In nur dreieinhalb Monaten, vom 20. April bis zum 1. August 2026, führten Inspektoren des Staatlichen Inspektorats in ganz Kroatien 13.143 Kontrollen durch und stießen dabei in 37 Prozent der Fälle auf Verstöße gegen Vorschriften. Konkret wurden 7.199 Verstöße registriert. Die verstärkten Kontrollen, die diese aufdeckten, zielten vor allem auf Gastgewerbe, Handel und Tourismus, die Sektoren, die vor und während der Saison am stärksten unter Druck stehen.
Gastgewerbe im Fokus: 2.401 koordinierte Kontrollen
Die meisten Kontrollen, nämlich 4.604, wurden gerade in gastgewerblichen Betrieben durchgeführt, wobei in mehr als der Hälfte dieser Fälle, genau 2.401, zwei oder mehr Inspektionen gleichzeitig tätig waren. Der Handel kam auf 3.502 Kontrollen, während die Veterinär-, Sanitäts- und Landwirtschaftsinspektion zusammen 1.524 amtliche Kontrollen in Produktionsbetrieben durchführten. Die übrigen 3.513 Kontrollen betrafen andere Bereiche der Zuständigkeit des Inspektorats.
Das Ausmaß der Sanktionen spricht für sich. Den zuständigen Gerichten wurden 327 Strafanträge vorgelegt, und es wurden 921 Bußgeldbescheide erlassen, mit insgesamt verhängten Geldstrafen von 1.575.190,24 Euro. Vor Ort wurden zusätzlich 2.110 Bußgelder, im Wert von 524.221,11 Euro, kassiert, während die Inspektoren 508.349,94 Euro an unrechtmäßig erlangtem Vermögensvorteil beschlagnahmten. Darüber hinaus wurden 2.387 Verwaltungsakte erlassen, und in 1.045 Fällen wurden vorübergehende Tätigkeitsverbote oder ähnliche Maßnahmen verhängt.
HACCP, nicht angemeldete Arbeitnehmer und Preise
Die Sanitätsinspektoren stießen am häufigsten auf Probleme bei der Lebensmittelsicherheit und der Nichtumsetzung des Eigenkontrollsystems, HACCP -, während die Arbeitsinspektion nicht angemeldete Arbeitnehmer und illegal beschäftigte Ausländer aufdeckte. Im Bereich des Arbeitsschutzes wurden Arbeitgeber angewiesen, Mängel bei der Schulung von Mitarbeitern, der Prüfung von Arbeitsmitteln und der Verwendung persönlicher Schutzausrüstung zu beheben.
Der Handel hingegen stach hervor durch unkorrekte Auszeichnung von Einzelhandelspreisen, Verstöße gegen außergewöhnliche Preiskontrollmaßnahmen sowie die Ausübung von Tätigkeiten ohne erforderliche Registrierung. Die Landwirtschaftsinspektion stellte Unregelmäßigkeiten beim Inverkehrbringen von Obst und Gemüse sowie bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln, Wein und Weinerzeugnissen fest.
Versiegelung: von Ferienhäusern bis zu Glamping-Zelten
Die Bekämpfung nicht registrierter Unterkünfte war eine der Hauptprioritäten der diesjährigen Kontrollen, die Tourismusinspektoren führten 1.656 Kontrollen durch und deckten in 149 Fällen illegale Dienstleistungen, illegale Werbung oder beides auf. Als Reaktion auf diese Verstöße wurden 98 Verbotsmaßnahmen verhängt, von denen 54 durch Versiegelung der Objekte für mindestens 30 Tage durchgesetzt wurden.
Die Versiegelung betraf 15 Ferienhäuser, 47 Apartments, sechs Zimmer, zwei ländliche Campingplätze und eine Jugendherberge. Verbote ergingen auch an Gastgeber, die Unterkünfte ohne Genehmigung des Ministeriums für Tourismus und Sport oder der zuständigen Verwaltungsbehörde anboten, darunter ein Boutique-Hotel, 13 Apartments, 24 Zimmer sowie zwei Campingplätze mit insgesamt 24 Mobilheimen und sechs Glamping-Zelten.
Allein die Tourismusinspektoren stellten 67 Strafanträge und erließen 84 Bußgeldbescheide, wobei die Geldstrafen in diesen Verfahren 124.274,30 Euro erreichten. Zudem wurden 417.848,94 Euro an illegal erlangtem Vermögensvorteil eingezogen. Das Staatliche Inspektorat kündigte die Fortsetzung verstärkter und gezielter Kontrollen bis zum Ende der Tourismussaison an und rief alle nicht registrierten Vermieter auf, ihre Geschäftstätigkeit unverzüglich an die Vorschriften anzupassen.