HR EN DE
NEWS SPORT BIZNIS SCENA LIFESTYLE TECH

Japan kämpft mit Taifun Delfin: 260.000 Menschen evakuiert, über 500 Flüge gestrichen

Der Taifun der Kategorie 1 brachte Winde von fast 200 km/h und heftige Regenfälle in den Südwesten Japans, während sich das Land gleichzeitig von einem verheerenden Erdbeben erholt.

Foto: Wikipedia (Tropska oluja)
Kurz gesagt
  • Der Taifun Delfin der Kategorie 1 traf Südwestjapan mit Winden bis zu 198 km/h.
  • Für fast 260.000 Menschen in den Präfekturen Kagoshima und Okinawa wurde eine Evakuierungsanordnung erlassen.
  • Über 500 Flüge wurden gestrichen, und Toyota hat den Betrieb in neun Werken eingestellt.
  • Die Situation wird dadurch erschwert, dass die betroffene Region, einschließlich Kumamoto, sich noch von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,1 erholt.

Hunderttausende Einwohner im Südwesten Japans erhielten am Freitag, dem 7. August 2026, Evakuierungsbefehle, als sich der Taifun Delfin langsam der Region näherte. Der Sturm hat bereits massive Störungen im Flugverkehr verursacht, mit über 500 gestrichenen Flügen, und starke Winde sowie heftige Niederschläge drohen Überschwemmungen und Schäden an der Infrastruktur.

Die japanische Wetterbehörde (JMA) teilte mit, dass es sich um einen Taifun der Kategorie 1 handelt, dessen maximale Windgeschwindigkeit 144 Kilometer pro Stunde erreichte, während die Böen deutlich stärker waren, bis zu 198 Kilometer pro Stunde. Das System bewegte sich in Richtung der Inselkette zwischen der südlichsten Hauptinsel Kyushu und der Präfektur Okinawa.

Evakuierung für 260.000 Menschen angeordnet, Toyota stoppt Produktion

Die lokalen Behörden haben Evakuierungsbefehle für fast 260.000 Einwohner in den Präfekturen Kagoshima und Okinawa erlassen. Neben der Sicherheit der Menschen ist auch die Wirtschaft bedroht. Der Automobilriese Toyota gab am Freitag bekannt, dass er den Betrieb in neun seiner Werke wegen des herannahenden Taifuns vorübergehend einstellt.

Die JMA warnte insbesondere, dass Delfin seine Stärke behalten könnte, während er sich Okinawa nähert. Sie wiesen auf die Gefahr von Winden hin, die Gebäude beschädigen oder zum Einsturz bringen können. Zudem besteht die Möglichkeit der Bildung eines linearen Regenbands, eines schmalen Gebiets mit extrem intensiven Niederschlägen und Gewittern, was zu plötzlichen Überschwemmungen führen könnte.

Doppelte Bedrohung: Kumamoto erholt sich von Erdbeben

Die Situation wird zusätzlich dadurch erschwert, dass der große Sturm auch die Präfektur Kumamoto auf der Insel Kyushu erfasst hat, die sich noch immer von dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,1 erholt, das die Region letzte Woche erschütterte. Etwa 6.700 Einwohner von Kumamoto befinden sich weiterhin in Evakuierungszentren, nachdem ihre Häuser bei dem Beben eingestürzt sind.

Die Wetterbehörde hat auch eine Warnung vor der Gefahr eines Hitzschlags für das Gebiet Kumamoto herausgegeben, wo Temperaturen bis zu 36 Grad Celsius erwartet werden. Die Kombination aus den Folgen des Erdbebens, dem herannahenden Taifun und der extremen Hitze schafft eine äußerst komplexe humanitäre Lage für Tausende von Menschen.

Der Journalist James Reynolds, bekannt für seine Berichterstattung über extreme Wetterphänomene über seine Plattform EarthUncutTV, veröffentlichte Aufnahmen, die zeigen, wie die Augenwand des Taifuns den Norden Okinawas trifft, und berichtete, dass der Druck im Auge des Sturms 943,7 hPa betrug.

Häufige Fragen
Wie viele Menschen wurden wegen des Taifuns Delfin evakuiert? +
Die Behörden haben Evakuierungsanordnungen für fast 260.000 Einwohner in den japanischen Präfekturen Kagoshima und Okinawa erlassen.
Welche maximale Windgeschwindigkeit wurde während des Taifuns gemessen? +
Die maximale Windgeschwindigkeit betrug 144 km/h, und die Böen erreichten sogar 198 km/h, laut Angaben der japanischen Wetterbehörde.
Hat der Taifun Delfin Auswirkungen auf die Wirtschaft? +
Ja, der Automobilhersteller Toyota hat den Betrieb in neun seiner Werke eingestellt, und über 500 Flüge wurden gestrichen.
Wie hängt das Erdbeben in Kumamoto mit der aktuellen Situation zusammen? +
Die Präfektur Kumamoto, die letzte Woche von einem Erdbeben der Stärke 7,1 getroffen wurde, ist nun vom Taifun betroffen. Etwa 6.700 Menschen, die durch das Erdbeben obdachlos wurden, befinden sich weiterhin in Evakuierungszentren.

Anmelden

Zum Kommentieren müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Sei der Erste!
Traži
Popularno
Nedavno pretraživano
helsinški sporazum
liga prvaka
digitalni mediji
Anmelden
Startseite
Prati nas na Googleu
Kategorien