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Chinas Doppelschlag: Nukleare Asteroidenabwehr vorgeschlagen

Wissenschaftler aus China haben eine Methode vorgestellt, gefährliche Asteroiden mit einer Nuklearexplosion zu zertrümmern, während ein anderes Team ein Lichtteilchen mit unglaublicher Energie registrierte, das 30.000 Jahre unterwegs war.

Foto: Wikipedia (Svemir)
Kurz gesagt
  • Chinesische Wissenschaftler haben eine zweistufige Methode vorgeschlagen, die eine 3-Megatonnen-Nuklearexplosion nutzt, um Asteroiden mit 100 Metern Durchmesser zu zertrümmern.
  • Das Platzieren der Explosion in 30 Metern Tiefe kann die Ablenkungswirkung im Vergleich zu einer Oberflächenexplosion verdreifachen.
  • Ein weiteres chinesisches Team hat das energiereichste je registrierte Lichtteilchen detektiert, das 30-mal stärker beschleunigt wurde als bisherige Grenzen und aus dem System Cygnus X-3 stammt.
  • Das Teilchen war fast 30.000 Jahre unterwegs, bevor es im März 2024 die Erde erreichte.

Chinesische Wissenschaftler haben in den letzten Tagen zwei bedeutende Entdeckungen veröffentlicht, die die Grenzen des Verständnisses des Universums und der planetaren Verteidigung verschieben. Ein Team der Chinesischen Akademie für Trägerraketentechnologie (CALT) hat eine neue Methode zur Zerstörung von Asteroiden vorgeschlagen, die der Erde drohen, während eine andere Gruppe von Forschern das energiereichste je registrierte Lichtteilchen detektierte, das aus einem fernen Winkel unserer Galaxie stammt.

Zweistufige nukleare Asteroidenabwehr

Forscher des CALT haben eine Strategie in zwei Schritten entwickelt, um mit großen Asteroiden umzugehen. Laut einer in der Zeitschrift Space: Science & Technology veröffentlichten Arbeit umfasst der erste Schritt den Start eines Hochgeschwindigkeits-Metallprojektils, das auf der Oberfläche des Asteroiden einen tiefen Krater erzeugt. Im zweiten Schritt würde ein Raumschiff ein nukleares Gerät in diesen Krater absetzen und eine kontrollierte unterirdische Explosion auslösen.

Die Wissenschaftler glauben, dass das Platzieren der Sprengladung unter der Oberfläche die Effizienz im Vergleich zu einer Explosion an der Oberfläche erheblich erhöht. Computersimulationen zeigten, dass eine nukleare Explosion mit einer Stärke von 3 Megatonnen, was etwa der Kraft von 200 auf Hiroshima abgeworfenen Bomben entspricht, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern vollständig zertrümmern könnte. Die Forschung ergab auch, dass das Platzieren der Ladung in einer Tiefe von etwa 30 Metern unter der Oberfläche des Asteroiden die Änderung seiner Flugbahn im Vergleich zu einer flachen Explosion mehr als verdreifachen kann.

Dieser Ansatz bietet eine stärkere Alternative zu traditionellen Methoden der Asteroidenablenkung, die sich in der Regel auf eine sanfte Änderung der Flugbahn konzentrieren und nicht auf Zerstörung. Ein Beispiel für solche Technologie ist die NASA-Mission DART, die erfolgreich die Möglichkeit testete, die Umlaufbahn eines kleinen Asteroidenmonds durch den Einschlag einer Sonde zu verändern. Dennoch, wie Azernews unter Berufung auf die Autoren der Studie berichtet, wäre der Einsatz von Atomwaffen im Weltraum eine letzte Maßnahme. Das Hauptziel von Programmen zur planetaren Verteidigung bleibt die frühzeitige Erkennung potenziell gefährlicher Objekte und deren sichere Ablenkung, bevor sie zu einer ernsthaften Bedrohung werden.

Teilchen aus einem extremen Weltraumbeschleuniger

In einer völlig getrennten Entdeckung hat ein Team unter der Leitung chinesischer Wissenschaftler das energiereichste je registrierte Lichtteilchen detektiert. Diese Entdeckung, über die der South China Morning Post berichtet, zeigt, dass das Universum Materie bis zu 30-mal stärker beschleunigen kann als die zuvor vorhergesagte Grenze.

Das Teilchen wurde in einem gewalttätigen Doppelsternsystem namens Cygnus X-3 geboren, das sich im Sternbild Schwan (Cygnus) befindet. Sein Entstehungsprozess beinhaltet einen toten Stern, der einem massiven Begleiter Material entzieht und starke Jets in den Weltraum ausstößt. Nach einer fast 30.000 Jahre langen Reise erreichte das Teilchen im März 2024 die Erde, wo es vom chinesischen Observatorium registriert wurde.

Mit Tausenden von erdnahen Asteroiden, die von Raumfahrtagenturen auf der ganzen Welt überwacht werden, bleibt die Entwicklung zuverlässiger Verteidigungsstrategien eine wichtige Herausforderung für die moderne Astronomie und die Weltraumforschung.

Häufige Fragen
Wie funktioniert die neue chinesische Methode zur Asteroidenabwehr? +
Die Methode hat zwei Phasen: Zuerst wird ein Hochgeschwindigkeits-Metallprojektil in den Asteroiden getrieben, wodurch ein Krater entsteht, und dann wird ein nukleares Gerät in diesen Krater abgesetzt und eine unterirdische Explosion ausgelöst, um den Asteroiden zu zertrümmern oder abzulenken.
Wie stark muss die Nuklearexplosion sein, um einen Asteroiden zu zerstören? +
Laut Simulationen könnte eine Nuklearexplosion mit einer Stärke von 3 Megatonnen, was der Kraft von etwa 200 auf Hiroshima abgeworfenen Bomben entspricht, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von etwa 100 Metern vollständig zertrümmern.
Was wurde im System Cygnus X-3 entdeckt? +
Chinesische Wissenschaftler haben das energiereichste je registrierte Lichtteilchen aufgezeichnet, das im Doppelsternsystem Cygnus X-3 im Sternbild Schwan geboren wurde und fast 30.000 Jahre bis zur Erde unterwegs war.
Ist die nukleare Asteroidenabwehr die erste Wahl? +
Nein, die Wissenschaftler betonen, dass der Einsatz von Atomwaffen im Weltraum eine letzte Maßnahme wäre. Priorität hat die frühzeitige Erkennung gefährlicher Objekte und deren sichere Ablenkung, bevor sie zu einer Bedrohung werden.

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