Aktion 'Tag des 1 Euro' wieder aktiv von Glina bis Omiš
Die gesammelten Mittel werden auf vier Lebensgeschichten verteilt, vom Wiederaufbau zerstörter Häuser bis zu Therapien für Kinder und Erwachsene.
Die gesammelten Mittel werden auf vier Lebensgeschichten verteilt, vom Wiederaufbau zerstörter Häuser bis zu Therapien für Kinder und Erwachsene.
In Kroatien ist die Aktion 'Tag des 1 Euro' wiederbelebt worden, deren Ziel es ist, Spenden für vier verschiedene Situationen zu sammeln, in denen ein einzelner Euro, verbunden mit Tausenden anderen, eine echte Veränderung bewirken kann. Organisiert wird sie von Bruno Lerotić und Team Nenormalni, und die zentrale Botschaft bleibt "Kleine Geste, große Veränderung".
Dies ist die zweite Ausgabe der Aktion, die am 19. August stattfindet. Lerotić, ein 39-Jähriger, der sich seit 19 Jahren humanitär engagiert, betonte, dass die erste Aktion 117.000 Menschen vereinte und mehr als 600.000 Euro sammelte, was sie laut Organisatoren zur zweitgrößten humanitären Aktion in Kroatien machte. Mit diesem Geld wurden Dutzende Familien unterstützt, die auf Operationen, Therapien und Behandlungen warteten, und die Renovierung von sechs Häusern wurde gestartet. "Es ist Zeit, die zweite Aktion mit demselben Namen und demselben Ziel anzukündigen", sagte Lerotić vor dem neuen humanitären Tag.
Ein Teil der gesammelten Mittel fließt in die Renovierung eines Hauses in Glina, das beim Erdbeben beschädigt wurde und in dem zwei Mädchen mit Zerebralparese leben. Die Arbeiten sollen ihnen und ihrer Familie bessere und sicherere Bedingungen für den Alltag ermöglichen.
Die Hilfe ist auch für ein Mädchen aus Koprivnica bestimmt, das an derselben Krankheit leidet. Das Geld wird für die Renovierung ihres Zuhauses und die Einrichtung eines Übungsraums verwendet, um bessere Bedingungen für die regelmäßige Rehabilitation zu schaffen.
Die dritte Richtung der Aktion zielt darauf ab, Robotik- und andere notwendige Therapien für Kinder und Erwachsene zu finanzieren, die sie sich nicht selbst leisten können. Es handelt sich um etwa zehn Personen, denen diese Mittel die Fortsetzung ihrer Genesung und Fortschritte ermöglichen würden. Die Kontinuität der Rehabilitation ist oft entscheidend, aber die hohen Kosten stellen für viele eine unüberwindbare Hürde dar.
Der letzte Teil des gesammelten Geldes wird an die Bewohner von Omiš und Umgebung weitergeleitet, die beim jüngsten Brand ihr Eigentum verloren haben oder deren Häuser beschädigt wurden. Vor ihnen liegt ein langer Prozess des Wiederaufbaus und der Rückkehr zum normalen Leben, und diese Hilfe soll ihnen die ersten Schritte auf diesem Weg erleichtern. Die Organisatoren trafen die Entscheidung, den Brandopfern zu helfen, nachdem die Brände die Region getroffen hatten, obwohl die Aktion bereits früher geplant war. Nach der Sammlung der Mittel werden Freiwillige die betroffenen Gebiete besuchen, Familien erfassen und ihren tatsächlichen Bedarf ermitteln, um die Hilfe dorthin zu lenken, wo sie am dringendsten benötigt wird. Sie warnen die Bürger außerdem davor, Geld auf ungeprüfte Aufrufe zu überweisen, und dass vor der Zuteilung von Hilfe der tatsächliche Schaden, der Bedarf der Familien und die Renovierungskosten ermittelt werden müssen.
Vier verschiedene Geschichten verbindet das gemeinsame Bedürfnis nach Hilfe, die einen konkreten Unterschied machen kann. Für den einen bedeutet es ein sichereres Zuhause, für den anderen einen Raum für Rehabilitation, für den dritten die Möglichkeit, eine Therapie fortzusetzen, und für den vierten Unterstützung, nachdem er beim Brand Eigentum und einen Teil seiner Lebenssicherheit verloren hat.
Die Aktion 'Tag des 1 Euro' geht von einer einfachen Idee aus: Es kommt nicht darauf an, wie hoch eine einzelne Spende ist, sondern was erreicht werden kann, wenn kleine Gesten zusammenkommen. Ein Euro mag kein Haus renovieren oder eine Therapie abdecken, aber eine große Anzahl solcher Spenden kann zu Hilfe werden, die den Alltag eines Menschen verändert und den Weg zu einem sichereren Leben ebnet. Genau deshalb ist die Botschaft "Kleine Geste, große Veränderung" nicht nur ein Slogan, sondern auch ein Aufruf zur Solidarität. "Alles ist mehr als null", sagte Lerotić und rief alle dazu auf, auf das Konto des Vereins Chef kuha doma (HR8324020061101283475) mit dem Zahlungszweck DONACIJA zu spenden.