Der Versuch, finanzielle Probleme schnell über das Internet zu lösen, wurde für eine 45-jährige Frau aus der Region Križevci zum Albtraum. Nachdem sie im Juli dieses Jahres eine Anzeige für einen Kredit gefunden und Kontakt mit einer unbekannten Person aufgenommen hatte, überwies sie mehrfach Geld auf ein bereitgestelltes Bankkonto, doch der versprochene Kredit ging nie auf ihrem Konto ein.
Als sie erkannte, dass sie betrogen worden war, meldete sie den Fall der Polizei. Die Beamten der Polizeiinspektion Križevci führen nun eine kriminalpolizeiliche Untersuchung wegen Betrugs durch. Nach bisherigen Erkenntnissen verlor die Geschädigte mehrere tausend Euro.
Wie der Betrug ablief
Nach Informationen der Polizei stieß die Frau im Internet auf eine verlockende Anzeige, die eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung eines Kredits versprach. Nach dem ersten Kontakt verlangte die unbekannte Person auf der anderen Seite Geldüberweisungen unter dem Vorwand, verschiedene Bearbeitungs- und Abwicklungskosten für den Kredit zu decken.
Die Geschädigte tätigte mehrfach die geforderten Überweisungen auf ein bestimmtes Bankkonto, doch der Kredit wurde ihr nie ausgezahlt. Erst dann wurde ihr bewusst, dass sie Opfer eines ausgeklügelten Internetbetrugs geworden war.
Polizei appelliert an die Bürger
Anlässlich dieses Falles richtete die Polizei eine Warnung an alle Bürger, bei der Vereinbarung jeglicher Finanzdienstleistungen über das Internet besonders vorsichtig zu sein. Besonderes Augenmerk liegt auf Anzeigen, die eine schnelle Kreditabwicklung mit minimalen Bedingungen versprechen.
"Bevor Sie Geld überweisen, prüfen Sie, wer hinter der Anzeige steht und ob es sich um ein echtes und zugelassenes Finanzinstitut handelt", so die Polizei. Den Bürgern wird geraten, kein Geld an unbekannte Personen zu senden und keine Fotos von Ausweisdokumenten, Bankkontodaten, Karten, PINs, Einmalpasswörtern oder andere vertrauliche Informationen preiszugeben.
So schützen Sie sich
Die Polizei betont, dass die Grundregel lautet: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das fast sicher auch. In solchen Situationen sollten vor jeder Überweisung alle Umstände zusätzlich geprüft werden. Besonders verdächtig ist, wenn vor der Auszahlung des Kredits die Zahlung verschiedener Gebühren, Provisionen oder anderer Kosten auf private oder unbekannte Bankkonten verlangt wird.
Wenn Bürger den Verdacht haben, selbst Opfer eines Betrugs oder einer anderen rechtswidrigen Handlung geworden zu sein, können sie den Vorfall der Polizei unter der Nummer 192 melden. "Rechtzeitige Information, Vorsicht und Prüfung vor der Überweisung sind der beste Schutz vor Internetbetrug", so die Polizei abschließend.