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Ertrinkungszeichen, die Sie kennen müssen: Ein Blick kann Leben retten

Experten des Roten Kreuzes betonen, dass Ertrinken oft ohne jedes Geräusch geschieht und das Erkennen der Anzeichen sowie schnelles Handeln entscheidend für das Überleben sind.

Foto: Wikipedia (Prva pomoć)
Kurz gesagt
  • Ertrinken ist meist still und unauffällig; die Person winkt nicht und ruft nicht um Hilfe.
  • Wichtige Anzeichen sind fehlende Beinbewegungen, der Kopf auf Mundhöhe und ein glasiger Blick.
  • Im Notfall sofort 112 rufen; wenn die Person nicht atmet, mit 5 initialen Beatmungen beginnen und im Verhältnis 30:2 fortfahren.
  • Schwimmhilfen für Kinder ersetzen keine elterliche Aufsicht; Ertrinken ist weltweit die zweithäufigste Todesursache.

Jedes Jahr treibt die hohen Temperaturen viele Menschen dazu, sich in Flüssen und Seen zu erfrischen, die oft als sicherer als das Meer gelten. Doch gerade solche Orte wie der Raktije-See in der Nähe von Zagreb gehören zu den riskantesten natürlichen Badegewässern. Strudel, plötzliche Tiefen, kaltes Wasser und unvorhersehbare Strömungen können selbst geübte Schwimmer überraschen, und tragische Ausgänge sind oft die Folge einer verspäteten Erkennung der Gefahr.

Das Rote Kreuz, das Rettungskräfte ausbildet, warnt vor der häufigsten Fehlvorstellung über das Ertrinken, es ist nicht von Geschrei und Dramatik begleitet, wie wir es aus Filmen kennen.

"Ertrinken ist oft nicht laut oder leicht erkennbar, weshalb es wichtig ist, seine Anzeichen zu erkennen. Die charakteristische Körperhaltung einer ertrinkenden Person beinhaltet das Ausbleiben von Beinbewegungen, während der Kopf bis zur Mundhöhe eingetaucht ist. Der Blick kann glasig oder abwesend sein, und die Arme sind meist seitlich ausgestreckt, um an der Oberfläche zu bleiben. Da die Person versucht, über Wasser zu bleiben, kann der Kopf abwechselnd unter der Oberfläche verschwinden und wieder auftauchen", erklärt das Rote Kreuz.

Was tun, wenn Sie Gefahr bemerken

Wenn Sie beim Baden jemanden mit diesen Symptomen bemerken, denken Sie zuerst an Ihre eigene Sicherheit. Das Rote Kreuz rät, sich einer Person in Gefahr nicht zu nähern, wenn dies Ihr Leben gefährdet. Rufen Sie stattdessen sofort Rettungskräfte oder wählen Sie die Notrufnummer 112.

Wenn Sie die verunglückte Person an Land gebracht haben, beurteilen Sie ihren Zustand. Wenn sie atmet, legen Sie sie in die stabile Seitenlage und beobachten Sie sie bis zum Eintreffen der Hilfe. Wenn sie nicht atmet, beginnen Sie nach dem Notruf unter 112 oder 194 mit der Wiederbelebung. Zuerst geben Sie fünf initiale Beatmungen, dann setzen Sie mit Herzdruckmassage und Beatmung im Verhältnis 30:2 fort.

"Die Wiederbelebung sollte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes fortgesetzt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, die Person, die die Wiederbelebung durchführt, abzulösen, sollte der Wechsel alle zwei Minuten erfolgen", betont das Rote Kreuz.

Hilfsmittel für Kinder sind kein Sicherheitsnetz

Neben der Tatsache, dass stilles Ertrinken nicht erkannt wird, gibt es weitere gefährliche Irrtümer. Viele glauben, dass Baden direkt nach dem Essen nicht riskant ist, und noch gefährlicher ist die Annahme, dass Schwimmflügel oder Schwimmringe ein Kind vor dem Ertrinken schützen können.

"Solche Hilfsmittel ersetzen keine ständige und unmittelbare elterliche Aufsicht, die entscheidend für die Sicherheit von Kindern im und am Wasser ist", warnt das Rote Kreuz. Diese Warnungen sind nicht übertrieben, denn Ertrinken ist die zweithäufigste Todesursache weltweit, direkt nach Verkehrsunfällen. Deshalb appelliert das Rote Kreuz, den Aufenthalt am und im Wasser mit größtem Ernst und Verantwortungsbewusstsein zu betrachten.

Häufige Fragen
Was sind die wichtigsten Anzeichen dafür, dass eine Person ertrinkt? +
Die Person bewegt die Beine nicht, der Kopf ist bis auf Mundhöhe eingetaucht, der Blick ist glasig oder abwesend, und die Arme sind seitlich ausgestreckt. Der Kopf sinkt abwechselnd unter und taucht wieder auf.
Was ist der erste Schritt, wenn ich eine Person in Gefahr im Wasser bemerke? +
Rufen Sie sofort Hilfe unter 112 oder verständigen Sie Rettungsschwimmer. Nähern Sie sich der Person nicht, wenn Sie dadurch Ihre eigene Sicherheit gefährden.
Wie führt man bei einem Ertrinkungsopfer richtig eine Wiederbelebung durch? +
Nach dem Notruf unter 112 oder 194 beginnen Sie mit fünf initialen Beatmungen. Dann wechseln Sie zwischen 30 Herzdruckmassagen und 2 Beatmungen (Verhältnis 30:2) bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Wenn möglich, wechseln Sie sich alle zwei Minuten ab.
Können Schwimmflügel oder Schwimmreifen für Kinder das Ertrinken verhindern? +
Nein. Laut Warnung des Roten Kreuzes ersetzen Schwimmhilfen keine ständige und unmittelbare elterliche Aufsicht.

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