Sommerliche Hitzewellen bringen mehr als nur Unbehagen und Schwitzen mit sich, sie stellen ein ernsthaftes öffentliches Gesundheitsrisiko dar, das schwerwiegende Folgen für die Gesundheit haben kann. Extreme Hitze kann zu Erschöpfung, Flüssigkeitsverlust und Hitzschlag führen und kann auch bestehende Probleme mit Herz, Lunge, Nieren und anderen chronischen Erkrankungen negativ beeinflussen.
Zu den Risikogruppen gehören jüngere Menschen, Schwangere, ältere Bürger, Menschen mit chronischen Krankheiten sowie Personen, die längere Zeit im Freien verbringen oder arbeiten. Experten betonen, dass das größte Risiko besteht, wenn frühe Symptome von Erschöpfung nicht erkannt werden.
Hydration und Vermeidung von Sonne in kritischen Stunden
Während der größten Hitze ist es entscheidend, regelmäßig Flüssigkeit zu sich zu nehmen, auch wenn kein Durstgefühl besteht. Empfohlen wird, Wasser oder kalorienarme Getränke zu trinken, die kein Koffein, keinen Alkohol und keine großen Mengen an Zucker enthalten. Getränke, die die Flüssigkeitsausscheidung beschleunigen, können die Wahrscheinlichkeit von Dehydrierung erhöhen.
Der Aufenthalt in direkter Sonne sollte zwischen 10 und 17 Uhr vermieden werden. Am besten erledigt man Außenarbeiten und schwerere körperliche Anstrengungen in den frühen Morgenstunden. Arbeiter, die Hitze ausgesetzt sind, sollten sich regelmäßig in den Schatten zurückziehen und mindestens alle halbe Stunde Flüssigkeit zu sich nehmen.
Kleidung, Kühlung der Räume und besonderer Schutz
Empfohlen werden leichte und helle Kleidung aus natürlichen Materialien sowie das Bedecken des Kopfes. Nachts sollte in Innenräumen die kühlere Luft genutzt werden, und tagsüber ist es ratsam, Fenster zu schließen, Rollläden herunterzulassen und Geräte auszuschalten, die zusätzliche Wärme erzeugen.
Kinder und Haustiere sollten niemals in einem geparkten Auto zurückgelassen werden, auch nicht für kurze Zeit. Der Innenraum eines Fahrzeugs kann sehr schnell auf gefährliche Temperaturen ansteigen. Neugeborene und Kleinkinder sollten besonders geschützt werden, einschließlich leichter Kleidung, Aufenthalt im Schatten und Anwendung von Produkten mit hohem Lichtschutzfaktor.
Erkennen von Anzeichen und schnelles Reagieren
Starke Schwäche, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel, Verwirrtheit oder stark erhöhte Körpertemperatur erfordern schnelles Handeln und gegebenenfalls ärztliche Hilfe. Die rechtzeitige Anpassung des Tagesablaufs, regelmäßiges Trinken von Flüssigkeit und die Fürsorge für empfindliche Personen können die schwerwiegendsten Folgen extremer Hitze verringern.