Die griechische Polizei gab am Dienstag, dem 5. August 2026, bekannt, dass sie einen 55-jährigen Mann festgenommen hat, der verdächtigt wird, die Leiche seines verstorbenen Vaters jahrelang in einer Gefriertruhe im Keller eines verlassenen Hotels versteckt zu haben. Das Motiv für diese grausige Tat war nach ersten Erkenntnissen die Absicht, weiterhin die Rente des Vaters zu kassieren.
Besorgte Nachbarn lösen Ermittlungen aus
Der Polizeieinsatz erfolgte, nachdem Anwohner des Dorfes Mystras, das neben der gleichnamigen mittelalterlichen Festungsstadt nahe Sparta im Süden der Peloponnes liegt, ihre Besorgnis über den 90-jährigen pensionierten Lehrer geäußert hatten. Laut dem Bericht des staatlichen Fernsehsenders ERT meldeten die Nachbarn den Behörden, dass der ältere Mann seit längerer Zeit keine Lebenszeichen mehr von sich gebe.
Details der Tat und Verteidigung des Verdächtigen
Der beschuldigte Sohn gab bei seiner Vernehmung gegenüber der Polizei an, dass sein Vater vor etwa zweieinhalb Jahren eines natürlichen Todes gestorben sei. Er räumte ein, die Leiche anschließend in eine Gefriertruhe im Familienhotel gelegt zu haben. Die örtliche Bevölkerung behauptet jedoch, den Rentner seit mindestens vier Jahren nicht mehr gesehen zu haben. Bislang gibt es keine unmittelbaren Anzeichen dafür, dass der Tod des 90-Jährigen andere als natürliche Ursachen hatte, berichtet das Medium Ekathimerini.
Anklagepunkte und weitere Schritte
In der offiziellen Polizeimitteilung heißt es, dass sich der 55-Jährige Anklagen wegen Betrugs und falscher Aussage gegenübersieht. Zusätzlich wurde er wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz angezeigt, da bei einer Durchsuchung ein Luftgewehr bei ihm gefunden wurde. Die Leiche des Verstorbenen wird einer gerichtsmedizinischen Untersuchung unterzogen, um die genaue Todesursache festzustellen.