Kroatien von Hitzewelle getroffen: Klimaanlagen treiben Stromverbrauch in die Höhe
HOPS bestätigt, dass der Stromverbrauch deutlich über dem Durchschnitt liegt, versichert den Bürgern jedoch, dass die Versorgung nicht gefährdet ist.
HOPS bestätigt, dass der Stromverbrauch deutlich über dem Durchschnitt liegt, versichert den Bürgern jedoch, dass die Versorgung nicht gefährdet ist.
Aufgrund der hohen Temperaturen und der massiven Nutzung von Kühlgeräten verzeichnet Kroatien dieser Tage einen Rekordstromverbrauch. Dennoch betont der kroatische Übertragungsnetzbetreiber (HOPS), dass es keinen Grund zur Sorge gibt, da die Versorgung stabil ist.
Am Montag, dem 3. August 2026, betrug der erwartete Tagesverbrauch 61.825 Megawattstunden (MWh). Das ist deutlich mehr als der Durchschnitt für denselben Tag in den Jahren 2023 bis 2025, bestätigt HOPS. Trotz der erhöhten Belastung ist die Verfügbarkeit des Übertragungsnetzes weiterhin auf dem üblichen hohen Niveau.
Am vergangenen Freitag, dem 31. Juli 2026, wurde mit 60.068 MWh das Wochenmaximum des Tagesverbrauchs verzeichnet. Am selben Tag wurde um 20 Uhr auch der höchste Stundenverbrauch der Woche gemessen, der 3185 MWh erreichte. Für heute, den 4. August 2026, prognostiziert HOPS eine noch höhere Belastung zur gleichen Zeit und erwartet einen maximalen Stundenverbrauch von 3284 MWh, was 3,1 Prozent mehr als in der Vorwoche entspricht.
Trotz des Anstiegs wird nicht erwartet, dass der absolute Sommerrekord gebrochen wird. Dieser wurde am 29. Juni 2026 aufgestellt, als der Verbrauch um 20 Uhr auf 3371 MWh stieg. Interessanterweise zeigen die Daten von HOPS für heute auch eine zweite, etwas niedrigere Prognose des maximalen Stundenverbrauchs um 20 Uhr, die bei 2971 MWh liegt.
Der Bedarf des kroatischen Stromsystems wird derzeit durch eine Kombination aus Erzeugung in inländischen Kraftwerken und Stromimporten gedeckt. HOPS betont, dass keine Versorgungsprobleme erwartet werden. Zusätzlichen Druck auf einige europäische Systeme üben niedrige Wasserstände großer Flüsse wie Donau und Rhein aus, was den Betrieb von Wasserkraftwerken und Kernkraftwerken erschwert, aber dies beeinträchtigt derzeit nicht die Stabilität der Versorgung in Kroatien.