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In manchen Orten doppelt so viele Tote wie Geburten

Die Gespanschaft Koprivnica-Križevci verlor innerhalb eines Jahres 791 Einwohner, die Binnenmigration wird zum größeren Problem als die Auswanderung ins Ausland.

Foto: Wikipedia (Koprivničko-križevačka županija)
Kurz gesagt
  • Die Gespanschaft Koprivnica-Križevci verlor innerhalb eines Jahres 791 Einwohner, mit negativer natürlicher Bevölkerungsentwicklung und Migrationssaldo.
  • Das Hauptproblem ist nun die Binnenmigration nach Zagreb, nicht die Auswanderung ins Ausland.
  • In Gemeinden wie Novi Virje ist die Lage alarmierend, mit mehrfach mehr Toten als Geburten.
  • Rasinja verzeichnet das ungünstigste Verhältnis von Ehen und Scheidungen in der Region, sieben Scheidungen auf fünf Hochzeiten.

Die demografischen Trends in Podravina und Prigorje bleiben besorgniserregend. Nach den neuesten Daten des Staatlichen Statistikamtes (DZS) verlor die Gespanschaft Koprivnica-Križevci im vergangenen Jahr 791 Einwohner. Dazu trugen beide zentralen demografischen Indikatoren bei: eine negative natürliche Bevölkerungsentwicklung von 592 Personen und ein gesamtes Migrationsminus von 199 Einwohnern.

Binnenmigration wird zur größten Herausforderung

Obwohl die Massenauswanderung ins Ausland in den letzten Jahren deutlich nachgelassen hat, wird die Umsiedlung innerhalb Kroatiens immer ausgeprägter. Die Daten des DZS zeigen, dass die externe Migrationsbilanz der Gespanschaft sogar leicht positiv ist. Aus dem Ausland zogen 784 Personen zu, während 755 fortzogen, was ein kleines Plus von 29 Einwohnern ergibt.

Wesentlich ungünstiger sieht es jedoch bei der Binnenmigration aus. Aus anderen Gespanschaften zogen 533 Personen zu, während 761 in andere Teile Kroatiens abwanderten. Dies ergibt eine negative Zwischengespanschaftsbilanz von 228 Einwohnern. Hauptursache ist die Abwanderung nach Zagreb und Umgebung, wo Löhne und Beschäftigungsmöglichkeiten deutlich besser sind. Mit einem gesamten Migrationsminus von 199 Personen liegt die Gespanschaft Koprivnica-Križevci an dritter Stelle in Kroatien, direkt hinter der Gespanschaft Sisak-Moslavina, die 558 Einwohner verlor, und der Gespanschaft Brod-Posavina mit einem Minus von 205. Im Gegensatz dazu verzeichneten die benachbarten Gespanschaften Varaždin und Međimurje ein leichtes Migrationsplus von 79 bzw. 68 Einwohnern, wobei sie die Binnenabwanderung durch positive internationale Migration ausglichen.

Natürliche Bevölkerungsentwicklung tief im Minus

Auch die natürliche Bevölkerungsentwicklung bringt keine guten Nachrichten. In der Gespanschaft wurden im vergangenen Jahr 860 Kinder geboren, während 1.452 Menschen starben. Der Vitalitätsindex, der die Zahl der Lebendgeborenen pro 100 Verstorbene angibt, beträgt nur 59,2. Das bedeutet, auf zehn Verstorbene kommen knapp weniger als sechs Geburten, was unter dem Landesdurchschnitt liegt. Auf kroatischer Ebene beträgt der Vitalitätsindex 64,9, mit 32.479 Geburten und 50.007 Todesfällen, also einem natürlichen Rückgang von 17.528 Einwohnern.

Besonders alarmierend ist die Lage in einigen Gemeinden. In Novi Virje wurden im letzten Jahr nur fünf Kinder geboren, während 16 Menschen starben. Doppelt so viele Tote wie Geburten verzeichnen auch Ferdinandovac, Legrad und Podravske Sesvete. In Mala Bukovica und Martijanec ist die Situation noch schlimmer: Auf eine Geburt kommen drei Todesfälle. Am nächsten an der Balance sind Hlebine mit 16 Geburten und 17 Todesfällen sowie Drnje mit 20 Geburten und 24 Todesfällen. Städte wie Koprivnica (207 Geburten) und Križevci (158 Geburten) verzeichnen eine höhere Zahl an Neugeborenen, während Đurđevac, Ludbreg und Pitomača zwischen 65 und 69 Geburten aufweisen, aber auch das reicht nicht für eine positive natürliche Bevölkerungsentwicklung.

Ehen und Scheidungen: Rasinja an der Spitze der Negativbilanz

Die Daten des DZS bieten auch interessante Einblicke in die Eheverhältnisse. In Podravina und Prigorje wurden im letzten Jahr 460 Ehen geschlossen und 168 geschieden, so viele wie in den letzten fünf Jahren nicht. Statistisch gesehen besteht eine fast 37-prozentige Chance, dass eine Ehe nicht hält. Dennoch gibt es Lichtblicke. Die Gemeinden Gornja Rijeka und Kalinovac verzeichneten im vergangenen Jahr keine einzige Scheidung.

Auf der anderen Seite nahmen die Ehegelübde in Rasinja am wenigsten ernst. Dort kamen auf fünf Eheschließungen sieben Scheidungen, das ungünstigste Verhältnis in der Region.

Häufige Fragen
Wie viele Einwohner verlor die Gespanschaft Koprivnica-Križevci? +
Nach Angaben des DZS verlor die Gespanschaft im vergangenen Jahr 791 Einwohner, davon 592 durch natürliche Bevölkerungsentwicklung und 199 durch Migration.
Was ist die Hauptursache für das Migrationsminus in Podravina und Prigorje? +
Die Hauptursache ist nicht mehr die Auswanderung ins Ausland, sondern die Binnenmigration in die Region Zagreb und Umgebung, wo Löhne und Beschäftigungsmöglichkeiten besser sind.
Wo wurden in der Region die schlechtesten Verhältnisse von Eheschließungen und Scheidungen verzeichnet? +
Das schlechteste Verhältnis wurde in der Gemeinde Rasinja verzeichnet, wo auf fünf Eheschließungen sieben Scheidungen kamen.
Welche Gemeinden hatten die alarmierendste natürliche Bevölkerungsentwicklung? +
In Novi Virje wurden nur fünf Kinder geboren bei 16 Todesfällen, während in Mala Bukovica und Martijanec auf eine Geburt drei Todesfälle kamen.

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