Der US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag, dem 4. August 2026, in letzter Minute einen groß angelegten Luftangriff auf den Iran gestoppt, der einer der massivsten US-Militärschläge seit dem Zweiten Weltkrieg hätte werden sollen. Die Entscheidung folgte auf Warnungen hoher Militärbefehlshaber über kritisch reduzierte Bestände an wichtigen Abfangwaffen und den Druck von Verbündeten in der Region.
Kritisch niedrige Abfangraketenbestände
Nach Informationen von CNN haben die USA im Konflikt mit dem Iran fast 80 % ihrer Abfangraketen für das THAAD-System und etwa die Hälfte ihrer Patriot-Raketenbestände verbraucht. Auch erhebliche Mengen anderer Präzisionsmunition sind erschöpft. Hohe Militärbefehlshaber warnten, dass die wichtigsten Bestände gefährlich niedrig seien, was zusammen mit Bedenken über iranische Vergeltung und zivile Opfer dazu beigetragen habe, Präsident Trump von den geplanten Angriffen abzubringen.
Diplomatisches Spiel um Hormus
Trump erklärte, der Angriff werde verschoben, weil der Iran und die Führer mehrerer Länder der Region ihn gebeten hätten, der Diplomatie eine weitere Chance zu geben. Seiner Darstellung zufolge seien die Grundlagen für eine Einigung geschaffen worden, die die Öffnung der Straße von Hormus, die Einstellung iranischer Angriffe auf US-Interessen und Verbündete sowie die Fortsetzung der Gespräche über das iranische Atomprogramm umfassen soll. Teheran bestreitet jedoch, dass mit Washington eine Einigung erzielt wurde.
Angriffe auf Schiffe in der Meerenge
Unmittelbar vor Trumps Entscheidung hat der Iran mindestens vier Schiffe in der Straße von Hormus getroffen, berichtete der Middle East Spectator. Diese Angriffe erfolgten, nachdem der US-Präsident gedroht hatte, für jedes getroffene Schiff werde die USA "eine Brücke oder ein Kraftwerk" im Iran zerstören. Trump hatte zuvor angekündigt, der Iran werde "sehr stark" getroffen, während US- und israelische Militärplaner eine Operation vorbereiteten, die sich in erster Linie gegen die iranische Energie-, Militär- und Nuklearinfrastruktur richtete.
Unsicherheit im Nahen Osten
Die überraschende Kehrtwende hat ein neues Kapitel der Unsicherheit im Nahen Osten aufgeschlagen. Es bleibt die Frage, ob es sich um ein taktisches diplomatisches Spiel zur Freimachung der Straße von Hormus, einer wichtigen Arterie für den globalen Öltransport, handelt oder nur um eine vorübergehende Pause vor einer neuen Eskalation. Die Golfstaaten haben sich vehement gegen einen US-Angriff ausgesprochen, da sie sich bewusst sind, dass ein größerer Konflikt mit dem Iran katastrophale Folgen für die regionale Stabilität und die globalen Energieströme haben könnte.