Šebalj brutal ehrlich über E-Scooter
Der vielfache kroatische Rallye-Meister warnt vor der steigenden Zahl von Unfällen mit E-Scootern und erklärt, warum kleine Räder nur ein Teil der gefährlichen Gleichung sind.
Der vielfache kroatische Rallye-Meister warnt vor der steigenden Zahl von Unfällen mit E-Scootern und erklärt, warum kleine Räder nur ein Teil der gefährlichen Gleichung sind.
Der bekannte kroatische Automobilist und vielfache Rallye-Meister Kroatiens, Juraj Šebalj, hat auf seinem YouTube-Kanal Auto Show ein Video veröffentlicht, in dem er vor der wachsenden Gefahr von E-Scootern warnt. In dem am 6. August 2026 veröffentlichten Video spart Šebalj nicht mit Worten, während er eine Reihe von Nachrichten über Unfälle mit E-Scootern liest, die die letzten zwei Wochen geprägt haben.
"Das sind alles Nachrichten aus den letzten zwei Wochen", betonte Šebalj und kommentierte Berichte über Zusammenstöße mit Autos, Auffahrten auf Fußgänger und Stürze, bei denen auch Kinder verletzt wurden. Seine Botschaft ist klar: Sicherheit auf dem E-Scooter erfordert viel mehr als nur die richtige Ausrüstung.
Šebalj gibt zu, dass E-Scooter aufgrund ihrer Praktikabilität und ihres Preises äußerst beliebt geworden sind und eine schnelle Ankunft am Arbeitsplatz ohne Verkehrsstaus ermöglichen. Er weist jedoch auch auf ernsthafte technische Mängel hin. Als größtes Problem nennt er die kleinen Räder, die den Scooter extrem empfindlich auf jede Unebenheit der Straße machen. "Wenn Sie den Lenker nicht festhalten, wird er Ihnen in diesem Moment aus der Hand gerissen", warnte er.
Im Gegensatz zu einem Fahrrad hat ein E-Scooter bei höheren Geschwindigkeiten keine natürliche Stabilität, wodurch der Fahrer viel leichter das Gleichgewicht verliert. Dennoch glaubt Šebalj, dass der Kern des Problems woanders liegt. "Das größte Problem ist nicht der Scooter selbst und seine Konstruktion, sondern der Fahrer. Oder der Nutzer", sagte er.
Im Video erinnerte er auch an die kroatischen Vorschriften für E-Scooter, die oft missachtet werden. Laut Gesetz darf ein E-Scooter höchstens 25 km/h erreichen und einen Motor mit einer Leistung von bis zu 0,6 kW haben. Nur Personen über 14 Jahren dürfen ihn mit obligatorischem Helm fahren. Bei Nacht oder schlechter Sicht sind Licht und eine reflektierende Weste Pflicht, und das Tragen von Kopfhörern während der Fahrt ist verboten.
Er betonte das Problem mit E-Scootern, deren Geschwindigkeitsbegrenzer entfernt wurden. Solche E-Scooter fallen nicht mehr in die Kategorie der persönlichen Transportmittel, sondern werden wie Mopeds oder Motorräder behandelt, und die Polizei hat die Befugnis, sie zu beschlagnahmen.
Um die Schwere der Folgen zu veranschaulichen, zeigte Šebalj im Video einen Vergleich eines Sturzes vom E-Scooter mit einem Sturz aus der Höhe eines Gebäudes. Nach dieser Analyse ist ein Sturz von einem E-Scooter mit 25 km/h wie ein Sturz aus dem ersten Stock eines Gebäudes, während ein Sturz bei 50 km/h einem Sturz aus dem dritten Stock entspricht. Einige E-Scooter, warnt er, können sogar deutlich höhere Geschwindigkeiten erreichen.
Am Ende des Videos gab er einige praktische Tipps. Er empfiehlt das Tragen eines besseren Helms, der auch das Gesicht bedeckt, das Fahren in Fahrtrichtung des Verkehrs, das Reduzieren der Geschwindigkeit beim Passieren von Fußgängern, das Absteigen vom E-Scooter an Fußgängerüberwegen und das Vermeiden von Kopfhörern während der Fahrt. Besonders warnte er Eltern davor, Kindern unter 14 Jahren E-Scooter zu geben.