Der Sommer ist auf dem Höhepunkt, die Tage sind lang, und viele freuen sich auf den Jahresurlaub. Doch statt eines Energieschubs verspüren immer mehr Menschen das Gegenteil, chronische Erschöpfung, Schläfrigkeit und Konzentrationsmangel. Obwohl es leicht ist, alles der Hitze zuzuschreiben, betont Prof. Dr. med. Darko Katalinić von der Croatia Poliklinik, dass anhaltende Erschöpfung nicht harmlos ist und auf ernstere Mängel im Körper hinweisen kann.
Der Körper arbeitet auf Hochtouren, selbst im Ruhezustand
Das Gefühl sommerlicher Mattigkeit ist nicht eingebildet. Laut Prof. Katalinić handelt es sich um eine komplexe Reaktion des Körpers auf die Hitzewelle. Um sich abzukühlen, erweitert der Organismus die Blutgefäße, verstärkt das Schwitzen und beschleunigt die Herzfrequenz. "Der Organismus arbeitet während einer Hitzewelle ununterbrochen, selbst wenn die Person ruht", erklärt der Arzt. Diese ständige Anstrengung verbraucht zusätzliche Energie, was zu einem Gefühl der Schwere im Körper und einem Mangel an Kraft führt.
Ein entscheidender Faktor ist auch die Dehydrierung. Viele machen den Fehler, auf das Durstgefühl zu warten, das, wie Prof. Katalinić warnt, bereits ein verspätetes Signal ist. "Durst ist kein früher Indikator für Flüssigkeitsmangel, sondern tritt erst auf, wenn die Dehydrierung bereits fortgeschritten ist." Selbst ein leichter Flüssigkeitsmangel kann zu Konzentrationsabfall, Kopfschmerzen und Erschöpfungsgefühlen führen. Das Problem wird durch den Verlust von Elektrolyten wie Natrium, Kalium und Magnesium durch das Schwitzen weiter verschärft. "Bei Personen, die stark schwitzen, kann deren Mangel Schwäche, Muskelkrämpfe, Schwindel und das Gefühl verursachen, dass der Körper nicht genug Energie hat", erklärt der Arzt.
Warum wachen Sie morgens unausgeschlafen auf?
Die Hitze beeinflusst auch direkt die Schlafqualität. Um einzuschlafen, muss die Körpertemperatur sinken, was in schwülen Nächten erschwert wird. "Der Schlaf wird oberflächlicher, es kommt häufiger zu Aufwachphasen, und der Anteil an Tiefschlaf nimmt ab", so Prof. Katalinić. Daher ist es möglich, acht Stunden im Bett zu verbringen und völlig erschöpft aufzuwachen. Zudem bringt der Sommer oft plötzliche Veränderungen mit sich, von späteren Schlafenszeiten bis zu intensiverer körperlicher Aktivität, an die der Körper nicht gewöhnt ist. "Obwohl körperliche Aktivität äußerst gesundheitsfördernd ist, kann eine plötzliche Belastungssteigerung ohne ausreichende Erholung zu kumulativer Müdigkeit führen", warnt der Arzt.
Die Grenze zwischen Müdigkeit und Krankheit
Die übliche sommerliche Müdigkeit verschwindet normalerweise nach Erholung und Flüssigkeitszufuhr. Doch Prof. Katalinić betont, dass es eine klare rote Linie gibt, ab der Erschöpfung nicht mehr harmlos ist. "Eine solche Müdigkeit ist nicht nur ein Gefühl von Schläfrigkeit, sondern ein tiefes Erschöpfungsgefühl, das die Bewältigung alltäglicher Aktivitäten erschwert", erklärt er. Entscheidend ist, auf Begleitsymptome wie unerklärlichen Gewichtsverlust, erhöhte Temperatur, Nachtschweiß oder Atembeschwerden zu achten, die auf Herz-, Lungen- oder sogar Diabeteserkrankungen hinweisen können.
Der Arzt betont besonders die Bedeutung der Symptomdauer. "Müdigkeit, die länger als vier Wochen ohne klaren Grund anhält, sich fortschreitend verschlechtert oder das tägliche Leben erheblich beeinträchtigt, erfordert eine ärztliche Abklärung", so Prof. Katalinić.
Versteckte Übeltäter: Eisen und Vitamine
Eine der häufigsten Ursachen für anhaltende Erschöpfung ist Eisenmangel. Was viele nicht wissen: Müdigkeit kann auftreten, bevor sich eine Anämie entwickelt. "Es ist wichtig zu wissen, dass Müdigkeit auftreten kann, bevor der Hämoglobinwert sinkt, wenn nur die Eisenspeicher, also der Ferritinwert, reduziert sind", betont der Arzt. Neben Eisen sind auch Vitamin B12 und Folsäure entscheidend für das Energieniveau. Prof. Katalinić warnt vor schwerwiegenden Folgen, wenn man dies ignoriert: "Ein langfristiger unbehandelter Vitamin-B12-Mangel kann dauerhafte Schäden am Nervensystem verursachen."
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Spielzeug
Der erste Impuls bei chronischer Müdigkeit ist oft, zu Nahrungsergänzungsmitteln zu greifen, doch der Arzt rät zur Vorsicht. "Die moderne Medizin basiert auf Beweisen, die klar zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht universell für alle Menschen nützlich sind", sagt Prof. Katalinić. Die eigenmächtige Einnahme kann die wahre Krankheitsursache verschleiern und in manchen Fällen sogar direkt schädlich sein. "Eine übermäßige Eisenzufuhr kann Leberschäden, Bauchspeicheldrüsen- und Herzschäden verursachen, während ein Zinküberschuss zu Kupfermangel, Anämie und einer geschwächten Immunfunktion führen kann", so der Arzt. Statt zu raten, wird eine gezielte Labordiagnostik empfohlen.
Eine Möglichkeit, den Nährstoffstatus zu überprüfen, ist das IMUNO-Paket der Croatia Poliklinik, das Tests für Vitamin D, B12, Folsäure, Ferritin, Magnesium, Kalzium und ein großes Blutbild umfasst. "Durch die Kombination der Bewertung von Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure, Ferritin, Blutbild, Magnesium und Kalzium können häufige, aber oft übersehene Störungen wie Eisenmangel, Vitaminmangel oder Veränderungen im Blutbild erkannt werden", erklärt Prof. Katalinić. "Laboruntersuchungen ermöglichen es, die Behandlung an die tatsächlichen Bedürfnisse des Einzelnen anzupassen", schließt der Arzt und fügt hinzu, dass die Ergebnisse immer im Kontext von Alter, Symptomen und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten interpretiert werden müssen. Bis zum 31. August 2026 ist das Paket zum Aktionspreis von 98 Euro erhältlich, was einem Rabatt von 51 Prozent entspricht.