Der Briefträger klingelt hier nicht zweimal: Briefkästen im Zentrum von Zagreb
Wegen der konstruktiven Sanierung nach dem Erdbeben haben die Bewohner der Šenoina 12 das Problem der Postzustellung auf ungewöhnliche Weise gelöst.
Wegen der konstruktiven Sanierung nach dem Erdbeben haben die Bewohner der Šenoina 12 das Problem der Postzustellung auf ungewöhnliche Weise gelöst.
Passanten in der Šenoina-Straße in Zagreb können dieser Tage eine ungewöhnliche Szene beobachten: Briefkästen, die an Brettern befestigt und an die Fassade des Gebäudes Nummer 12 gelehnt sind. Diese provisorische Lösung ist eine Folge der konstruktiven Sanierung, die an diesem durch das Erdbeben beschädigten Gebäude im Gange ist.
Damit die Post weiterhin reibungslos zugestellt werden kann, wurden die Briefkästen während der Arbeiten aus dem Gemeinschaftsbereich des Gebäudes in der Nähe des Tomislavac-Platzes entfernt und vorübergehend an der Außenseite des Gebäudes angebracht. Ein Teil der Bewohner hat laut verfügbaren Daten im letzten Jahr finanzielle Unterstützung für die vorübergehende Unterbringung genau wegen der Sanierung erhalten.
Das Ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Staatseigentum hat berichtet, dass in den Wiederaufbau nach dem Erdbeben im Gebiet von Zagreb bisher fast 3 Milliarden Euro investiert wurden. In der ganzen Stadt wurden mehr als 700 Baustellen eröffnet, und die Arbeiten sind an zwei Dritteln der Standorte, also an 4500, abgeschlossen.
Der zuständige Minister Branko Bačić erklärte vor zwei Wochen, dass bis Ende nächsten Jahres alle Ersatzfamilienhäuser fertiggestellt sein werden, und die Sanierung aller öffentlichen Gebäude im Gebiet von Zagreb und Petrinja sollte bis Ende dieses Jahres abgeschlossen sein.
"Was die neuen Ersatzfamilienhäuser betrifft, so müssen im Gebiet der Stadt Zagreb noch 13 fertiggestellt werden, 40 befinden sich im Bau und 13 im Vergabeverfahren", sagte Bačić.
Die Situation in der Šenoina 12 ist somit nur eine von vielen vorübergehenden Unannehmlichkeiten, mit denen Bürger konfrontiert sind, deren Gebäude nach dem verheerenden Erdbeben einer notwendigen Sanierung unterzogen werden.