Der FC Liverpool hat formelle Gespräche mit Paris Saint-Germain über die Verpflichtung von Bradley Barcola aufgenommen, der zu den begehrtesten Flügelspielern Europas zählt. Wie aus Quellen in Frankreich und England zu erfahren ist, ist der englische Klub bereit, über 100 Millionen Euro für diesen Transfer auszugeben, doch beide Seiten sind noch weit von einer endgültigen Einigung entfernt.
Die Reds haben sich bereits auf die Ankunft von Victor Muñoz von CA Osasuna für rund 40 Millionen Euro geeinigt, und nun liegt ihr Hauptaugenmerk auf Barcola. Diese Prioritätenverschiebung erfolgte, nachdem Yan Diomandé, der erste Wunsch des Klubs, sich für einen Wechsel zu Real Madrid entschieden hatte.
Bewertungsunterschied als Haupthindernis
Wie Football Insider berichtet, hat PSG nicht die Absicht, das erste offizielle Angebot des FC Liverpool anzunehmen. Der Grund ist eine erhebliche Diskrepanz in der Spielerbewertung. PSG fordert für den 22-jährigen französischen Nationalspieler rund 140 Millionen Euro, während Liverpool weniger als 115 Millionen Euro plus Bonuszahlungen bietet. Andere Quellen nennen leicht unterschiedliche Zahlen, PSG soll rund 120 Millionen Pfund verlangen, während Liverpool den Deal für weniger als 100 Millionen Pfund plus bestimmter Boni abschließen möchte.
Trotz der unterschiedlichen Bewertung des Spielers geben sie an der Anfield Road ihren Plan nicht auf. Barcola ist eines der Schlüsselziele des Klubs in diesem Transferfenster, und die Vereinsführung der Reds glaubt, dass eine Einigung dennoch erzielt werden kann.
Barcola will in die Premier League?
Der Optimismus in Liverpool wird durch die Haltung des Spielers selbst weiter gestärkt. Berichten zufolge ist Barcola bereit, an die Anfield Road zu wechseln, und plant derzeit nicht, seinen Vertrag mit PSG zu verlängern, was die Verhandlungen zwischen den Klubs erleichtern könnte. Eine weitere Gelegenheit für seinen Abgang könnte sich ergeben, wenn PSG es schafft, Maghnes Akliouche von der AS Monaco zu verpflichten, der seit einiger Zeit mit dem Pariser Klub in Verbindung gebracht wird.
Transfer-Experte Fabrizio Romano behauptet, dass die Gespräche zwischen den Klubs in den kommenden Tagen fortgesetzt werden sollten. Dies könnte die Verhandlungen über einen der größten Transfers dieses Sommers in eine entscheidende, aber weiterhin unsichere Phase führen.
Flick gibt zu, dass Barcelona reagieren muss
Gleichzeitig deutete Barcelonas Trainer Hansi Flick an, dass sein Klub ebenfalls auf der Suche nach Verstärkung im Angriff ist. "Es wird von der Mannschaft abhängen, wir müssen abwarten. Ich habe großes Vertrauen in Deco, und wir sind uns bewusst, dass wir reagieren müssen, aber alles hängt auch von Ferran ab. Wir werden sehen, was passiert", sagte Flick nach Abschluss der Vorbereitungen in England.
Ferran Torres hingegen hat einen Abschied aus dem Klub nicht ausgeschlossen. Bei einem Promotion-Event in den USA sagte er gegenüber NBC: "Im Moment habe ich einen Vertrag mit Barcelona. Aber ehrlich gesagt, im Fußball weiß niemand, was passieren kann."
Flick lobte zudem besonders die jungen Spieler aus Barcelonas Nachwuchsakademie. "Tunkara und Goren haben mich in dieser Vorbereitung sehr überrascht. Sie haben große Qualität und das zeigen sie deutlich", sagte er und hob besonders Xavi Espart hervor: "Er hat sowohl in den Spielen, wie gegen Birmingham, als auch im Training bestätigt, dass er ein Spieler von höchstem Niveau ist."