Fluss bei Požega droht auszutrocknen
Während das Festland unbeständigeres Wetter erwartet, bleibt Dalmatien von der Hitzewelle betroffen. Dürre bricht Rekorde an Donau und Drau, die Orljava fiel auf nur vier Zentimeter.
Während das Festland unbeständigeres Wetter erwartet, bleibt Dalmatien von der Hitzewelle betroffen. Dürre bricht Rekorde an Donau und Drau, die Orljava fiel auf nur vier Zentimeter.
Nachdem am Donnerstag ganz Kroatien wegen extremer Hitze unter roter Warnung stand, bringt der Freitag eine Veränderung im Landesinneren, offenbart aber auch das Ausmaß der hydrologischen Krise, die einzelne Flüsse an den Rand des Austrocknens bringt. Während sich das Binnenland auf Abkühlung vorbereitet, bleibt die Adriaküste in den Fängen der Hitzewelle, und der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) warnt vor sehr großer Gefahr für mehrere Städte.
Laut der Prognose des DHMZ wird es im Landesinneren am Freitag wechselnd bewölkt sein mit zeitweiligem Regen und lokalen Schauern, begleitet von Gewittern, von denen einige auch kräftiger ausfallen können. Die Tagestemperaturen werden in den meisten Teilen des kroatischen Festlandes zwischen 28 und 35 Grad liegen, während es in Lika und im Gorski kotar mit 28 bis 31 Grad etwas angenehmer sein wird.
Ein völlig anderes Bild erwartet die Adria. Im nördlichen Teil werden die Temperaturen 34 bis 37 Grad erreichen, mit starkem und stellenweise stürmischem Bora unterhalb des Velebit. In Dalmatien wird es noch heißer, mit Höchstwerten zwischen 34 und 38 Grad. Obwohl im dalmatinischen Hinterland lokale Schauer möglich sind, werden sie keine nennenswerte Abkühlung bringen. Für Samstag wird im Landesinneren weiterhin unbeständiges Wetter prognostiziert, ab Sonntag kehrt die Sonne zurück und die Temperaturen steigen allmählich. Der DHMZ kündigt für die Regionen Rijeka, Split und Dubrovnik auch am Wochenende eine sehr große Gefahr durch die Hitzewelle an.
Obwohl lokale Schauer den Boden kurzzeitig benetzen, sind sie weit davon entfernt, die Wasserläufe und Grundwasserreserven zu erholen. Die Kroatischen Gewässer berichteten, dass an einzelnen Messstationen an Donau und Drau die niedrigsten Wasserstände seit Beginn der systematischen hydrologischen Überwachung verzeichnet wurden. Für einen spürbaren Anstieg der Pegel wären ergiebige Niederschläge in den gesamten Einzugsgebieten erforderlich, einschließlich großer Regenmengen in den flussaufwärts gelegenen Teilen Europas.
Besonders alarmierend ist die Lage der Orljava bei Požega. Ihr Wasserstand ist auf nur vier Zentimeter gefallen. Experten warnen, dass das Flussbett in den nächsten zehn Tagen vollständig austrocknen könnte, wenn die hohen Temperaturen anhalten und länger anhaltender Regen ausbleibt. Sehr niedrige Abflüsse werden auch an der Plitvica in der Gespanschaft Varaždin verzeichnet, und die Kroatischen Gewässer überwachen täglich den Zustand von Bednja, Drau und Grundwasser, wobei sie das Gelände verstärkt begehen, um die für die Tier- und Pflanzenwelt notwendigen Mindestabflüsse zu erhalten.
Trotz der kritischen hydrologischen Indikatoren ist die öffentliche Wasserversorgung in Kroatien derzeit stabil. Obwohl an einigen Quellen geringere Zuflüsse verzeichnet werden, ist die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser derzeit nicht gefährdet. Das Wasserversorgungssystem in der Region Požega funktioniert beispielsweise normal, da es aus mehreren Grundwasser-, Berg- und Oberflächenquellen gespeist wird.
Dennoch appellieren die Kroatischen Gewässer an die Bürger, Wasser rational zu nutzen. Besonders empfohlen wird, das Bewässern von Rasenflächen, das Waschen von Höfen, das Befüllen von Pools und andere nicht notwendige Aktivitäten zu reduzieren. Die anhaltende Dürre, so betonen sie, sei ein deutliches Zeichen dafür, dass die derzeitige Stabilität der Versorgung nicht zu unbegrenztem Wasserverbrauch berechtige. Einige lokale Schauer können die Temperatur vorübergehend senken, doch für eine echte Erholung der Flüsse ist länger anhaltender und ergiebiger Regen nötig, der in absehbarer Zeit nicht in Sicht ist.