2024 wärmstes Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen
Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt Rekord, und die Folgen sind auch in Kroatien immer deutlicher sichtbar, von der Landwirtschaft bis zum Tourismus.
Die Weltorganisation für Meteorologie bestätigt Rekord, und die Folgen sind auch in Kroatien immer deutlicher sichtbar, von der Landwirtschaft bis zum Tourismus.
Die durchschnittliche globale Lufttemperatur im Jahr 2024 war die höchste seit Beginn der Aufzeichnungen, teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) mit. Wissenschaftler warnen, dass ein Anstieg von 1,5 Grad Celsius im Vergleich zur vorindustriellen Zeit irreversible Folgen für die Ökosysteme haben könnte, und die Daten zeigen, dass sich die Welt dieser Grenze gefährlich nähert.
Extreme Wetterphänomene, darunter Hitzewellen, Dürren und Überschwemmungen, werden immer häufiger und intensiver. Kroatien verzeichnete im Jahr 2024 eine Rekordzahl an Hitzewellen, und die Temperaturen im Landesinneren überstiegen 40 Grad. Der Staatliche Hydrometeorologische Dienst (DHMZ) gab eine Reihe von Warnungen heraus, einschließlich des roten Alarms für gefährliche Hitze.
Die Dürre verursachte erhebliche Verluste im kroatischen Agrarsektor, was sich auf die Erträge von Weizen, Mais und Oliven auswirkte. Gleichzeitig stand die Tourismussaison stark unter dem Einfluss extremer Hitze, was das Verhalten der Besucher veränderte und das Interesse an Reisezielen mit milderen Klimabedingungen förderte.
Stürme mit starken Winden und heftigen Regenfällen verursachten landesweit große Sachschäden, insbesondere in Dalmatien und Slawonien. Lokale Gemeinschaften stehen vor den Kosten für die Wiederherstellung der Infrastruktur, während Experten zu einer dringenden Anpassung an die neuen klimatischen Bedingungen aufrufen.
Trotz internationaler Abkommen wie dem Pariser Abkommen steigen die globalen Treibhausgasemissionen weiter. Wissenschaftler betonen, dass die Reduzierung der Emissionen entscheidend ist, um die Erwärmung zu verlangsamen, doch konkrete globale Fortschritte bleiben bisher aus.
Experten des DHMZ und des Umweltministeriums betonen die Notwendigkeit von Investitionen in Frühwarnsysteme, die Anpassung landwirtschaftlicher Praktiken und die Planung eines touristischen Angebots, das gegen den Klimawandel resistent ist. Klimaaktivisten warnen, dass die Zeit zum Handeln immer knapper wird.