Fünf Dinge, die Sie vor Ihrem Jahresurlaub bedenken sollten
Experten des ECDC warnen vor Gesundheitsrisiken in den Sommermonaten, die besonders für Kroatien relevant sind.
Experten des ECDC warnen vor Gesundheitsrisiken in den Sommermonaten, die besonders für Kroatien relevant sind.
Die Urlaubssaison bringt Entspannung, aber auch die Notwendigkeit zusätzlicher Vorsicht. Wie Telegram.hr berichtet, hat das Europäische Zentrum für die Prävention und Kontrolle von Krankheiten (ECDC) fünf Hauptgefahren hervorgehoben: Krankheitsüberträger wie Mücken und Zecken, das Risiko von Lebensmittelvergiftungen, sexuell übertragbare Infektionen sowie die Bedeutung der Überprüfung des Impfstatus vor Reisen.
Von Mücken übertragene Krankheiten wie Dengue, Chikungunya und West-Nil-Virus werden auch in Europa, einschließlich Kroatien, immer häufiger. Das West-Nil-Virus tritt bei uns fast jedes Jahr während der Übertragungssaison auf, wenn auch in geringerer Fallzahl. Obwohl die meisten Infizierten keine Symptome zeigen, sind bei älteren Menschen und chronisch Kranken schwerere Krankheitsverläufe möglich. Das ECDC empfiehlt, sich vor der Reise über die epidemiologische Lage am Zielort zu informieren, Repellentien zu verwenden, Kleidung mit langen Ärmeln und langen Hosen zu tragen und sich in insektengeschützten Räumen aufzuhalten. In Gärten und Höfen sollte stehendes Wasser regelmäßig entfernt werden, da es ideale Brutstätten für Mücken bietet.
Zecken können auch auf Wiesen, entlang von Wanderwegen und sogar in Stadtparks vorkommen. Sie können Lyme-Borreliose und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Es wird empfohlen, Repellentien zu verwenden, dichte Vegetation zu meiden und den Körper nach Aufenthalten in der Natur gründlich zu untersuchen. Wenn Sie eine Zecke finden, entfernen Sie sie so schnell wie möglich. In Kroatien gibt es eine Impfung gegen FSME, die besonders Personen empfohlen wird, die sich häufig in Risikogebieten aufhalten.
Sommerliche Picknicks und Grillabende im Freien erhöhen das Risiko von Lebensmittelinfektionen, da Lebensmittel schneller verderben. Lebensmittel, die schädliche Bakterien enthalten, sehen und riechen oft völlig normal. Besonders vorsichtig sollten ältere Menschen, Schwangere, Kleinkinder und Personen mit geschwächtem Immunsystem sein. Das ECDC empfiehlt, Fleisch gut durchzugaren, Obst und Gemüse zu waschen und rohe und fertige Lebensmittel getrennt aufzubewahren. Leicht verderbliche Lebensmittel sollten im Kühlschrank bei Temperaturen bis 5 °C gelagert werden. Rohes Hähnchen sollte nicht gewaschen werden, da sich dadurch Bakterien in der Küche verbreiten. Außerdem sollte auf nicht pasteurisierte Milch verzichtet werden.
Nach Angaben des ECDC ist die Zahl der sexuell übertragbaren Infektionen in Europa so hoch wie nie seit Beginn der systematischen Erfassung. Chlamydien und Gonorrhoe verlaufen oft ohne Symptome, sodass infizierte Personen sie unbewusst weitergeben. Unbehandelte Infektionen können zu Unfruchtbarkeit und chronischen Entzündungen führen, und die zunehmende Antibiotikaresistenz der Bakterien erschwert die Behandlung. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die konsequente Verwendung von Kondomen, offene Gespräche mit dem Partner und Tests nach riskantem Geschlechtsverkehr. Personen, die eine Exposition gegenüber HIV oder anderen Infektionen vermuten, sollten so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen. Gegen Hepatitis B und HPV wird eine Impfung gemäß den nationalen Richtlinien empfohlen.
Die Reisevorbereitung umfasst nicht nur das Packen des Koffers; ebenso wichtig ist die Überprüfung des Impfstatus. Vor einer Auslandsreise sollte sichergestellt werden, dass alle Impfungen aus dem nationalen Impfplan ordnungsgemäß erfolgt sind, und es sollte geklärt werden, ob für das Reiseziel zusätzliche Impfungen empfohlen werden. Da einige Impfstoffe mehrere Dosen erfordern oder Zeit für den Aufbau des Schutzes benötigen, sollte die Planung mehrere Wochen im Voraus beginnen.
Das ECDC kommt zu dem Schluss, dass die meisten dieser Risiken durch einfache Maßnahmen erheblich reduziert werden können: Information vor der Reise, Schutz vor Stichen, sichere Lebensmittelzubereitung, verantwortungsvolles Sexualverhalten und rechtzeitige Impfungen.