Wenn Sie diese Anzeichen beim Baden bemerken, rufen Sie sofort 112
Das Rote Kreuz warnt: Ertrinken verläuft oft fast unbemerkt und lautlos, das Erkennen der wichtigsten Anzeichen und ein rechtzeitiges Handeln können Leben retten.
Das Rote Kreuz warnt: Ertrinken verläuft oft fast unbemerkt und lautlos, das Erkennen der wichtigsten Anzeichen und ein rechtzeitiges Handeln können Leben retten.
Die sommerlichen Hitzewellen locken jedes Jahr zahlreiche Menschen an Flüsse und Seen, um sich abzukühlen. Viele betrachten sie als sichere Alternative zum Meer, doch gerade unbewachte Flüsse und Seen wie der Raktije-See in der Nähe von Zagreb gehören zu den gefährlichsten natürlichen Badegewässern. Unberechenbare Strömungen, Wirbel, plötzliche Tiefenänderungen und niedrige Wassertemperaturen können selbst erfahrene Schwimmer überraschen, und tragische Folgen sind oft das Ergebnis, wenn Gefahren nicht rechtzeitig erkannt werden.
Das Rote Kreuz, das Ausbildungsprogramme für Rettungsschwimmer durchführt, warnt davor, den häufigsten Irrglauben über das Ertrinken zu durchbrechen. Es ist nicht laut und dramatisch, wie oft dargestellt.
"Ertrinken ist oft weder laut noch leicht zu erkennen, daher ist es wichtig, die Anzeichen zu kennen. Charakteristisch für die Körperhaltung einer ertrinkenden Person ist das Fehlen von Beinbewegungen, während der Kopf bis auf Mundhöhe eingetaucht ist. Der Blick kann glasig oder abwesend sein, und die Arme sind meist seitlich ausgestreckt, um an der Oberfläche zu bleiben. Da die Person versucht, über Wasser zu bleiben, kann der Kopf abwechselnd unter die Oberfläche sinken und wieder auftauchen", erklärt das Rote Kreuz.
Wenn Sie beim Baden eine Person mit diesen Anzeichen bemerken, steht Ihre eigene Sicherheit an erster Stelle. Das Rote Kreuz betont, dass man sich einer Person in Gefahr nicht nähern sollte, wenn man dabei das eigene Leben riskiert. Stattdessen sollten Sie sofort Rettungskräfte verständigen oder den Notruf unter 112 wählen.
Nachdem die verunglückte Person in Sicherheit gebracht wurde, muss der Zustand schnell beurteilt werden. Wenn die Person atmet, sollte sie in die stabile Seitenlage gebracht und bis zum Eintreffen der Hilfe überwacht werden. Falls die Person nicht atmet, beginnen Sie nach dem Notruf unter 112 oder 194 sofort mit der Wiederbelebung. Beginnen Sie mit fünf initialen Beatmungen, dann wechseln Sie zwischen Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis 30:2.
"Die Wiederbelebung sollte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortgesetzt werden. Wenn möglich, sollte die Person, die die Wiederbelebung durchführt, alle zwei Minuten abgelöst werden", betont das Rote Kreuz.
Neben dem Nichterkennen des stillen Ertrinkens gibt es weitere gefährliche Irrtümer. Einer davon ist die Annahme, dass der Gang ins Wasser unmittelbar nach dem Essen kein Risiko birgt. Noch gefährlicher ist die Überzeugung von Eltern, dass Schwimmhilfen für Kinder wie Schwimmflügel oder Schwimmreifen das Ertrinken verhindern können.
"Solche Hilfsmittel ersetzen keine ständige und unmittelbare elterliche Aufsicht, die für die Sicherheit von Kindern im und am Wasser entscheidend ist", warnt das Rote Kreuz. Diese Warnungen sind nicht übertrieben, denn Ertrinken ist weltweit die zweithäufigste Todesursache nach Verkehrsunfällen. Das Rote Kreuz appelliert daher, den Aufenthalt am und im Wasser mit größtem Ernst und Verantwortungsbewusstsein zu nehmen.