Novak Đoković, einer der größten Tennisspieler aller Zeiten, hat seine umstrittenste Meinung über den "weißen Sport" offenbart, die er ohne Einschränkung zu verteidigen bereit ist. Im Gespräch mit dem Influencer Nick Coutracos schlug der 39-jährige Serbe ein völlig neues Punktesystem vor, das die Art und Weise, wie Tennis gespielt und verfolgt wird, grundlegend verändern würde.
Regelrevolution: Kürzere Sätze, ohne Vorteil
Đokovićs Idee basiert auf zwei zentralen Säulen. Die erste ist die Verkürzung der Sätze von derzeit sechs auf vier gewonnene Spiele. Die zweite ist die Abschaffung der Vorteilsregel nach einem Gleichstand von 40:40, wodurch jedes Spiel bereits mit dem nächsten Ball entschieden würde. Das Match würde nach seinem Vorschlag auf drei gewonnene Sätze gespielt, und das gesamte Spiel würde nicht länger als zwei Stunden dauern.
"Ich denke, Tennis braucht ein neues Punktesystem. Es sollte nicht bis sechs gewonnene Spiele gespielt werden. Ich denke, ein Satz sollte bis vier gewonnene Spiele dauern, mit der möglichen Abschaffung des Vorteils bei 40:40. Es würde gespielt, bis jemand drei solcher verkürzten Sätze gewinnt. Auf diese Weise würden Matches nicht länger als zwei Stunden dauern, was meiner Meinung nach das Beste für alle ist", erklärte Đoković.Der Vorschlag ist besonders interessant, da gerade Đoković als einer der physisch und mental ausdauerndsten Spieler der Geschichte bekannt ist, der seine Karriere auf Siegen in stundenlangen, erschöpfenden Matches aufgebaut hat. Trotzdem glaubt er, dass die Verkürzung des Formats für den gesamten Sport von Vorteil wäre, indem es dynamischer und dem Publikum angepasster wird, das ein schnelleres Tempo sucht.
Zverev verteidigt Đoković
Während Đoković seinen Urlaub an der montenegrinischen Adriaküste genießt und das diesjährige ATP-Masters-1000-Turnier in Montreal auslässt, hat sich auch einer seiner Rivalen aus der Weltspitze zu seinem Status und seinen Motiven geäußert. Alexander Zverev, diesjähriger Roland-Garros-Sieger und aktuell die Nummer drei der Welt, stellte sich hinter den serbischen Ass.
"Er hat mehr als 400 Millionen auf der Bank, glauben Sie, dass ihm das wichtig ist", sagte Zverev und spielte darauf an, dass Đokovićs Vorschläge nicht von persönlichem Interesse, sondern von einem aufrichtigen Wunsch nach Verbesserung des Tennis getrieben sind.
Đokovićs Aussagen, unabhängig vom Kontext, in dem sie gemacht wurden, erregen traditionell Aufmerksamkeit und hinterlassen Spuren in der Tenniswelt. Ob seine Vision jemals in der Praxis umgesetzt wird, bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher - die Debatte über die Evolution der Tennisregeln hat gerade ihren lautstärksten und einflussreichsten Befürworter bekommen.