926 Hektar Staatsland
Bürgermeister Orlić enthüllt: Bei den bisherigen Ausschreibungen wurden 640 Hektar vergeben, das Interesse an der Pacht reißt nicht ab. Olivenbauer Lupieri erklärt, warum dies ein Generationenprojekt ist.
Bürgermeister Orlić enthüllt: Bei den bisherigen Ausschreibungen wurden 640 Hektar vergeben, das Interesse an der Pacht reißt nicht ab. Olivenbauer Lupieri erklärt, warum dies ein Generationenprojekt ist.
Während sich Landwirte in vielen Teilen Kroatiens um jeden Quadratmeter Ackerland bemühen, wird in Istrien über Land in einem ganz anderen Ton gesprochen. Dort wurden Landwirten mehr als 15.000 Hektar Staatsland zugeteilt, und der Mittelpunkt des Interesses ist Vodnjan geworden. Diese Gemeinde führt bei der Verpachtung von Land an, und gerade läuft eine neue Runde der Angebotseinholung, die die nächsten 40 Tage dauern wird.
Die Geschichte des Phänomens von Vodnjan wurde von der HRT-Regionalsendung aufgegriffen, die einige der größten familiengeführten Bio-Olivenbauern des Landes besuchte. Andrea Lupieri, ein 46-jähriger Landwirt, pachtet bereits 40 Hektar staatliches Ackerland, meldet sich aber auch bei jeder neuen Ausschreibung unter den Ersten. Der Grund ist einfach und langfristig.
"Uns passt eine möglichst lange Pacht, denn dann lohnt es sich für uns. Wir haben hier Rodung, Bodenvorbereitung... besonders im Olivenanbau, denn das ist ein Generationenprojekt, etwas, in das man jetzt investiert, und jemand anderes wird erst in etwa zehn Jahren davon profitieren. Ich bin 46 Jahre alt, das wird also für andere Generationen sein", sagte Lupieri in der HRT-Regionalsendung.
Seine Geschichte zeichnet ein größeres Bild: Landwirte suchen kein Land für schnellen Gewinn, sondern für Investitionen in die Zukunft, die sich erst für die nächsten Generationen auszahlen.
Der Bürgermeister von Vodnjan, Igor Orlić, nannte gegenüber HRT konkrete Zahlen, die das Ausmaß des Interesses zeigen. "Mit 390 unterzeichneten Verträgen haben wir in den letzten zwei, drei Ausschreibungen 640 Hektar vergeben", erklärte er. Doch das ist noch nicht das Ende der Geschichte. "Wir haben noch 926 Hektar Ackerland im Besitz der Republik Kroatien zur Verfügung, natürlich bewirtschaftbares Land, auf dem jede Kultur angebaut werden kann", fügte Orlić hinzu.
Diese Daten zeigen, dass Vodnjan in nur wenigen Ausschreibungen bedeutende Flächen von Staatsland in Nutzung gebracht hat, und das Potenzial für weiteres Wachstum ist weiterhin groß. Das Interesse der Landwirte reißt nicht ab, und die gerade eröffnete neue Ausschreibung sollte zeigen, wie groß der Appetit auf die verbleibenden fast tausend Hektar ist.
Neben dem wirtschaftlichen Nutzen für die Landwirte und der Entwicklung der lokalen Gemeinschaft hat die Bewirtschaftung von Brachland einen zusätzlichen, oft übersehenen Wert. Wie bei HRT betont wird, garantieren bewirtschaftete Flächen einen besseren Schutz vor Bränden. Verlassene und unbewirtschaftete Flächen beeinträchtigen nicht nur das Stadt- oder Gemeindebild, sondern stellen auch eine große Gefahr während der Sommersaison dar. Durch die Verpachtung von Land fördert Vodnjan gleichzeitig die landwirtschaftliche Produktion und wirkt präventiv auf die Sicherheit der Region.
Der gesamte Videobeitrag der HRT-Regionalsendung wurde am 3. August 2026 veröffentlicht, und die Tageszeitung Jutarnji list veröffentlichte einen Tag später, am 4. August, einen ausführlicheren Artikel über das Rekordinteresse an staatlichem Ackerland in dieser istrischen Kleinstadt.