112 Palästinenser in Gaza beigesetzt
Unter den in den Trümmern des Viertels Sabra gefundenen Leichen waren 40 Kinder, 30 Frauen und sieben Behinderte. Gleichzeitig kehren Patienten nach Behandlung im Ausland in die zerstörte Enklave zurück.
Unter den in den Trümmern des Viertels Sabra gefundenen Leichen waren 40 Kinder, 30 Frauen und sieben Behinderte. Gleichzeitig kehren Patienten nach Behandlung im Ausland in die zerstörte Enklave zurück.
In der Stadt Gaza fand eine Massenbestattung der sterblichen Überreste von 112 Palästinensern statt, deren Leichen fast drei Jahre nach dem verheerenden israelischen Angriff auf einen Wohnblock im Viertel Sabra gefunden wurden. Die Nachricht über die Beerdigung, die am 4. August 2026 stattfand, wurde von N1 Serbien und dem Quds News Network veröffentlicht.
Hunderte Menschen versammelten sich bei der Zeremonie, bei der die in palästinensische Flaggen gehüllten Leichen in Reihen nahe der zerstörten Gebäude aufgebahrt wurden. Anschließend wurden sie auf Tragen durch enge Gassen zum nahe gelegenen Friedhof getragen, berichtet N1 Serbien unter Berufung auf einen Bericht der Nachrichtenagentur AP und Fotos von Dawoud Abu Alkasa für Reuters.
Nach Angaben des Zivilschutzes von Gaza haben Rettungskräfte die Leichen während des Wochenendes vor dem 4. August geborgen, nachdem sie 136 Stunden lang in den Trümmern nach den Toten gesucht hatten. Unter den gefundenen sterblichen Überresten befanden sich nach Angaben der Behörde 40 Kinder, 30 Frauen und sieben Behinderte. Der Zivilschutz fügte hinzu, dass weitere 157 Menschen als vermisst gelten.
Palästinensische Gesundheitsbeamte schätzen, dass insgesamt etwa 7.400 Menschen infolge der zahlreichen israelischen Angriffe in ganz Gaza vermisst oder in den Trümmern gefangen sind, berichtet N1 Serbien.
Die Beigesetzten gehörten zu den Opfern des Angriffs auf das Viertel Sabra, der sich am 22. November 2023 ereignete. Die Quellen unterscheiden sich in der genauen Zahl der Getöteten: N1 Serbien gibt an, dass damals mehr als 300 Menschen getötet wurden, während das Quds News Network auf seinem Telegram-Kanal von 308 getöteten Palästinensern berichtet. Die sterblichen Überreste der 112 Menschen, die nun beigesetzt wurden, gehören den Familien Abu Sharia und Al Hassaina, so das Quds News Network.
Während die Familien mit den Folgen des langwierigen Konflikts konfrontiert sind, versuchen Kinder in Gaza, der intensiven Sommerhitze zwischen den Trümmern ihrer zerstörten Häuser zu entkommen, indem sie kleine Mengen Wasser nutzen, um sich inmitten der anhaltenden israelischen Belagerung abzukühlen, wie Aufnahmen zeigen, die das Quds News Network geteilt hat.
Am selben Tag, dem 4. August 2026, kehrte eine Gruppe palästinensischer Patienten nach Gaza zurück, nachdem sie im Ausland medizinische Versorgung erhalten hatten, und traf nach fast drei Jahren der Trennung wieder auf ihre Familien, berichtet Al Jazeera. Die systematische Zerstörung des Gesundheitssystems von Gaza durch Israel hat Tausende dazu gezwungen, außerhalb der Enklave Behandlung zu suchen. Gleichzeitig können Tausende andere Gaza weiterhin nicht verlassen, um dringende medizinische Hilfe zu erhalten, da Israel sie blockiert, fügt Al Jazeera hinzu.