Starkes Erdbeben der Stärke 6,3 erschüttert Süden der Philippinen
Das Epizentrum lag im Meer vor der Insel Sarangani, bisher gibt es keine Berichte über Opfer oder Tsunami-Warnungen.
Das Epizentrum lag im Meer vor der Insel Sarangani, bisher gibt es keine Berichte über Opfer oder Tsunami-Warnungen.
Ein Erdbeben der Stärke 6,3 hat am Mittwoch, dem 5. August 2026, den Süden der Philippinen erschüttert, wie das Europäisch-Mediterrane Seismologische Zentrum (EMSC) und die US-amerikanische Geologische Untersuchung (USGS) mitteilten. Das Epizentrum lag im Meer, südwestlich der kleinen Insel Sarangani in der Region Mindanao.
Während das EMSC angibt, dass das Beben in einer Tiefe von nur 10 Kilometern stattfand, schätzte das Pazifische Tsunami-Warnzentrum die Tiefe auf deutlich größere 62 Kilometer. Das EMSC gab außerdem an, dass das Epizentrum etwa 104 Kilometer von der Stadt General Santos entfernt lag, während der USGS eine Entfernung von 32 Kilometern von der Insel Sarangani meldet. Das Beben ereignete sich um 12:14 Uhr Ortszeit.
Trotz der Stärke des Bebens wurde keine Tsunami-Warnung herausgegeben. Bisher gibt es keine offiziellen Berichte über mögliche Opfer oder Sachschäden.
Ein Rettungssanitäter von der Insel Sarangani, Harly Sauro, beschrieb der Nachrichtenagentur AFP die dramatischen Momente. "Das Beben war ziemlich stark. Ich sah Menschen in Panik. Sie rannten umher und schrien", erzählte er. Er fügte hinzu, dass das Beben zu einem ungünstigen Zeitpunkt stattfand, während die lokale Behörde finanzielle Hilfe verteilte, sodass sich viele Menschen im Freien versammelt hatten. "Alle sind sicher", bestätigte er.
Sauro zeigte sich optimistisch hinsichtlich der Folgen. "Basierend auf unserer Einschätzung und Erfahrung glauben wir nicht, dass es Opfer oder Schäden geben wird", sagte er.
Nach Augenzeugenberichten, die das EMSC gesammelt hat, war das Zittern des Bodens stark und dauerte längere Zeit an. Die Philippinen liegen im sogenannten Pazifischen Feuerring, einer Region mit extrem intensiver seismischer Aktivität, weshalb Erdbeben dort fast an der Tagesordnung sind.
Dieses Beben folgte auf ein verheerendes Erdbeben, das am 8. Juni 2026 die nahe gelegene Insel Mindanao erschütterte. Dieses Beben, verursacht durch die Verschiebung des Cotabato-Grabens, ließ Gebäude einstürzen, löste Erdrutsche aus und tötete mindestens 76 Menschen. Damals hob sich der Meeresboden an einigen Stellen um fast zwei Meter an.