Drama im Ärmelkanal: 157 Migranten gerettet
Die Passagiere waren gezwungen, an der Grenze zwischen französischen und britischen Gewässern ins Meer zu springen. Alle wurden gerettet, keine Opfer gemeldet.
Die Passagiere waren gezwungen, an der Grenze zwischen französischen und britischen Gewässern ins Meer zu springen. Alle wurden gerettet, keine Opfer gemeldet.
Französische und britische Schiffe haben am Dienstagmorgen 157 Migranten gerettet, nachdem ihr Boot während eines gefährlichen Versuchs, den Ärmelkanal zu überqueren, Feuer gefangen hatte. Der Vorfall ereignete sich direkt an der Grenze der Hoheitsgewässer beider Länder, was eine sofortige Rettungsaktion auf beiden Seiten auslöste.
Nach Angaben der Präfektur des Departements Pas-de-Calais war die Situation äußerst dramatisch. "Das kleine Boot fing an der Grenze zwischen französischen und britischen Gewässern Feuer, was dazu führte, dass die Passagiere ins Meer sprangen", teilten die lokalen Behörden der Nachrichtenagentur AFP mit. Sie fügten hinzu, dass es "im Moment" keine gemeldeten Opfer gebe. Nach Informationen der französischen Marinepräfektur Ärmelkanal und Nordsee, die BBC News übermittelte, war die Ursache des Feuers der Motor des Bootes.
Die Operation gilt als eine der größten Rettungsaktionen auf See seit Beginn der Überfahrten über den Ärmelkanal in unsicheren, improvisierten Booten im Jahr 2018. Der kommissarische Kommandant der Küstenwache, John Craig, wurde von dem britischen Premierminister Andy Burnham und der Ministerin für Grenzsicherheit und Asyl, Anne Turley, begleitet, die sich zu diesem Zeitpunkt zu einem Besuch bei der Küstenwache aufhielten.
Dieses Ereignis unterstreicht erneut den anhaltenden Druck an den Grenzen der Europäischen Union. Obwohl Kroatien von dieser Route nicht direkt betroffen ist, steht es als EU-Mitglied vor ähnlichen Herausforderungen bei der Bewältigung der Migration an seinen Grenzen. Der Ärmelkanal bleibt eine der tödlichsten Migrationsrouten in Europa, und solche Vorfälle lösen regelmäßig Debatten über die Sicherheit und Humanität der aktuellen Politik aus.