäß den Ankündigungen der Wirtschaftskammer Serbiens, spätestens Anfang 2027, unterzeichnet wird. Es gibt keinen Grund, warum Serbien und die Ukraine nicht eine maximale Zusammenarbeit aufbauen sollten", heißt es in der Mitteilung. Die Partei rief die Staatsführung und Präsident Vučić dazu auf, dass Serbien zum Initiator der angekündigten Karpateninitiative wird, was ein wichtiger Schritt in Richtung EU-Mitgliedschaft durch die Etablierung regionaler Zusammenarbeit wäre.
Die SPO schloss mit der Hoffnung auf ein schnelles Ende des Krieges in der Ukraine und der Überzeugung, dass Serbien seinen maximalen Beitrag zu diesem "prioritären europäischen Ziel" leisten wird.