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KI-System aus Šibenik meldet Hassrede

Die Gemeinschaft der Verbände antifaschistischer Kämpfer und Antifaschisten der Gespanschaft Šibenik-Knin hat ein fortschrittliches Werkzeug entwickelt, das das Internet scannt, Extremismus erkennt und Anzeigen an die Staatsanwaltschaft sendet.

Foto: Wikipedia (Antifašizam)
Kurz gesagt
  • ZUABA aus Šibenik hat ein KI-System gestartet, das Hassrede im Internet automatisch überwacht und meldet.
  • Das System scannt Inhalte, erkennt Extremismus und bereitet Anzeigen für die Staatsanwaltschaft vor.
  • Das Projekt wird vom Computerexperten Denis Periša geleitet und hat bereits erste offizielle Anzeigen generiert.
  • Die Staatsanwaltschaft hat am 4. Dezember Anklage gegen drei Schiffsreeder wegen Drohungen gegen den Chefredakteur von Morski HR erhoben.

Die Gemeinschaft der Verbände antifaschistischer Kämpfer und Antifaschisten der Gespanschaft Šibenik-Knin (ZUABA), bekannt auch durch das Museum des Sieges in Šibenik, hat offiziell eines der technologisch ambitioniertesten Projekte in der modernen Geschichte Kroatiens gestartet. Es handelt sich um ein auf künstlicher Intelligenz basierendes System, das kontinuierlich Hassrede und Geschichtsrevisionismus im Internet überwachen, analysieren und melden wird. In schwerwiegendsten Fällen bereitet es automatisch Unterlagen für die Staatsanwaltschaft vor.

Das Projekt stellt einen Präzedenzfall im zivilgesellschaftlichen Sektor der Republik Kroatien dar. Dahinter steht Denis Periša, einer der bekanntesten Computerexperten und Hacker Dalmatiens. Die Initiatoren warnen, dass sich die Aktionsformen faschistischer Ideologien im 21. Jahrhundert dramatisch verändert haben und dass es notwendig ist, die Methoden des Kampfes anzupassen.

"Faschismus verbreitet sich heute nicht mehr nur auf den Straßen. Sein Hauptschlachtfeld sind Internetportale, soziale Netzwerke und Kommentare, in denen Hass, Geschichtsrevisionismus und gewalttätiger Extremismus täglich normalisiert werden. Es ist an der Zeit, dass sich auch der Antifaschismus an die neue Ära anpasst", so die Initiatoren des Projekts.

Vier Schlüsselfunktionen des digitalen Schildes

Das entwickelte KI-Tool ist nicht als kurzfristige Kampagne gedacht, sondern als dauerhafte digitale Infrastruktur zur Verteidigung von Demokratie und Menschenrechten. Das System erfüllt vier Schlüsselfunktionen: automatisches Scannen öffentlich zugänglicher Internetinhalte, Erkennung von Hassrede und extremistischen Botschaften in Echtzeit, Analyse von Verbreitungsmustern von Hass im digitalen Raum sowie automatische Erstellung von Unterlagen zur Meldung schwerwiegendster Formen illegaler Inhalte an die zuständigen Behörden.

Als Beleg für die Wirksamkeit haben die Initiatoren ein Beispiel einer offiziellen Anzeige beigefügt, die während der Testphase des Projekts generiert und an die zuständigen Behörden gesendet wurde. Einige der automatisch Gemeldeten hatten bereits Journalisten des Portals Morski HR bedroht oder in der öffentlichen Internetkommunikation die Gesetze der Republik Kroatien verletzt.

Anzeigen, die bereits Früchte getragen haben

Die Wirksamkeit des Rechtssystems im Kampf gegen Drohungen gegenüber Journalisten bestätigt auch ein jüngster Fall. Die Staatsanwaltschaft hat nach 15 Monaten, am 4. Dezember, die Ermittlungen im Strafverfahren wegen einer Reihe schwerwiegender Drohungen gegen den Chefredakteur des Portals Morski HR, Jurica Gašpar, abgeschlossen. Das Ergebnis der Ermittlungen ist eine Anklage, die vor dem Amtsgericht in Split gegen drei Personen aus der Gruppe der Schiffsreeder erhoben wurde.

Das Portal Morski HR hatte zuvor auch über einen Mann berichtet, der in der Bucht Prihonja bei Vela Luka eine gecharterte Segeljacht mit einer englischen Familie an Bord gesteinigt und dabei der Charterfirma aus Dubrovnik einen materiellen Schaden von mindestens 2.500 Euro zugefügt hatte. Als das Portal diese Geschichte veröffentlichte, drohte derselbe Mann dem Journalisten mit den Worten: "Wenn du das veröffentlichst, bringe ich dich zu hundert Prozent um!"

Der Verband rief alle Antifaschisten, Bürger und zivilgesellschaftlichen Organisationen dazu auf, die Entwicklung des Projekts zu unterstützen und sich dem gemeinsamen Kampf anzuschließen. "Antifaschismus muss dort präsent sein, wo heute der Kampf stattfindet, im digitalen Raum", so die Initiatoren abschließend.

Häufige Fragen
Wer hat dieses KI-System zur Bekämpfung von Hassrede entwickelt? +
Das System wurde von der Gemeinschaft der Verbände antifaschistischer Kämpfer und Antifaschisten der Gespanschaft Šibenik-Knin (ZUABA) entwickelt, und der Schlüsselname hinter dem Projekt ist der Computerexperte und Hacker Denis Periša.
Wie funktioniert das KI-System gegen Hassrede? +
Das System scannt automatisch öffentlich zugängliche Internetinhalte, erkennt Hassrede und extremistische Botschaften in Echtzeit, analysiert Verbreitungsmuster von Hass und bereitet Unterlagen zur Meldung schwerwiegendster Fälle an die Staatsanwaltschaft vor.
Hat das System bereits konkrete Ergebnisse erzielt? +
Ja, während der Testphase wurden bereits offizielle Anzeigen generiert und an die zuständigen Behörden gesendet. Einige der Gemeldeten hatten Journalisten des Portals Morski HR bedroht oder in der Online-Kommunikation gegen Gesetze verstoßen.
Warum ist dieses Projekt für Kroatien wichtig? +
Das Projekt stellt einen Präzedenzfall im zivilgesellschaftlichen Sektor Kroatiens dar, da es ein konkretes, technologisch fortschrittliches Werkzeug für den systematischen Kampf gegen digitalen Extremismus bietet, anstatt nur über das Problem zu diskutieren.

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