Der Vizepremier und Minister für Raumordnung, Bauwesen und Staatseigentum, Branko Bačić, präsentierte am Freitag, dem 31. Juli 2026, die Details des neuen Mietgesetzes. Diese Verordnung ist der zentrale Bestandteil eines Pakets, mit dem die Regierung den Nationalen Wohnungsbauplan bis 2030 weiter umsetzt. Wie Dulist und OG Portal Ogulin berichten, zielt das Gesetz darauf ab, die Rechtssicherheit für Vermieter und Mieter zu erhöhen.
Notar wird Pflicht
Nach Informationen von OG Portal Ogulin müssen alle künftigen Mietverträge in Form einer notariellen Urkunde abgeschlossen, also notariell beurkundet werden. Das bedeutet, dass im Streitfall die Zwangsvollstreckung, sei es wegen Räumung oder Zahlung, ohne langwierige Gerichtsverfahren möglich ist. Die Verfahren sollten dadurch doppelt so schnell abgewickelt werden wie bisher.
Das neue Gesetz führt auch ein verpflichtendes Übergabeprotokoll mit Fotos der Wohnung ein sowie präzisere Pflichten beider Vertragsparteien. Dnevnik.hr betont, dass Vermieter die Mieten nicht mehr willkürlich erhöhen können.
Wie Mieten kontrolliert und vor Zahlungsausfällen geschützt wird
Die Miete darf künftig höchstens einmal pro Jahr erhöht werden, und nur nach vorheriger Ankündigung und im Einklang mit der Entwicklung der Immobilienpreise. Es werden auch Verfahren für die Vertragsauflösung festgelegt, sowohl bei Verletzung der Pflichten des Mieters als auch aus Gründen, die nicht seinem Verschulden unterliegen, mit Mindestfristen für die Räumung.
Wie Dulist erfährt, wurde auch eine neue Rolle der Agentur zur Sicherung von Arbeitnehmeransprüchen eingeführt. Diese Institution könnte unter bestimmten Bedingungen Vermietern ausstehende Mieten und Nebenkosten erstatten.
Bezahlbare Miete: 958 Wohnungen bereits angemeldet
Neben dem Gesetz wurden auch Maßnahmen zur Fortsetzung des Programms für bezahlbare Mieten vorgestellt. Ziel ist es, möglichst viele leerstehende Wohneinheiten für langfristige Vermietung zu aktivieren, zu Preisen, die zum Haushaltsbudget passen. Das Ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Staatseigentum berichtete, dass sich auf den ersten öffentlichen Aufruf 958 Wohnungseigentümer und 1.315 interessierte Mieter gemeldet haben.